sharing is caring

December 07, 2019

wohnhaft.de

LEBENSRAUM SCHAFFEN BEVOR ALLE AUSWANDERN

Hallo an alle
selbstbestimmten, frei handelnden und positiv gestimmten Zeitgeister.
In dem Moment wo ich realisiert habe das Ihr alle am liebsten Auswandern möchtet
um irgendwo auf dieser riesigen Welt wurzeln zu schlagen. Dachte ich mir mit diesem
Eintrag wenigstens ein versuch zu starten um Menschen einzuladen einen Ort zu schaffen
welcher Lebensraum, Verwirklichungsfläche und Ideenschmiede als Fundament betrachtet.
Um es Schnell zu machen. Ich möchte Land zur Verfügung stellen was entweder brach
und ungenutzt vorhanden ist oder auch professionell Landwirtschaftlich bewirtschaftet wird.
Dieser Länder bin ich bereit zur Verfügung zu stellen um Menschen eine Möglichkeit zu bieten
Konzeptorientiert Lebensraum zu schaffen Vorzustellen oder ganz und gar neu zu erfinden.

Menschen haben eine Idee. Synergien schaffen Wirklichkeiten. Kernkompetenzen sorgen für Tatsachen.

Wissen, wollen, wagen, schweigen...

Wer sich angesprochen Fühlt und die Tags zu interpretieren versteht,

ist herzlich eingeladen...

Philieb

by PHILIEB at December 07, 2019 04:16 PM

LIFEHACKS und DIY

Zeltofen aus Munitionskiste bauen

by Gast at December 07, 2019 02:03 PM

Klimareporter

"Green Deal" muss mehr als "grünes Wachstum" sein

Die Initiative für einen "European Green Deal" wird ins Leere laufen, wenn sie einem von Konsum und Wachstum besessenen Wirtschaftsmodell verhaftet bleibt. Europa muss eine Vorreiterrolle bei der Transformation von Volkswirtschaften zum Wohle aller und innerhalb der ökologischen Grenzen der Erde einnehmen.

December 07, 2019 01:43 PM

wohnhaft.de

Wagenplatz in Dublin?

heyhey, mir hat jemand von einem Wagenplatz in Dublin erzählt, wusste aber nix genaues. Deswegen dachte ich, ich frag mal in die Runde: kennt den jemand, war jemand mal in Dublin auf nem Wagenplatz und hätte eventuell sogar nen Kontakt??
Lieben Dank schon mal...

by esca at December 07, 2019 12:19 PM

Nachdenkseiten

„Das Warten ist ein Taschenspiegel der Verhältnisse, in denen wir leben“

Das „Warten“ hat in unserer Gesellschaft viele Facetten – meistens negative, aber auch positive. Der Frankfurter Philosoph und Journalist Timo Reuter hat sich Gedanken über das „Warten“ gemacht und betont im NachDenkSeiten-Interview, dass das Warten auch eine politische Dimension hat. Gerade die Armen, die, die am Rand der Gesellschaft leben, müssen oft warten, „sogar auf das Lebensnotwendige“, sagt Reuter. Und das ist kein Zufall. Bei diesem Warten kommen Macht und Herrschaftsausübung zum Vorschein. Ein Interview, das zum Nachdenken über das Warten anregt. Von Marcus Klöckner.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Herr Reuter, warum haben Sie ein Buch über das „Warten“ verfasst? Was ist an dem Thema so interessant?

Ich habe mein Leben lang gewartet, so wie wir alle. Dennoch habe ich nie wirklich darüber nachgedacht. Irgendwann wurde mir klar, dass das Thema „Warten“ völlig unterbelichtet ist. Und das, wo es doch für den einzelnen , aber auch für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Bei Reisen in anderen Ländern wurde mir klar, dass Menschen aus anderen Gesellschaften anders warten als wir hierzulande. Und ich habe mich gefragt, warum ich mich eigentlich ärgere, wenn ich an einer Bushaltestelle stehe und warten muss. Kurzum: Beim Nachdenken über das Warten wurde mir schnell bewusst, dass das Warten ein Taschenspiegel der Verhältnisse ist, in denen wir leben.

Wie meinen Sie das?

Auf was dürfen wir hoffen? Wo stellen wir uns bereitwillig an? Und wo werden wir dazu gezwungen? Unsere Bedürfnisse und Wünsche offenbaren sich im Warten ebenso wie gesellschaftliche Machtverhältnisse: Wer andere warten lässt, verfügt nämlich meist über Macht – und stellt sie dadurch zur Schau, indem er andere hinhält. In die endlosen Warteschlangen vor den Tafeln oder auf der Ausländerbehörde hingegen müssen sich vor allem jene einreihen, die kaum über Privilegien verfügen. Die Verteilung der Wartezeiten ist also selbst ein Spiegel sozialer Hierarchien – und ein moralischer Gradmesser. Denn zumindest die Warteschlange steht ja für einen durchaus hohen Wert: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Obwohl alle zuerst bedient werden wollen, soll die Zeit eines jeden dasselbe wert sein. Was in der Warteschlange passiert, verrät also auch einiges darüber, wie wir es mit der Gerechtigkeit halten. Und schließlich hat das Warten viel mit der Zeit zu tun.

Inwiefern?

Warten, so sagt man oft, ist verlorenen Zeit. Aber warum? Man könnte ja auch sagen: Warten ist geschenkte Zeit.

Unsere Betrachtung der Zeit hat viel damit zu tun, dass die Zeit in die Uhr gepresst wurde. Irgendwann wurde diese gemessene Zeit mit Geld verrechnet. Wenn uns das klar wird, sind wir schnell bei „time is money“, Zeit ist Geld, sprich: Wir sind beim Kapitalismus. Und dort ist die Verschwendung von Zeit „Sünde“, weil Zeitverschwendung dann, wie schon Benjamin Franklin mahnte, Geldverschwendung sei. Wenn wir von Zeit reden, haben viele von uns also ein bestimmtes, historisch und ökonomisch geprägtes Verständnis. Mit Distanz betrachtet kann man Zeit natürlich nicht „verlieren“. Das geht nur dann, wenn man sie an etwas misst, wie etwa am Geld.

Aber Zeit ist doch vergänglich.

Ja, das ist der antike Gott Chronos. Und dann gibt es aber noch Kairos, das heißt: Die rechte Zeit, also der günstige Augenblick. Auf Kairos muss man warten können.

Wenn wir über Warten und Zeit sprechen, geht es schnell ins Philosophische. Aber Warten und Zeit haben auch eine politische Dimension.

Absolut. Wer die Kontrolle über seine eigene Zeit hat, hat schon eine Menge Macht. Wer auch noch die Kontrolle über die Zeit von anderen hat, hat noch viel mehr Macht. Andere warten zu lassen ist das Resultat bestimmter Privilegien. In der Politik ist es seit je her ein klassisches Machtmittel, andere hinzuhalten und somit über ihre Zeit zu verfügen. Aber auch der Staat macht seine Bürger zu Bittstellern, indem er sie endlos warten lässt, etwa auf dem Arbeitsamt. Der Soziologe Javier Auyero hat diese „Politik des Wartens“ untersucht. Für seine Studie verbrachte er mehrere Monate auf dem Sozialamt in Buenos Aires. Er stellte fest, dass die Menschen nicht einfach nur warten mussten, weil es nicht schneller ging, sondern weil die Demütigung des langen Wartenlassens als Regierungstechnik eingesetzt wurde. Es ging darum, dass die Wartenden sich fügen, konform werden. Dieser Befund ist grundlegend und gilt sicherlich nicht nur für Buenos Aires.

Könnte man sagen, dass arme Menschen mehr warten müssen als andere?

Ja, definitiv. Schauen wir uns an, wer heutzutage besonders lange warten muss, ja sogar auf Lebensnotwendiges warten muss, das sind wie gesagt die Armen, die Arbeitslosen, die Asylbewerberinnen. Das Warten dieser Menschen ist ein Ausdruck von Ungleichheit in unserer Gesellschaft. Und man merkt auch schnell: Geld wartet nicht. Was ist ein VIP-Eingang anderes als institutionell legitimiertes Vordrängeln? Rassismus nötigt Menschen dazu, dass sie warten müssen. Wer etwa mit dem entsprechenden Pass geboren wird, muss nie auf der Ausländerbehörde warten. Genauso führt das Geschlecht dazu, dass Frauen mehr warten müssen als Männer. Das Ideal der „wartenden Frau“, das kommt von Penelope, die auf Odysseus gewartet hat. Das heißt, das Bild und die Realität der Frau, die wartet, ist schon sehr alt. Und bis heute warten Frauen ja auf Teilhabe und auf gleiche Bezahlung.

Was bedeutet denn das Warten für den Einzelnen, für das Individuum?

Wenn wir auf das Warten aus der Perspektive von Macht blicken, dann ist festzustellen, dass das Zeitsystem, in das wir in unserer Gesellschaft oft hineingepresst werden, zugleich ein Herrschaftssystem ist. Eng daran geknüpft ist der ökonomische Zwang, dem viele Bürger ausgesetzt sind. So sind wir regelrecht gezwungen, uns in einem Zeitsystem zu bewegen, das nicht das unsere ist. Unsere Eigenzeit wird zurückgedrängt, unsere Freiräume, wenn überhaupt, sind an den Wochenenden oder im Urlaub vorhanden.

Lässt sich das Warten auch gegen ein Herrschaftssystem wenden?

Ja, nämlich unter anderem dann, wenn man in der Lage ist, die Macht des Wartens selbst aktiv zu gebrauchen. Der Arbeitskampf ist dafür ein gutes Beispiel. Die Arbeiter solidarisieren sich, sind organisiert, legen ihre Arbeit nieder. Jeder Tag, an dem nicht gearbeitet wird, bedeutet ein Schaden für den Arbeitgeber. Je länger dieser also warten muss, umso größer ist der Schaden. Gemeinsam zu warten macht also stärker, das zeigt auch das Kirchenasyl, wo es darum geht, Fristen auszusitzen und Zeit zu gewinnen, in der man sich Verbündete sucht. Das Warten kann aber auch im Alltag subversiv wirken und zum Sandkorn im Getriebe der pausenlosen Verwertungsmaschinerie werden. Man muss nicht einfach Produkte kaufen, nur weil man es kann. Wer einen gewissen Konsumverzicht übt, spart Geld, spart Zeit, denn schließlich kann Konsum auch ziemlich zeitaufwendig sein. Wer also beim Kauf von bestimmten Produkten wartet, bis er sie wirklich benötigt, hat erstmal Zeit zur Verfügung, die er für andere Tätigkeiten nutzen kann. Wer einfach mal abwartet, verweigert sich der pausenlosen Verwertungsmaschinerie. Und in diesem Stillstand kann man dann vielleicht sogar Muße erfahren oder einfach mal innehalten und durchatmen.

Lesetipp: Reuter, Timo: Warten – Eine verlernte Kunst. Westend Verlag. Frankfurt, 4. November 2019. 240 Seiten. 18 Euro.

by Redaktion at December 07, 2019 10:45 AM

wohnhaft.de

Reale Fakten

endlich wieder schön auf den weihnachtsmarkt gehen und glühwein für 9 euro und 20 euro pfand mit den kollegen schlürfen und alle 2 min angerempelt werden obwohl man eh schon kurz vorm mentalen zusammenbruch steht und keine kraft mehr hat gegen die existenziellen ängste und den kapitalismus anzukämpfen aber die leute müssen ja ihre holzfiguren und bratwürste kaufen um zu vergessen wie innerlich leer sie sind

by 1323 at December 07, 2019 10:20 AM

Deutschland stinkt! Wohin Auswandern?

Hallo Freunde der Sonne!
Ich muss langsam echt weg aus Deutschland. Welches Land der EU könnt ihr denn Empfehlen? Will weiterhin im Bus oder Bauwagen leben. Cool wäre ein Land in welchen man wenig Geld benötigt und es wärmer ist als Deutschland. Ich brauch keine 40 Grad im Sommer aber auch keine minus Grade im Winter. Hat jemand da schon Erfahrungen und diesen Sprung gewagt?
LG

by Rayse at December 07, 2019 09:59 AM

Behörde fordert 70 Cent höheren Spritpreis

Tempo 120, höhere Steuern auf Diesel, Abschaffung der Pendlerpauschale, höhere Lkw-Maut: Um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen, hat das Umweltbundesamt (UBA) einem Artikel der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) zufolge bereits im Sommer in einem internen Bericht drastische Einschnitte empfohlen.

Haha Jaaaaaaaaaaaaaa bitte <3
ich als böser dieselfahrer denke mir da nur: erhöht die sprittpreise und beschwert euch dann wenn im supermarkt alles teurer wird ......
Wie kurzfristig kann man denn bitte denken?

by Till at December 07, 2019 09:42 AM

Nachdenkseiten

Videohinweise am Samstag

Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint in der Regel mittwochs) gibt es eine eigene Playlist (CG)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Liebich: “Die NATO braucht keiner mehr”
  2. Re: Durstige Kälber – Der Kampf gegen Tiertransporte
  3. Wolfgang Merkel über die neue Öko-Bewegung
  4. Uniter: Paramilitärisches Training für Zivilisten?
  5. Gaulands Erbe – Wohin steuert die AfD?
  6. Russland als Allzweckwaffe im britischen Wahlkampf
  7. PANEL: Risikogeschäft ÖPP – wer zahlt die Rechnung? Risk business PPP – who pays the bill?
  8. Der Rote Platz #61: Israel stiehlt palästinensisches Land
  9. Helllichte Nacht – Lichtverschmutzung und die Folgen
  10. Kabarett, Satire, Comedy und Co.

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse videohinweise@nachdenkseiten.de schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Liebich: “Die NATO braucht keiner mehr”
    Der außenpolitische Sprecher von der Linkspartei, Stefan Liebich, kritisiert das Aufrüsten der NATO und befürwortet einen Austritt aus dem Bündnis: “Die OSZE bringt mehr Sicherheit für unseren Kontinent.”
    Quelle: ZDF Morgenmagazin, 04.12.2019

    Hierzu auch Sevim Dagdelen, abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: “Die NATO als kostspieliges Kriegsführungsbündnis muss aufgelöst und ein kollektives Sicherheitssystem unter Einbeziehung Russlands geschaffen werden. Die Bundesregierung muss die Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für ein Ende der Konfrontationspolitik der NATO gegen Russland ernsthaft prüfen.“

    70 Jahre NATO: Die transatlantische Weltordnung im Todeskampf
    Die #Nato würde sich zum 70. Geburtstag gerne selber feiern. Doch schon im Vorfeld sorgte der französische Präsident #Macron für Irritationen. Doch das “Verteidigungsbündnis” hat sich längst selbst als Instrument zur Wahrung der “ureigenen Interessen” der transatlantischen Gemeinschaft entlarvt.
    70 Jahre besteht das transatlantische “Verteidigungsbündnis” bereits. Eigentlich ein willkommener Anlass sich ausgiebig selbst zu feiern. Doch im Vorfeld bezeichnete der französische Präsident Emmanuel Macron die Nato als “hirntod” und forderte eine strategische Neuausrichtung der Allianz. Russland und China seien keine Feinde der Nato-Mitgliedsstaaten, gab Macron zu Protokoll. Die Äußerungen sorgten für heftige Kritik und Kopfschütteln in den Reihen der Nato-Apologeten. Verständlich, denn die Nordatlantische Allianz ist nach dem Ende der Blockkonfrontation auf immer neue Feindbilder angewiesen.
    Ihrem Selbstverständnis nach steht die NATO für “Sicherheit” und “Verteidigung”. Allerdings handelt es sich dabei in erster Linie um die Sicherung und Verteidigung des eigenen Wohlstands auf Kosten anderer. Dabei schreckt das Militärbündnis nicht vor Krieg und Zerstörung zurück, wie die Geschichte leider allzu eindrucksvoll beweist. “Menschenrechte” und “Demokratie” spielen dabei nur selektiv eine Rolle und dienen als Kampfbegriffe vor allem der Durchsetzung einer Interessen.
    Quelle: RT Deutsch, 04.12.2019

  2. Re: Durstige Kälber – Der Kampf gegen Tiertransporte
    Iris Baumgärtner kämpft gegen Tiertransporte. Dass Kälber tausende Kilometer durch Europa gekarrt werden, sei für die Tiere eine Tortur. Bisher erlaubt die EU Langstreckentransporte, wenn die Kälber nach neun Stunden versorgt werden. Doch dagegen werde massenhaft verstoßen. Baumgärtner fordert, die Transporte streng zu begrenzen.
    Die Tierschützerin folgt mit ihren Kollegen heimlich Transportern. Sie berichtet über ungeeignete Tränkesysteme, dokumentiert Missstände, schreibt Beschwerden und Anzeigen. Immer wieder alarmiert sie die Polizei, die Transporter dann stoppt. Die Bilanz solcher Kontrollen: unversorgte, geschwächte oder eingeklemmte Tiere. Bei den Beamten ist Baumgärtner eine respektierte Praktikerin. Im EU-Parlament tritt sie als Expertin bei Anhörungen auf. Die Ungerechtigkeit gegenüber Tieren treibt sie an. „Kälber sind ein Nebenprodukt der Milchindustrie“, sagt Baumgärtner. In der EU gibt es etwa 20 Millionen Milchkühe. Und ohne Kälber keine Milch. Für die Milchbauern sind die Tiere oft eine Belastung. Sie sind fast nichts wert. Es lohnt sich nicht, sie lange auf dem Hof zu füttern. Sobald sie nach dem Gesetz transportfähig sind, werden sie oft in Mastbetriebe gefahren.
    Die langfristige Lösung ist für Baumgärtner ein Kurswechsel in der Agrarpolitik. Doch bis dahin sei es ein weiter Weg. Vorerst ist ihr Ziel eine Begrenzung des Transports von Jungtieren auf acht Stunden.
    SWR 2018
    Quelle: ARTE, verfügbar bis 02.03.2020

    Anmerkung unserer Leserin Angela Franke: Nicht nur Milliarden Küken werden geschreddert, auch Hunderttausende Kälber werden unter Torturen durch Europa gekarrt. Diese Tierindustrie muss beendet werden.

    Sie ist eine bodenlose Brutalität an den Tieren, – siehe auch die Kastenstände für Schweine, die noch weitere 17 Jahre so ausgestattet sein sollen, dass die Tiere nicht mal im Liegen die Beine ausstrecken können -, und verheerend für Klima, Böden, Grundwasser, Meere und Regenwälder.

  3. Wolfgang Merkel über die neue Öko-Bewegung
    Kulturzeit-Gespräch mit Wolfgang Merkel, Professor für Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin, über die neue Öko-Bewegung und die Grenzen der Demokratie.
    Quelle: 3sat
  4. Uniter: Paramilitärisches Training für Zivilisten?
    Schießtraining, paramilitärisches Auftreten. Der Verein Uniter war zuletzt viel in den Schlagzeilen. MONITOR liegt erstmals ein Video vor, das zeigt, wie unter dem Dach des Vereins Zivilisten militärisch ausgebildet wurden. Trainiert von einem Mitglied des Vereins mit Kontakten in die rechtsextreme Szene.
    Quelle: WDR MONITOR, 05.12.2019

    Die ganze Sendung vom 5.12.2019 ist hier zu finden. Hierunter auch eine Recherche zu “Glyphosat: Gekaufte Studien?“.

  5. Gaulands Erbe – Wohin steuert die AfD?
    Die AfD hat auf ihrem Bundesparteitag in Braunschweig einen neuen Parteivorstand gewählt. Neben Jörg Meuthen, den die Partei in seinem Amt bestätigte, ist nun Tino Chrupalla der zweite Parteivorsitzende.
    Der Bundestagsabgeordnete aus Sachsen tritt die Nachfolge von Alexander Gauland an, der sich aus dem Parteivorstand zurückgezogen und Chrupalla als Kandidaten vorgeschlagen hatte.
    Quelle: ZDF Frontal 21, 03.12.2019
  6. Russland als Allzweckwaffe im britischen Wahlkampf
    Der britische Wahlkampf geht in die entscheidende Phase. Oppositionsführer Jeremy Corbyn präsentierte der Öffentlichkeit nun Dokumente, laut denen Boris Johnson den US-Amerikanern das britische Gesundheitssystem zum Verkauf angeboten habe. Johnson bestreitet diesen Vorwurf.
    Der “Daily Telegraph” beschäftigt sich weniger mit diesem Vorwurf, sondern vielmehr mit der Frage, woher Corbyn die entsprechenden Dokumente hat. Als Quelle kommen laut “Telegraph” nur die Russen ins Spiel. Dabei sind die Dokumente nicht nur öffentlich abrufbar. Schon vor mehreren Monaten hatte der “Telegraph” selbst einen Artikel auf Grundlage der selben Dokumente gebracht.
    Quelle: RT Deutsch, 05.12.2019

  7. PANEL: Risikogeschäft ÖPP – wer zahlt die Rechnung? Risk business PPP – who pays the bill?
    Dr. Elke Baumann, Referatsleiterin “Multilaterale Entwicklungsbanken / Umschuldungen / Pariser Club” im Bundesministerium der Finanzen
    Christina Paul, Senior Infrastructure Finance Specialist Weltbank, Washington/DC
    Borges Nhamirre, Coordinator, Research and Advocacy Program, Centro de Integridade Publica (CIP), Mosambique
    Laura Valentukeviciute, Vorstandsmitglied bei Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB)
    Moderation: Hanna Gersmann, die Korrespondenten
    Quelle: gemeingut.org

  8. Der Rote Platz #61: Israel stiehlt palästinensisches Land
    USA machen zwei Staaten-Lösung unmöglich.
    Am Rande einer Pressekonferenz ließ der US-Außenminister eine Bombe platzen: Die von Israel besetzten Gebiete im Westjordanland, so Pomepjo, gehörten zum Staat Israel. Dabei hatte die UNO schon 1947 beschlossen: Das Westjordanland sei Kern eines palästinensischen Staates. Laut UNO sind auch die Golanhöhen syrisch. Doch auch sie sind von Israel besetzt, auch sie gehören nach jüngsten Erklärungen der Trump-Administration zu Israel. Ebenso wie Jerusalem die Hauptstadt Israels und nicht die gemeinsame Hauptstadt Palästinas und Israels sei. Mit dem Landraub der Golanhöhen und des Westjordanlands eignet sich Israel auch das Wasser der Region an. Und was tut die Bundesregierung? Sie hüllt sich in brüllendes Schweigen.
    Quelle: weltnetzTV, 26.11.2019

  9. Helllichte Nacht – Lichtverschmutzung und die Folgen
    Nachts leuchten nicht Mond und Sterne, sondern die Lichter einer Stadt. Astronomen sprechen von Lichtverschmutzung, weil zu viel Licht den Blick auf die Sterne erschwert. Bei Ökologen, Biologen und Medizinern mehren sich wissenschaftlich belastbare Anzeichen, dass die Lichtverschmutzung schädliche Auswirkungen auf das Ökosystem und die innere Uhr des Menschen hat.
    Quelle: Planet Wissen
  10. Kabarett, Satire, Comedy und Co.
    • SPD: Reißleine ziehen oder aufschlagen und verrecken!
      Die Montagsreden zur Rettung der deutschen Sozialdemokratie stammen dabei aus der Feder einer profilierten Sozialdemokratin oder eines profilierten Sozialdemokraten – von innerhalb oder außerhalb der SPD.
      Das #neustart19-Team hat mit der Verfasserin bzw. dem Verfassers Stillschweigen über ihre bzw. seine wahre Identität vereinbart.
      Quelle: janboehm, 02.12.2019

    • Überwachung bei Zalando und Co. | extra 3 | NDR
      Zalando lässt mit einem digitalen Bewertungssystem seine Mitarbeiter bespitzeln und sich gegenseitig bewerten. Gut, das passt zu Zalando, sich gegenseitig was in die Schuhe zu schieben.
      Quelle: extra 3, 06.12.2019

      Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Ralf Wurzbacher (26.11.) “Jeder ein Kollegenschwein. Wie Zalando seine Beschäftigten per Algorithmus zu Petzen, Neidern und Intriganten machen will.

    • Mann, Sieber! vom 3. Dezember 2019
      Late Night Kabarett
      Tobias Mann und Christoph Sieber präsentieren politische Late Night im ZDF. Zwei Blickwinkel auf eine Wirklichkeit, ein kabarettistischer Schlagabtausch. Schnell, geistreich, witzig.
      Quelle: ZDF
    • Scheuer SchleVaZ: Schlechtester Verkehrsminister aller Zeiten | extra 3 | NDR
      Laut Umfrage fordern 73% aller Deutschen die Absetzung von Verkehrsminister Scheuer. Damit ist er unbeliebter als Windräder, Fußpilz und der RB Leipzig. Aber an Rücktritt scheint er nicht zu denken.
      Quelle: extra 3, 28.11.2019

      Lesen Sie hierzu auch auf den NachDenkSeiten von Albrecht Müller “Bei grob fahrlässigen bzw. fremdbestimmten politischen Entscheidungen sollte es Sanktionen bis hin zur Strafverfolgung geben. Ein Beitrag zur Demokratiediskussion.” Weitere Artikel der NDS zu Andreas Scheuer sind hier zu finden.

    • Impeachment Bombshells Explode In Democrats Face
      Quelle: The Jimmy Dore Show, 30.11.2019

    • Der Irrsinn um den Black Friday | extra 3 | NDR
      Mit dem Black Friday, dem großen Rabatt-Tag, eröffnet der Handel das Weihnachtsgeschäft. Der Tag, an dem wir feiern, dass Maria und Josef damals den Thermomix 20% billiger bekommen haben.
      Quelle: extra 3, 28.11.2019

    • Meinungsjournalismus macht dumm! | NATO gegen eigene Bevölkerung? | Assange Folterbericht | 451 Grad
      Endlich wieder Donnerstag! Oha, was sagt denn da das ZDF heute journal? Ach ja, die Demokratieförderung der USA kann wohl nicht als Einmischung gesehen werden. Und wir haben auch diese Woche noch weitere anschauliche Beispiele für den Meinungsjournalismus der Öffentlich-Selbstgerechten!
      Wir starten die Sendung mit einer NATO-Problemanalyse! Zum NATO-Treffen 2019 haben sich die ein oder anderen ganz schön spannende Aussagen geleistet, die uns aufhören lassen – das Volk ist der Feind der #NATO! Danach eine kleine Märchenstunde des heute-journals – damit wir uns auch historisch weiterhin nicht in die Irre führen lassen, haben wir für euch alle Kriege der USA auf eine Liste gepackt. Immerhin kann man da schon sehr leicht den Überblick verlieren. Und wer hat eigentlich den Überblick im Falle #Assange? Assange wird gefoltert, sagen die einen, die anderen sagen etwas anderes, aber so wirklich sagen sie eigentlich nichts. Jeffrey Epstein didn’t kill himself – und damit das auch wirklich niemand erfährt, wird nun ein Verfahren gegen vermeintliche Mittäter, eines nach dem anderen, eingestellt. Wir haben uns für euch die neuen Karriereideen der #Epstein-Freundin Ghislaine Maxwell angesehen – zusammen mit Prinz Andrew haben sie nämlich ganz große Geschäftsideen! Und die SPD vergessen wir natürlich auch nicht, immerhin geht es bei denen intern ganz heiß her – und wie berichten eigentlich die Medien darüber?
      Quelle: 451 Grad, 05.12.2019

    • Maschek WÖ_445 Gesundschrumpfen
      Die Gewerkschaft stellt Pamela Rendi-Wagner wegen der Entlassungen in der SPÖ einen Baum auf. Die Parteichefin hat unterdessen geheime Pläne für die Zukunft der Partei.
      (aus Willkommen Österreich, Folge 445, 3. Dezember 2019, ORF 1)
      Quelle: Maschek

by Redaktion at December 07, 2019 08:00 AM

Klimareporter

Die vier Leuchttürme unter den Klima-Studien

Die Wissenschaftler verstehen das Klima immer besser, während die vielen Studien und Berichte für Laien oft verwirrend sind. Es gibt allerdings vier "Leuchtturm"-Publikationen, die bei der Orientierung helfen. Noch hat die Menschheit die Wahl zwischen zwei Arten fundamentaler Veränderungen.

December 07, 2019 06:46 AM

wohnhaft.de

Die Kletterkinder

Unterstützt den Nachwuchs !
Wir sind 8 und 11 Jahre alt. Wenn wir Erwachsene sind, wird es zu spät sein, das zu stoppen #ClimateCrisis . Deshalb sind wir die Kletterkinder.
twitter.com/i/status/1199711531371511809

wohnhaft.de/index.php?attachment/1500/
twitter.com/kletterkinder

by Jenny at December 07, 2019 05:37 AM

Handbetriebene Taschenlampen etc

Hallo zusammen! Ihr kennt doch bestimmt so handbetriebene Taschenlampen. Können die was, oder ist das einfach als Gag für zwischendurch gedacht? Gibt davon ja einige Modelle, mit Seilzug, Kurbel oder zum quetschen. Hat damit schon jemand Erfahrungen gesammelt?

wohnhaft.de/index.php?attachment/1496/wohnhaft.de/index.php?attachment/1497/

by lena at December 07, 2019 02:44 AM

December 06, 2019

wohnhaft.de

Nazi Cops? Und plötzlich steht „DC!“ an der Wand

Vor dem Braunkohleprotest in der Lausitz sorgte ein Foto für Aufregung, auf dem Polizisten vor einem Graffiti posierten. „Stoppt Ende Gelände“, stand dort. Die Beamten mussten daraufhin streichen – übrig blieb ein rechtsextremes Kürzel.
wohnhaft.de/index.php?attachment/1494/
welt.de/politik/deutschland/ar…steht-DC-an-der-Wand.html

by fckcp at December 06, 2019 09:12 PM

Bauwagen Blechdach Isolierung

Moin :)
ich wollte meinen Blechbauwagen mit Styro isolieren, weil wir hier viel davon haben. Die Wände kann ich durchs Trapezblech hinterlüften. Dach und Boden wohl nicht. Oder zumindest das Dach nicht. Wäre es trotzdem besser eine Luftschicht zwischen Styro und Außenhaut zu lassen? Oder direkt drauf? Oder habt ihr noch Ideen zur Feuchtigkeit in der Wand in dem Fall?
Würde wahrscheinlich mit feuchtevariabler Dampfbremse arbeiten.

Es grüßt,
die Anja
wohnhaft.de/index.php?attachment/1413/

by anjaina at December 06, 2019 08:02 PM

Freie Radios

Befassung mit der Sebstbefassung des Wissenschaftsausschusses der Hamburgschen Bürgerschaft

Kommentierte Berichterstattung. Am gestrigen Donnerstag fand eine Selbstbefassung (parlamentarischer Terminus) zur Klärung der Umstände des Todes von William Tonou Mbodba statt. Im Ergebnis dieser Sitzung des Wissenschaftsausschusses bleibt, daß eine Klärung nicht erfolgt ist und sehr viel Mühe darauf verwendet wird unter keinen Umständen zuzulassen, daß über Rassismus im Zusammenhang mit dem Todesfall im Universitätsklinikum gesprochen wird. Diese Mühe, das wird auch deutlich, ist in einigen Fällen sehr bewußt eingesetzt, in anderen bleibt sie den Artikulant*innen als Unterbewußtes verborgen. Wo die Kritik des strukturellen und institutionellen Rassismus ansetzt, erfolgt an Stelle einer Auseinandersetzung bloße Abwehr. Aber wie sprach schon der Universitätspräsident jüngst in einem anderen Fall? "Funktionale Differenzierung". Solcher Umgang vervielfacht den Schmerz der Hinterbliebenen und Angehörigen noch einmal und wenn dann dieser aus den sehr disziplinierten Zuhörer*innen heraus im Verlauf der Sitzung deutlich wird, fehlen diejenigen Journalist*innen nicht, die brav Mehrheitsdeutsch von Zwischenrufen und auch Pöbeleien eines großen und überwiegend linken Publikum sprechen.

by Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen (Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK)) at December 06, 2019 07:48 PM

Nicht über die Menschen sprechen, sondern mit ihnen sprechen - Gespräch mit Sören Pellmann, Sprecher für Inklusion und Teilhabe der Linksfraktion

Gespräch anlässlich der Konferenz "Teilhabe mit Links: Gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen", die bereits am 29.Dezember in Berlin stattfand.

by gabriele trost (Radio Blau, Leipzig) at December 06, 2019 06:48 PM

Möllner Rede im Exil 2019 in Frankfurt am Main (Serie 904: ABS-Magazin)

Wir begleiteten dieses Jahr die Möllner Rede im Exil 2019 im Historischen Museum in Frankfurt am Main mit Idil Baydar, die Morddrohung für ihre Zusage zur Rede erhielt, dem Freundeskreis und der Familie Arslan. Wir zeigen O-Töne von Ibrahim Arslan, der begründet, warum die Gedenkveranstaltung seit 2013 im Exil stattfindet. Zudem gibt es eine Stellungnahme vom Vorbereitungskreis dazu, dass zum Personenschutz, aufgrund der Morddrohungen an Idil Baydar, das 1.Polizeirevier in Frankfurt zum Einsatz kam. Ergänzung: Beitragssprache ist Deutsch und Türkisch

by (Radio X, Frankfurt) at December 06, 2019 06:01 PM

Die Abschottung der EU. Push-Backs und Repression auf dem Balkan (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)

Laut dem Flüchtlingshilfswerk der UN befinden sich gerade ca. 40.000 Geflüchtete auf dem Balkan und warten auf eine Möglichkeit in die EU zu gelangen. Der Großteil der Geflüchteten befindet sich in Bosnien. Die humanitären Bedingungen sind Berichten zu Folge katastrophal. Doch die europäischen Außengrenzen werden immer stärker bewacht. Mittels Gewalt und illegaler Push-Backs versucht vor allem Kroatien im Namen der EU Geflüchtete am Grenzübertritt zu hindern. Hilfsorganisationen die versuchen Geflüchtete in den inoffiziellen Camps zu unterstützen sind inzwischen vermehrt Repression ausgesetzt. Im Beitrag kommt das 'Border Violence Monotoring Network' zu Wort. Das ist ein Zusammenschluss verschiedener NGOs die auf dem Balkan aktiv sind. Es wird berichtet über die aktuelle Lage auf dem Balkan und die langfristige Entwicklung der europäischen Abschottungspolitik.

by tagesaktuelle Redaktion (Radio Corax, Halle) at December 06, 2019 05:30 PM

Landwirtschaft und Klimawandel. Schädliche Treibhausemmisionen und Mittel dagegen (Serie 998: CX - Corax - Umwelt - Grünes)

Wenn von Klimaschutz die Rede ist dann wird oft über das Fliegen oder die Energieerzeugung gesprochen. Die Landwirtschaft kommt in der Diskussion um eine klimafreundlichere Wirtschaftsweise selten vor. Doch das sollte sie. Denn die Landwirtschaft sorgt nicht nur selbst für erhebliche Treibhausgasemissionen, sondern ist als Wirtschaftszweig ein Schlüssel für eine klimafreundliche Wirtschaftsweise. Ich habe mit Wilhelm Dargel über umweltschädliche Treibhausgase in der Landwirtschaft und Maßnahmen zu ihrer Reduzierung gesprochen. Wilhelm Dargel studiert Agrarwissenschaft und ist unter anderem in der Gruppe Fortschritt Agrar aktiv.

by Tagesaktuelle Redaktion (Radio Corax, Halle) at December 06, 2019 05:18 PM

Nachdenkseiten

Hinweise des Tages II

Hier finden Sie einen Überblick über interessante Beiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)

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Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Deutschlands Interventionsbilanz (III)
  2. NATO-Militärmanöver Defender 2020: Trainieren für den Krieg in Europa
  3. Der Mann, der die SPD beherrscht
  4. Neue SPD-Führung: Wir hätten da ein paar Ideen
  5. Produktivität erklärt Einkommen nicht
  6. Arbeiten am Limit: Arbeitsstress bleibt auf hohem Niveau
  7. Crowdworker bleiben (vorerst) allein zu Haus. Ohne ein Arbeitsverhältnis. Die IG Metall zeigt sich enttäuscht, andere hingegen sind zufrieden
  8. Gilde Brauerei: Frontalangriff auf die Mitbestimmung!
  9. Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“
  10. SUVs fressen alle CO2-Einsparungen von PKW auf
  11. Die blinden Flecken der CO2-Steuer
  12. Wie sich osteuropäische Oligarchen an EU-Geldern bereichern
  13. BaFin-Chef warnt: Geschäftsmodell der Pensionskassen in Gefahr
  14. 175 Millionen Euro: Bundesregierung gibt mehr Geld für externe Berater aus
  15. Lektionen in Demut

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Deutschlands Interventionsbilanz (III)
    Nach ihrem Truppenbesuch in Afghanistan fordert Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr. Man müsse sich fragen, ob man es “unterlassen” könne, prinzipiell verfügbare “Möglichkeiten … auch einzusetzen”, erklärte Kramp-Karrenbauer mit Blick auf eine mögliche Gefährdung deutscher Soldaten am Hindukusch. In der Tat spitzt sich die Lage dort beinahe 18 Jahre nach dem Beginn des Bundeswehreinsatzes immer weiter zu. Die Zahl ziviler Opfer bei Kampfhandlungen hat nach Angaben der UNO im dritten Quartal 2019 den höchsten Stand seit Beginn der UN-Aufzeichnungen im Jahr 2009 erreicht. Die Zahl der Ziviltoten bei Luftangriffen, die zu drei Vierteln auf Bombardements internationaler Truppen – der Sache nach US-Kampfjets – zurückgeht, ist mit 579 von Januar bis September 2019 ebenfalls auf den höchsten Stand seit 2009 gestiegen. Nur gut die Hälfte des Landes wird von der Regierung kontrolliert. Die soziale Lage ist desolat; zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sind akut unterernährt.
    Quelle: German Foreign Policy
  2. NATO-Militärmanöver Defender 2020: Trainieren für den Krieg in Europa
    Für das nächste Jahr planen die USA eine militärische Großübung mit allein 37.000 US-Soldaten in Europa. Nach Angaben der US-Armee sei es Ziel, die Einsatzbereitschaft der NATO zu stärken und mögliche Gegner abzuschrecken. Deutschland fungiert hierbei als logistische Drehscheibe. Die Friedensbewegung plant Proteste. […]
    Die Verlegung von Personal und Gerät im Rahmen von „Def 20“ nach Osten soll schwerpunktmäßig Ende April und im Mai 2020 erfolgen; in der Luft, per Binnenschifffahrt, auf den Schnellstraßen und auf den Schienen der Deutschen Bahn. Unterstützung finden die US-Streitkräfte hierzulande durch drei Bundeswehrstandorte, die „Convoy Support Center“ in Garlstedt (Niedersachsen), in Burg (Sachsen-Anhalt) und in der Oberlausitz. Über die logistische Beteiligung hinaus sollen im Rahmen von „Def 20“ Gefechtsübungen hierzulande stattfinden, so in Grafenwöhr in der Oberpfalz. Die Übung ist ferner in klimapolitischer Hinsicht bedenklich.
    Quelle: Justice Now
  3. Der Mann, der die SPD beherrscht
    Kevin Kühnert ist der Kopf hinter dem Wahlerfolg von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Sie sind angetreten, die SPD umzukrempeln. Aber nicht zu sehr.
    Quelle: Spiegel Online

    dazu: Warum sind die Jusos plötzlich so mächtig?
    Wer derzeit die Berichterstattung über die SPD und ihre neue Spitze verfolgt, könnte fast den Eindruck bekommen, das Wahlergebnis habe nichts mit den Kandidaten zu tun, nichts mit ihren Ideen oder der Politik der vergangenen Jahre, sondern vor allem einem Mann: Kevin Kühnert (30), Vorsitzender der Jusos und seit neustem auch Kandidat für den Vize-Vorsitz der Partei.
    Quelle: bento

    Anmerkung JK: Der Spiegel macht seinen Namen als Deutschlands erstes Kampagnenmedium neben der Bild-Zeitung wieder alle Ehre. Nun schießt man sich also auf den Juso-Vorsitzenden Kühnert ein. Dieser wird als sinistrer Strippenzieher hinter den Kulissen dargestellt, wohl mit der perfiden Intention, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als dessen Marionetten zu desavouieren. Selbst der Kinderkanal, von Spiegel Online, „Bento“, der jungen Menschen um die Zwanzig ansprechen soll, sich aber nur dadurch auszeichnet, dass die neoliberale Propaganda dort mit etwas Diversitätspolitik und Selbstfindungsthemen angereichert auf intellektuellen Kindergartenniveau vermittelt wird, wird in die Kampagne mit eingespannt. Wie Jens Berger heute bereits anmerkte sollte man sich somit als kritischer und am politischen Zeitgeschehen interessierter Bürger endgültig von der Vorstellung verabschieden, dass von den Leitmedien eine neutrale und differenzierte Berichterstattung zu erwarten ist.

  4. Neue SPD-Führung: Wir hätten da ein paar Ideen
    Die Ideen des neuen SPD-Führungsduos gelten als spinnert links. Dabei ist das, was Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans vorschlagen, ökonomisch ziemlich vernünftig.
    Plötzlich Chef! Und sagen wir so: Richtig souverän kommen Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken noch nicht herüber. Das könnte erklären, warum sich mancher Kommentator in den vergangenen Tagen eher kritisch zu der Tatsache geäußert hat, dass die beiden jetzt die SPD führen sollen. Um es nett zu formulieren.
    Dabei wirkt bei nüchternerer Einordnung eher der Spott bizarr – zumindest wenn es um das geht, was das vermeintlich so links-verrückte Traumduo wirtschaftspolitisch vorgeschlagen hat. Würde man die Ideenliste einer beliebigen Auswahl international renommierter Ökonomen vorlegen, würde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine klare Mehrheit bekommen – ökonomisch vernünftig. Und womöglich bei ähnlichem Verfahren auch im Volk. Könnte nur sein, dass der eine oder andere in Berlin zur Einsicht noch ein bisschen braucht – und es besser ist, die GroKo so lange noch durcharbeiten zu lassen.
    Quelle: Thomas Fricke auf Spiegel Online
  5. Produktivität erklärt Einkommen nicht
    Kennen Sie den Witz über Ökonomen, die ihre Theorie testeten, indem sie sie einfach als wahr definierten? Nun, das ist leider kein Witz. Es ist gängige Praxis. Mainstream-Ökonomen behaupten, dass Produktivität das Einkommen erkläre. Und »testen« dies, indem sie unter Rückgriff auf Einkommen Produktivität definieren.
    Quelle: Blickpunkt WiSo
  6. Arbeiten am Limit: Arbeitsstress bleibt auf hohem Niveau
    Morgens schon mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit, weil die Arbeitsmenge die ansteht, einfach zu hoch und nicht zu schaffen ist? So geht es leider immer noch vielen Beschäftigten in Deutschland – wie der DGB-Index Gute Arbeit 2019 zeigt.
    Schwerpunkt der diesjährigen Auswertung des DGB-Index Gute Arbeit ist die Arbeitsintensität der Beschäftigten in Deutschland. “Das Problem zu hoher psychischer Belastung in der Arbeitswelt ist seit Jahren bekannt”, sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. “Für einen Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat sich jedoch wenig geändert. Die aktuellen Befunde des DGB-Index Gute Arbeit zeigen: Der Arbeitsstress bleibt auf einem besorgniserregend hohen Niveau.”
    Mehr als die Hälfte der Befragten (53%) berichten, dass sie sich bei der Arbeit sehr häufig oder oft gehetzt fühlen.
    Und bei vielen Beschäftigten scheint die Arbeitsbelastung sogar noch zu steigen: Mehr als ein Drittel (34%) der Befragten berichtet, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten mehr Arbeit verrichten mussten, als noch ein jahr zuvor.
    Quelle: DGB

    dazu: Die erschöpfte deutsche Arbeitswelt
    Interessant ist hier die Beobachtung, dass die Überlastung zwar in allen Berufssektoren weit verbreitet ist, aber “besonders häufig” Beschäftigte in IT- und naturwissenschaftlichen Berufen betroffen seien. 35 Prozent der Befragten gaben in diesem Sektor an, “die Arbeitsmenge (sehr) häufig nicht in der vorgesehenen Arbeitszeit schaffen zu können”.
    Eine Abbildung auf Seite 5 des PDFs veranschaulicht, dass die Alarmbalken in rot und orange, die die Überlastung anzeigen – “die Arbeitsmenge wird in der vorgesehenen Zeit nicht geschafft” -, bei den Kategorien “komplexe Spezialistentätigkeit” und “hochkomplexe” Tätigkeit besonders ausgeprägt sind. Sie entsprechen 30 Prozent und 36 Prozent, die in den beiden Kategorien mit “sehr häufig” und “oft” geantwortet haben.
    Bei den Spezialisten und hochkomplex Tätigen könnte der Druck mit dem viel berichteten Fachkräftemangel in diesem Tätigkeitsbereichen zu erklären sein, der zur Personalnot und Überlastung führt. Bei der Kategorie “Helfer und Anlerntätigkeit” wie auch bei der “fachlich ausgerichteten Tätigkeit” zeigen sich dagegen die weitaus größten Balken in gelb und grün bei den Antworten “selten” und “nie” (80 Prozent bei den Helfern und 76% bei den fachlich ausgerichtet Tätigen).
    Quelle: Telepolis

  7. Crowdworker bleiben (vorerst) allein zu Haus. Ohne ein Arbeitsverhältnis. Die IG Metall zeigt sich enttäuscht, andere hingegen sind zufrieden
    In den vergangenen Jahren musste man nur von Crowd- oder Clickworkern raunen, um bereits eine mehrfach so hohe Aufmerksamkeit zu bekommen als wenn man über scheinbare „banale“ Arbeiten spricht, die jeder zu kennen glaubt. Die aber wiederum von Millionen Arbeitnehmern gemacht werden.
    Aber allein die Frage, wie viele tun es denn, die Arbeit in der Crowd, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Wenn, dann nur näherungsweise und Pi-mal-Daumen. Das Bundesarbeitsministerium teilt uns dazu mit: »Wie der erste Bericht des „Crowdworking-Monitors“ zeigt, geben derzeit rund fünf Prozent (4,8 %) der Befragten an, auf so genannten Gig-, Click- oder Crowdworking-Plattformen aktiv zu sein. Rund 70 % von ihnen erzielen auf diese Weise ein Erwerbseinkommen – zumeist im Nebenverdienst. Allerdings arbeitet auch rund ein Drittel der befragten Crowdworker mehr als 30 Stunden pro Woche plattformvermittelt, 24 % sogar mehr als 40 Stunden pro Woche. Insgesamt 40 % der befragten aktiven Crowdworker erzielen dementsprechend Verdienste über 1000 € pro Woche.« Das Ministerium bezieht sich hier auf diese im vergangenen Jahr vorgelegte Veröffentlichung von Oliver Serfling (2018): Crowdworking Monitor Nr. 1. Ein Blick in das Original hilft, die Datenqualität einzuschätzen: »Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf einer kontinuierlichen Online-Erhebung die vom Online-Umfrage-Unternehmen Civey … durchgeführt wird.« Es ist eben ein relatives neues und weitgehend umbeackertes Feld.
    Quelle: Aktuelle Sozialpolitik
  8. Gilde Brauerei: Frontalangriff auf die Mitbestimmung!
    Tarifloser Zustand seit 2016, schlechtere Bedingungen für Neu-Eingestellte und nun auch noch die Zerschlagung des Betriebsrates. Die Geschäftsführung treibt ein übles Spiel mit der Belegschaft der Gilde Brauerei, dem ältesten Betrieb Hannovers. Was die Hintergründe sind und was Gewerkschaft und Betriebsrat forden, ist im #schlaglicht Nummer 44/2019 zu lesen.
    Vor einer Woche haben die niedersächsischen Weihnachtsmärkte ihre Pforten geöffnet. Viele nutzen die Gelegenheit und lassen sich an den kalten Abenden ein heißen Glühwein schmecken. Das ist aber nur eine kleine Zwischenepisode. Für gewöhnlich greifen die Norddeutschen – speziell in Hannover – gerne auf ein frisch Gezapftes zurück. Gerne auch aus der Gilde Brauerei, dem ältesten Betrieb der Stadt. Doch mittlerweile hat sich ein extrem bitterer Beigeschmack eingestellt. Nicht aufgrund des Bieres, das dank der Beschäftigten beste Qualität hat. Sondern wegen des üblen Spiels, das die Geschäftsführung mit der Belegschaft treibt!
    Im Jahr 2016 hat die TCB-Beteiligungsgesellschaft die Gilde Brauerei erworben. Seitdem befindet sie sich in einem tariflosen Zustand und es wird mit zweierlei Maß gemessen. Für alle Neueingestellten – 50 Prozent der Beschäftigten – gelten keine Tarifverträge. Das geht für sie mit schlechteren Bedingungen einher: Sie müssen mit niedrigeren Löhnen auskommen. Ihnen wird kein Weihnachtsgeld ausbezahlt und das Urlaubsgeld beträgt nur noch die Hälfte. Auch die Schichtzuschläge und die Altersvorsorge fallen erheblich dürftiger aus (siehe Tabelle). Damit landen bei gleicher Tätigkeit jährlich 15.000 Euro weniger im Geldbeutel der Beschäftigten.
    Quelle: DGB Niedersachsen #schlaglicht
  9. Leergut im Steuerrecht: „Ein Schlag gegen das Pfandsystem“
    Immer mehr Brauer füllen ihr Bier in Flaschen mit eigener Gravur ab. Umweltschützer warnen, das steigere die Transportwege. Jetzt droht der alten Norm-Bierflasche auch noch steuerrechtlich ein Nachteil. […]
    Grund für die Aufregung ist ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die Finanzämter, über das zunächst die „Lebensmittelzeitung“ berichtet hat. Demnach soll Leergut bilanziell neu bewertet werden. Für gewöhnliche Pfandflaschen sollen künftig keine Pfandrückstellungen mehr möglich sein. Brauereien, die bislang für im Umlauf befindende Pfandflaschen Rückstellungen in ihren Bilanzen gebildet haben, müssen diese Rückstellungen auflösen, was einmalig ihren buchhalterischen Gewinn und damit ihre Steuerlast erhöht. Dass Individualflaschen anders als normale Pfandflaschen ohne Gravur betrachtet werden, liegt an einer Kuriosität.
    Quelle: FAZ
  10. SUVs fressen alle CO2-Einsparungen von PKW auf
    Der Trend zum «Strassenpanzer» hält an. SUVs verbrauchen so viel Sprit, dass es alle CO2-Einsparungen bei Kleinwagen aufwiegt.
    Mehr als ein Drittel aller verkauften Personenwagen sind SUVs. 39 Prozent aller Konsumenten weltweit kauften im vergangenen Jahr einen der Stadt-Offroader, wenn sie ein neues Auto brauchten, Tendenz seit Jahren steigend. Diese Zahl hat die Internationale Energieagentur IEA Mitte Oktober als Vorabmeldung zum «World Energy Outlook 2019» veröffentlicht. Die Agentur bewertet jedes Jahr den Weltenergiekonsum und prognostiziert in drei möglichen Szenarien die zukünftige Entwicklung.
    In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Anteil der SUVs weltweit verdoppelt, stellt die Energieagentur fest. In der EU ist schon jeder dritte Neuwagen ein SUV, in den USA fast jeder zweite. Auch die wohlhabende Schweiz setzt auf den allradgetriebenen Wagen: Laut «Blick» haben inzwischen die Hälfte aller Neuwagen 4×4. Für Geländefahrten sind sie meist nicht gedacht, eher für das raue Zürcher Pflaster. Ihre Fahrer loben vor allem das hohe Sicherheitsgefühl und die – im wörtlichen Sinne – gute Übersicht.
    Quelle: Infosperber
  11. Die blinden Flecken der CO2-Steuer
    Die politischen Kämpfe um die CO2-Steuer verstellen den Blick auf die wesentlichen Fragen. Bei der Bekämpfung der Klimakrise geht es nicht vorrangig um die Höhe einer CO2-Steuer, sondern um die notwendigen Anpassungsinvestitionen in ökologische Alternativen – öffentlich wie privat. Im Rahmen eines umfassenden Maßnahmenpakets wird man sich auch mit einer gezielten CO2-Bepreisung beschäftigen müssen. Wegen der verteilungspolitischen Probleme ist es aber fraglich, ob die CO2-Steuer hier die optimale Lösung darstellt. Effizienter erscheinen zielgerichtete Bepreisungsmaßnahmen wie ein Öffi-Bonus für PendlerInnen. Die Anreizeffekte können mit einer CO2-Steuer mithalten, die sozialen Verwerfungen aber sind gleich null.
    In der politischen Debatte tut man so, als wäre die CO2-Steuer etwas völlig Neues. Tatsächlich gibt es aber bereits eine CO2-Besteuerung in Österreich, nur eben keine explizite. Ein klassisches Beispiel ist die Mineralölsteuer. Sie wird in Euro pro Liter bemessen, besteuert den CO2-Ausstoß beim Verbrennen von Diesel aber genauso wie eine explizite CO2-Steuer. Andere Beispiele für implizite CO2-Steuern sind die Energieabgaben, die „Autosteuern“ oder die neuen Flottenziele der EU. Man kann darüber diskutieren, ob diese impliziten CO2-Steuern ineffizient oder zu niedrig sind, aber man sollte nicht so tun, als wären sie inexistent. Problematisch ist auch, dass es in der politischen Debatte immer um die CO2-Steuer geht, so als gäbe es nur eine einzige. Tatsächlich aber gibt es unzählige Modelle einer expliziten CO2-Besteuerung. Die wichtigste Unterscheidung ist jene zwischen einem Handelssystem (wie dem Emissions Trading System, ETS, für Energiewirtschaft und Schwerindustrie auf EU-Ebene) und einer CO2-Steuer im engeren Sinn, um die es in diesem Artikel hauptsächlich gehen wird. Zur besseren Veranschaulichung werden hier drei prototypische Varianten einer solchen CO2-Steuer herausgegriffen, die gut aufzeigen, wie wichtig eine genaue Unterscheidung ist.
    Quelle: A&W Blog
  12. Wie sich osteuropäische Oligarchen an EU-Geldern bereichern
    Land macht Politik: EU-Landwirtschaftssubventionen machen in Osteuropa die politische Klasse reich und mächtig.
    Wenn in der EU von Landwirtschaft die Rede ist, geht es meist um Geld. Viel Geld: 60 Milliarden Euro verteilt die Gemeinschaft jedes Jahr an die europäischen Landwirte, dreimal mehr als die USA. Gedacht waren sie ursprünglich, um den Zusammenhalt zu fördern und den Umbau der EU in eine wirtschaftlich ausgeglichene Gemeinschaft zu unterstützen. Landwirtschaftlich geprägte Regionen sollten nicht veröden und die Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleiben.
    Quelle: Infosperber
  13. BaFin-Chef warnt: Geschäftsmodell der Pensionskassen in Gefahr
    Das Geschäftsmodell der Pensionskassen gerät in Zeiten niedriger Zinsen immer mehr unter Druck. Nach Recherchen der ARD müssen Versicherte bei drei Kassen schon Kürzungen von bis zu 300 Euro im Monat akzeptieren: ein Haftungsrisiko auch für Arbeitgeber. Die Finanzaufsicht warnt vor einer existenzbedrohenden Gefahr für das Geschäftsmodell.
    Quelle: Versicherungsbote
  14. 175 Millionen Euro: Bundesregierung gibt mehr Geld für externe Berater aus
    Die Bundesregierung hat im Jahr 2018 rund 175 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben – rund 30 Millionen Euro mehr als noch im Jahr zuvor. Dies geht aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Das Bundesinnen– und das Bundesverkehrsministerium waren für einen Großteil der Aufträge verantwortlich.
    Quelle: Handelsblatt
  15. Lektionen in Demut
    Vor einem Jahr ist der Fälscher Claas Relotius aufgeflogen. Was hat der Journalismus aus dem Fall gelernt? Und was muss die Branche noch lernen? Netzwerk Recherche und Akademie Tutzing haben bei einer Tagung nach Antworten gesucht. Kompliziertes komplex lassen, lautete eine. […]
    Seit jenem Mittwoch im Dezember 2018 pendelt die Branche zwischen Schockstarre und Aktionismus. Es folgten vor allem technische Reaktionen: Die Faktenchecks in den Redaktionen wurden verschärft. Der “Spiegel” schreibt ein 75-seitiges Handbuch für seine AutorInnen, in dem erklärt werden soll, was geht und was nicht. “Die Zeit” erarbeitet ein ebensolches Papier für ihre Redaktion, und die “Süddeutsche Zeitung” entwickelt eine Datenbank, in der künftig sämtliches Recherchematerial archiviert werden und so schneller prüfbar sein soll.
    Dass das allein nicht reicht, machte jetzt auch eine Tagung von Netzwerk Recherche und der Akademie für Politische Bildung (APB) Tutzing am Starnberger See deutlich. Unter dem Titel “Jetzt mal ehrlich! Was Journalismus aus den Täuschungsfällen lernen muss” diskutierten rund 40 JournalistInnen zwei Tage lang über die Folgen des Relotius-Skandals. Die beiden meist genannten Begriffe waren: Demut und Transparenz. Demut der Reporter gegenüber Sprache, Thema und den Menschen, über die sie berichten. Und Transparenz gegenüber den LeserInnen, damit diese die journalistischen Texte besser einschätzen können.
    Quelle: Kontext: Wochenzeitung

by Redaktion at December 06, 2019 03:20 PM

Agenda 2010 Leaks

Mir flüsterte ein Vögelchen aus der BVV: KEINE SANKTIONEN im JC Pankow!

Mein heimisches Jobcenter Berlin Pankow soll angeblich keinerlei Sanktionen mehr verhängen "bis zum Inkrafttreten eines neuen Gesetzes"!

Das ist doch SUPER und gibt einiges an Raum und "Narrenfreiheit" vielleicht auch bei Leuten, die nicht "so drauf sind wie meine Wenigkeit" ;-)

Der Aktivist Perry Feth schrieb im Freitag auch über einen Fall eines Pankower Vaters (U25), der sanktioniert worden war und das gerichtlich kippen konnte.
(Folgt).

Gruß auf´m Sprung - die Gerüchte bald durch eigene Anfrage erforschend,
FriGGa

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @FriGGa 1|2|3|.., December 06, 2019 at 03:52PM

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by Sepiano Denkaser (noreply@blogger.com) at December 06, 2019 02:58 PM

Klimareporter

Brasilien will zehn Milliarden Dollar

Ein erfolgreicher Abschluss des Klimagipfels in Madrid ist nicht sicher, obwohl es nur um wenige Themen geht. Dadurch bleibt auch mehr Zeit für taktische Spielchen. Selten aber ist ein Land so unverfroren auf einer Klimakonferenz aufgetreten wie jetzt Brasilien.

December 06, 2019 02:52 PM

Freie Radios

Zur Kritik an Peter Handkes "Winterlicher Reise" (Serie 1002: CX - Corax - Kultur - Protur)

Als die Schwedische Akademie bekannt gegeben hat, den Literaturnobelpreis in diesem Jahr an Peter Handke verleihen zu wollen, hat dies für eine Kontroverse gesorgt. Im Zentrum der Kritik standen Handkes Positionen zu Serbien und zum Bosnien-Krieg. Diese Positionen hatte Peter Handke etwa in seiner "Winterlichen Reise" dargelegt - einem Reisebericht durch Serbien und an die serbisch-bosnische Grenze. Lukas von Radio Corax hat Peter Handkes Reiseberichte gelesen und kritisch besprochen.

by Tagesaktuelle Redaktion (Radio Corax, Halle) at December 06, 2019 02:50 PM

Was passiert gerade in Südamerika - Interview mit Dr. Pfeiffer von der Uni Rostock

Eine einstündige Sondersendung, in der Redakteur Lennart mit dem Politikwissenschaftler Dr. Christian Pfeiffer von der Uni Rostock über die aktuellen Geschehnisse in Bolivien, Argentinien und Chile redet. Anlass ist je der Rücktritt von Evo Morales, die Wahl von Alberto Fernandez und die massiven Proteste in Chile.

by Lennart Radio LOHRO Tagesredaktion (Lohro Rostock) at December 06, 2019 02:35 PM

Fokus Südwest vom 8.12.2019 (Serie 614: Fokus Südwest)

Meldungen: - Schweinepest: Vorrücken wahrscheinlich - Pyrotechnik: Führerscheinentzug für Störer - Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit im Haller Landkreis steigt leicht an - Landesgartenschau: OB Grimmer zuversichtlich Beiträge: - Synodalwahl 2019: Anette Sawade für Kreis Hall und Umgebung gewählt

by Thore Kurz, Levy Unger, Cathrin Weiß (St(H)örfunk, Schwäbisch-Hall) at December 06, 2019 02:33 PM

Agenda 2010 Leaks

„Gib! Und frag nicht, was du bekommst!“

Mit einem Benefizkonzert am 15. Dezember unterstützen Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys Hinz&Kunzt und Hilf Mahl! Wir haben mit Ulrich Tukur und Bandmitglied Günter Märtens über Heimat, Armut und die Wichtigkeit, in diesen Zeiten Verantwortung zu übernehmen gesprochen.

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, December 06, 2019 at 03:16PM

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by Sepiano Denkaser (noreply@blogger.com) at December 06, 2019 02:31 PM

Freie Radios

Informationsstelle Militarisierung

Mitgliederkampagne beendet: Danke!

Liebe (Neu-)Mitglieder, liebe Sympathisant*innen, wir bedanken uns herzlich für die breite Unterstützung und die vielen Reaktionen auf unsere Mitgliederkampagne! Wir freuen uns, grandiose 86 Neumitglieder seit Beginn der Kampagne im September 2019 begrüßen zu dürfen: Ein herzliches Willkommen und Dankeschön! (…)

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by IMI at December 06, 2019 01:35 PM

Freie Radios

Focus Europa Nachrichten vom Freitag, dem 6. Dezember

-Möglicherweise über tausend Tote bei sozialen Protesten in Iran -Neuer Bericht über Foltermethoden des CIA auf Guantanamo -DGB für Fortsetzung der GroKo -Massensterben von Einsiedlerkrebsen in Plastikmüll

by Jan (Radio Dreyeckland, Freiburg) at December 06, 2019 01:32 PM

Agenda 2010 Leaks

Mindestens 2600 Wohnungen stehen leer

2600 leerstehende Wohnungen sind derzeit den Bezirksämtern bekannt – 860 mehr als vor einem halben Jahr. In der Mehrzahl der Fälle sei der Leerstand gerechtfertigt, erklärt der Senat auf Bürgerschaftsanfrage der CDU. Die beklagt „mangelhafte Durchsetzung“ des Wohnraumschutzgesetzes.

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, December 06, 2019 at 02:20PM

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by Sepiano Denkaser (noreply@blogger.com) at December 06, 2019 01:31 PM

Klimareporter

SPD will sich jungen Klimaschützern "nicht entfremden"

Vom neu gewählten Führungsduo der SPD, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, wird auch in der Umwelt- und Klimapolitik ein Neustart erwartet. Was dazu heute in Berlin auf dem SPD-Parteitag zu hören war, macht noch wenig Hoffnung.

December 06, 2019 01:28 PM

Freie Radios

Weniger Macht für den Präsidenten | Interview mit Bernhard Schlink

Das Grundgesetz unseres Landes wurde in diesem Jahr 70 Jahre alt. Jurist und Bestseller-Autor Bernhard Schlink (Der Vorleser) tourte mit dem Grundgesetz und dem Musiker Wolfgang Stute durch 3 Städte, u. a. gastierte er auch in Erfurt. Im Radio F.R.E.I.-Gespräch erzählt er, unter welchen provisorischen Bedingungen 1949 das Grundgesetz entstand und wie eine mögliche neue DDR-Verfassung ausgesehen hätte.

by Reinhard Hucke (Radio F.R.E.I., Erfurt) at December 06, 2019 12:45 PM

Nachdenkseiten

Ein Rundumversager macht das Maul auf: Sigmar Gabriel

Guten Tag, liebe Delegierte des SPD-Parteitages und alle anderen interessierten Beobachter des Geschehens, pardon, aber freundlicher als in der Überschrift kann man die auf die Delegierten zielenden heutigen Aussagen des früheren SPD-Vorsitzenden Gabriel nicht kennzeichnen. Es ist das übliche Spiel: der Versuch der Fremdbestimmung der SPD! Im konkreten Fall versucht ein Medienkonzern, Holtzbrinck, gleichlautend in zwei seiner mächtigen Organe, im Berliner Tagesspiegel und im Handelsblatt, die Meinung der SPD-Delegierten zu beeinflussen. Der gesamte Niedergang der SPD ist von Versuchen dieser Fremdbestimmung begleitet. Erfolgreich für die Einflussnehmer, verheerend für die SPD und so soll das wohl auch weitergehen. Es sei denn, die SPD-Delegierten besinnen sich auf ihre Autonomie. Bitte weitersagen! Albrecht Müller.

Das Folgende erschien heute früh im Handelsblatt und zugleich im Berliner Tagesspiegel:

GASTKOMMENTAR
Scharfe Kritik an der SPD: Sigmar Gabriel fordert Kurswechsel in der Sozialpolitik
Der frühere Parteivorsitzende Sigmar Gabriel kritisiert die designierte SPD-Führung. Es brauche jetzt ein Zukunftsprogramm – und ein Bekenntnis zur Großen Koalition.

Die SPD-Delegierten werden davor gewarnt, sich auf ihre programmatische Idee und Verpflichtung zur Sozialstaatlichkeit zu besinnen. Das geschieht mit geballter Kraft. Im Handelsblatt Morning Briefing erschien ein ungewöhnlich langer Text zur Einführung und zum Hinweis auf den Gabriel-Text. Offensichtlich ist das ein Anliegen der Chefredaktion und vermutlich auch des Verlegers Holtzbrinck. Andernfalls wäre die gleichlautende Veröffentlichung beim Tagesspiegel und im Handelsblatt nicht zu erklären.

Im Kern geht es um den Versuch, die SPD davon abzubringen, sich der Bedeutung des Sozialstaatlichkeit unseres Landes und der Bedeutung der Sozialstaatlichkeit als Programmelement der SPD zu erinnern.

Bemerkenswert ist, dass man sich Sigmar Gabriel ausgesucht hat, um die SPD-Delegierten zu beeinflussen. Denn hier handelt es sich um einen Rundum-Versager. Das ist keine Übertreibung:

  • Sigmar Gabriel hat im Jahre 2000 in Niedersachsen das Amt des Ministerpräsidenten von Gerhard Schröder übernommen. Dieser hatte im März 1998 die Mehrheit geholt, wechselte dann 1998 ins Kanzleramt und Sigmar Gabriel wurde von der vorhandenen Landtagsmehrheit im Dezember 1999 zum Ministerpräsidenten gewählt. Bei der daraufhin folgenden Landtagswahl im Jahre 2003 verlor die SPD mit Gabriel 14,5 % und das Amt des Ministerpräsidenten. Gabriel war abgewählt.
  • Vom Dezember 2009 bis 2017 war Sigmar Gabriel SPD-Vorsitzender. Die SPD sank bei Bundestagswahlen in dieser Zeit von 23 % auf 20,5 %, also von historisch niedrigem Niveau auf ein noch niedrigeres Niveau. Mit Gabriel ist der Niedergang in vielerlei Weise verbunden.
  • Es gibt übrigens eine personelle Parallele, in vieler Hinsicht: wie Sigmar Gabriel, so gelang es auch Peer Steinbrück nicht, bei einer Landtagswahl das ohne Wahlen gewonnene Amt des Ministerpräsidenten zu verteidigen. Er hatte 2002 das Amt von Clement übernommen, der nach Berlin wechselte, und dieses Amt dann bei der Wahl 2005 nicht verteidigen können.
  • Beiden, Steinbrück und Gabriel, ist gemeinsam, dass sie sich nach verlorenen Wahlen anmaßen, der SPD und ihren Delegierten Ratschläge zu erteilen. Und in beiden Fällen weist die Richtung dieser Ratschläge in Richtung neoliberal einerseits und Niedergang andererseits.
  • Gabriel hat gar nicht versteckt, in wessen Geist und wessen Auftrag er diese Fremdbestimmung seiner Partei zu erledigen versucht: er hat im Jahre 2019 das Amt des Vorsitzenden der Atlantikbrücke von Friedrich Merz übernommen. Das passt, Atlantiker und Neoliberaler, Merz und Gabriel.

Was nicht verständlich wäre: wenn sich die SPD-Delegierten von dieser Art von Einflussagenten beeindrucken ließen. Wenn das passiert, dann ist der weitere Niedergang programmiert.

Titelbild: 360b / Shutterstock

by Albrecht Müller at December 06, 2019 12:45 PM

wohnhaft.de

Geile Dokus - egal was

Würde gerne meinen horizont erweitern. Welche Dokus könnt ihr Empfehlen?

EDIT: WIR HABEN AUCH EINE MEDIATHEK ;)

by dokumind at December 06, 2019 12:43 PM

Agenda 2010 Leaks

Duschbus für Obdachlose startet

Am heutigen Freitag tritt der Hamburger Duschbus für Obdachlose seinen Dienst an. Seit dem Frühjahr lief vorher eine Crowdfunding Kampagne. In unserer Dezemberausgabe haben wir den Bus vorgestellt.

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, December 06, 2019 at 01:09PM

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by Sepiano Denkaser (noreply@blogger.com) at December 06, 2019 12:31 PM

Freie Radios

Generalstreik in Frankreich (Serie 1000: CX - Corax - Soziales - Strike)

Seit gestern streiken in Frankreich über 800.000 Menschen. Anlass gab die Rentenreform von Präsident Macron. In Paris kam es mit über 6000 Polizisten im Einsatz zu Ausschreitungen und Festnahmen, der öffentlich Nahverkehr wurde fast vollständig lahm gelegt. Im Interview erklärt Bernhard Schmid, freier Autor und Journalist, die Auslöser, Ausmaße und politische Einordnung der Proteste.

by Radio Corax (Radio Corax, Halle) at December 06, 2019 12:25 PM

Nachdenkseiten

Generalstreik in Frankreich

Macrons Rentenreformpläne haben den Widerstand der Franzosen einmal mehr herausgefordert. Seit gestern legt ein Generalstreik Teile des Landes lahm. Marco Wenzel hat sich für die NachDenkSeiten Gedanken zu dem Streik gemacht und zeichnet die lange Vorgeschichte ab. Eine Berichterstattung zu den aktuellen Geschehnissen folgt in den nächsten Tagen.

Macron und sein Weg an die Macht

Francois Hollande, der 2012 die Präsidentschaftswahlen in Frankreich noch mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang gewonnen hatte, hatte die Sozialdemokratie in Frankreich in nur 5 Jahren Amtszeit mit einer neoliberalen Politik im Stil von Tony Blair und Gerhard Schröder so an die Wand gefahren und seine Wähler damit so enttäuscht, dass der Kandidat der PS (Parti socialiste) nur noch 6,4 Prozent der Stimmen bekam. Hollande selber wagte es nicht, nochmals zu kandidieren und wurde damit der erste Präsident Frankreichs mit nur einer Amtszeit.

Emmanuel Macron war Wirtschaftsminister unter der Präsidentschaft von Francois Hollande und ist dessen Nachfolger geworden. Macron kam im Mai 2017 als Präsident Frankreichs ins Amt. Er stand bereits zuvor als Wirtschaftsminister stets der Finanzwirtschaft nahe, von wo er als ehemaliger Investmentbanker ja auch herkommt. Im Sommer hatte er die Zeichen der Zeit erkannt. Er merkte, dass die Sozialisten bei den nächsten Wahlen abgewählt werden würden und war nach zahllosen Streitigkeiten mit seinen Kabinettskollegen als Wirtschaftsminister zurückgetreten. Er hatte bereits im April 2016 eine eigene politische Bewegung mit dem Namen „La République en marche“, auf Deutsch etwa: Die Republik auf ihrem Weg, mit einem neoliberalen Wirtschafts- und Sozialprogramm gegründet. Jetzt verkündete er seine Kandidatur als unabhängiger Kandidat für die Präsidentschaftswahlen von 2017.

Im ersten Wahlgang im April bekam Macron mit 24 Prozent die meisten Stimmen und trat im zweiten Wahlgang gegen die Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, (21,3 Prozent) an. Um einen Sieg des FN und eine rechtsextreme Präsidentin zu verhindern, riefen jetzt die unterlegenen Kandidaten der PS und der Republikaner zur Wahl von Macron auf. Die Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten von Frankreich war damit keinesfalls die Vorzugswahl der Franzosen. Nach der Bankrotterklärung der französischen Sozialdemokratie wurde Macron, um Schlimmeres zu verhindern und dank seines ungezügelten Machtstrebens, Staatspräsident in einem langen Kampf voller Intrigen und Verrat.

Der lange Weg zum Generalstreik

Macrons Vorgänger Hollande hatte im Juli 2016 bereits eine Arbeitsmarkt-“Reform“ gegen großen Widerstand sowohl der Arbeiterschaft als auch in seiner eigenen Partei durchgesetzt. Die Gewerkschaften organisierten damals Streiks, Demonstrationen und seit dem 31. März täglich nächtliche Mahnwachen, die als „nuits debout“ bekannt wurden, sich aber nach etwa 3 Monaten totliefen. Da Hollande auch auf Widerstand in seiner eigenen Partei gestoßen war und im Parlament keine Mehrheit für sein Gesetz, bei dem manche Parallelen zu den deutschen Hartz-4-Gesetzen zogen, bekommen konnte, musste er einen Verfassungstrick anwenden, damit sein Gesetz auch ohne parlamentarische Mehrheit in Kraft treten konnte. Den gleichen Verfassungstrick hatte er übrigens schon einmal angewendet, um Macron zu seinem Wirtschaftsminister machen zu können. Auch hierbei war eine Mehrheit im Parlament dagegen gewesen.

Bereits kurz nach seinem Amtsantritt nahm Macron nun seine eigene Arbeitsmarkt-“Reform“ in Angriff. Getreu der neoliberalen Theorie, dass Arbeitgeber durch zu strenge Regeln zum Schutz der Beschäftigten davor zurückschrecken, neue Leute einzustellen, wurde der Kündigungsschutz weiter gelockert und die Höhe der Abfindungen bei Entlassungen nach oben begrenzt. Gleichzeitig wurden die Arbeitszeiten nochmals weiter „flexibilisiert“. Das sollte die Arbeitslosigkeit senken. Parallel dazu wurde die Vermögensteuer abgeschafft und die Sozialleistungen wurden gekürzt. Damit hatte Macron seinen Ruf als Präsident der Reichen weg, ein Ruf, dem er auch alle Ehre machte.

Gegen massiven Widerstand der Gewerkschaften konnte Macron im Juni 2016 dann eine Bahnreform nach deutschem Vorbild durchsetzen. Die nationale Eisenbahn SNCF wurde in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und „für den Wettbewerb geöffnet“. Das Eisenbahnerstatut der staatlich beschäftigten Bahnmitarbeiter und ihre Privilegien, wie Frührente, 50 Urlaubstage und Kündigungsschutz, wurden für alle Neueinstellungen abgeschafft. Die Gewerkschaften hatten monatelang gegen die Bahnreform gestreikt, konnten sich aber am Ende nicht durchsetzen. Die Franzosen selber waren mehrheitlich gegen die Privatisierung der Bahn, waren aber in der Frage des Statuts der Beschäftigten geteilter Meinung.

Zudem hatte im März 2018 eine Hochschulreform, in der die Zugangsbedingungen zu den Universitäten und Studienfächern neu geregelt wurde, für Aufregung bei den Studenten gesorgt. Frankreich kennt keinen Numerus Clausus, der Zugang zu den Universitäten ist frei, bei Engpässen entschied das Los. Die Universitäten bekamen nun das Recht, die Studenten auf Grund von Bewerbungsschreiben selber auszuwählen. Die Studenten sprachen von Selektion, Hörsäle wurden blockiert, ganze Universitäten wurden besetzt und man lieferte sich Prügeleien mit der Polizei. Auch die Gewerkschaft der Hochschullehrer sprach sich gegen das Gesetz aus.

Die Gelbwesten

Am 18. November 2018 traten in Frankreich zum ersten Mal die Gelbwesten auf den Plan. Angezogen mit gelben Warnwesten protestierten an diesem Samstag erstmals etwa 300.000 Menschen gegen die Pläne der Regierung, zusätzliche Abgaben auf Benzin und Diesel zu erheben, was den Preis des Treibstoffs um 7 Cent pro Liter bei Benzin und 3 Cent bei Diesel erhöht hätte. Die Treibstoffe waren bereits im vergangenen Jahr um etwa 18 Prozent erhöht worden. Die Bewegung der Gelbwesten entstand von heute auf morgen praktisch aus dem Nichts. An ihr waren die Gewerkschaften diesmal nicht beteiligt, die Aufrufe zum Blockieren der Straßen und Verkehrskreisel wurden über die sozialen Medien im Internet verbreitet. Die Proteste und Aktionen verteilten sich über ganz Frankreich. An den Aktionen beteiligten sich hauptsächlich Menschen aus dem Prekariat, die Wenigsten waren gewerkschaftlich organisiert, aber fast alle kämpften mit drohender oder tatsächlicher Arbeitslosigkeit, geringer Bezahlung und mit prekären Lebensumständen.

Macron nahm zwar schon Anfang Dezember die geplanten Erhöhungen der Treibstoffpreise zurück, aber die Bewegung der Gelbwesten hatte bereits eine eigene Dynamik entwickelt. Ihre Forderungen weiteten sich schon nach kurzer Zeit auf fast alle Bereiche des sozialen und politischen Lebens aus, es kursierte alsbald ein Forderungskatalog mit 42 Forderungen.

Lesen sie dazu: Die Forderungen der Gelbwesten.

Seit diesem 18. November protestierten die Gelbwesten an jedem Samstag, es gab Straßenblockaden und Demonstrationen. Die Polizei reagierte mit massiver Gewalt und es gab an fast jedem Samstag zahlreiche Verletzte. Ein Höhepunkt der Bewegung war die gemeinsame 1.-Mai-Feier mit den Gewerkschaften, danach aber begann die Teilnehmerzahl regelmäßig abzunehmen und zum Schluss nahmen nur noch wenige hundert Menschen an den Demonstrationen teil.

Aber die Gelbwesten waren nicht die einzigen, die 2019 demonstrierten. Auch unter dem Personal der Kranken- und Pflegehäuser und unter den Ärzten rumort es schon seit Langem. Sie klagen über geringe Bezahlung und katastrophale Arbeitsbedingungen. Auch sie organisierten in diesem Jahr bereits mehrere Streiks, Arbeitsniederlegungen und Protestaktionen. Zudem kam es zu Demonstrationen der Feuerwehrleute sowie der Sanitäter und Fahrer der Krankenwagen. Auch sie klagen über eine nicht angemessene Bezahlung und mangelnde Ausstattung bei ihren Einsätzen. Eine Demonstration der Feuerwehrleute im Oktober in Paris endete damit, dass ein Feuerwehrmann von einem Polizeigeschoss getroffen wurde und ein Auge verlor.

Zu all dem kommt noch die Klimabewegung, die auch in Frankreich regelmäßig gegen die drohende Umweltkatastrophe auf die Straße geht.

Am 16. Oktober beschlossen die französischen Gewerkschaften nun einen berufsübergreifenden Streik für den 5. Dezember.

Lesen Sie dazu: Ein Jahr Protest der gelben Westen in Frankreich. Was nun?

Außer der reichen Oberschicht gibt es inzwischen fast keine Gruppe von Menschen mehr, deren Zorn Macron in seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit nicht auf sich gezogen hätte. Dementsprechend groß sind der Zorn und der Unmut, die sich in Frankreich breit gemacht haben und die ein Ventil suchen, sich zu entladen.

Die Rentenreform

Emmanuel Macron möchte als Reformer in Frankreichs Geschichte eingehen und die Rentenreform soll das Herzstück seiner neoliberalen Reformpolitik werden. Bereits 1995 wollte der damalige Premierminister Juppé unter Präsident Chirac eine Rentenreform angehen und insbesondere dabei die Sonderregelungen für Staatsbedienstete abschaffen. Nach heftigen Protesten der Gewerkschaften und nach einem dreiwöchigen Streik, der am 5. Dezember 1995 begann und über die Weihnachtsfeiertage hinausreichte, zog Juppé sein Vorhaben zurück.

Spätestens seitdem der Neoliberalismus als Ideologie in die Regierungen Europas eingezogen ist und deren Politik bestimmt, weiß der „kleine Mann“, was er unter „Reformen“ zu verstehen hat. Bedeuteten zu Zeiten von Willy Brandt und bis Ende der 70er Jahre Reformen noch Verbesserungen der Lebensbedingungen für die Arbeiterschaft und ihre Familien, so wurde das Wort im Zuge neoliberaler Umdeutungen des Wortschatzes von nun an zum Zweck der Verschleierung für Verschlechterungen und für Umverteilung des gesellschaftlich erwirtschafteten Reichtums zugunsten des Kapitals missbraucht. Durch schlechte Erfahrungen über Jahrzehnte sind die Menschen misstrauisch geworden. Nachdem sie zudem noch spätestens seit Anfang der 80er Jahre systematisch von allen Regierungen, ob Rot, Schwarz oder Koalitionen aus Beiden, betrogen, verraten und enttäuscht worden sind, wissen sie, dass, wer von Reformen redet, nur an ihr Portemonnaie heran und sie allein die Zeche zahlen lassen will.

Und so steht dann auch zu erwarten, dass Macrons Rentenreform auf eine Kürzung der Renten und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit hinauslaufen wird, obwohl der konkrete Gesetzestext noch nicht vorliegt.

Die Regierung hatte im Vorfeld gehofft, die Arbeiterschaft spalten zu können, indem sie auf die zahlreichen Sonderregelungen für verschiedene Berufsgruppen, hauptsächlich im Staatswesen, hinweist und behauptet, mit der Rentenreform nur Privilegien abschaffen und dadurch mehr Gerechtigkeit schaffen zu wollen. Doch diesmal, so scheint es, wird die Rechnung nicht aufgehen. Denn längst geht es um mehr als nur um die Renten. Es geht um die allgemeine Verärgerung der Bevölkerung über die wachsende Ungerechtigkeit in der Gesellschaft, um die prekäre Lebenssituation eines Großteiles der Franzosen und um mangelnde Zukunftsperspektiven für die Jugend.

Aussichten

Der Generalstreik erfasst diesmal alle Berufsgruppen, nicht nur Staatsdiener. Lehrer, Krankenschwestern, Ärzte, Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Stromerzeugers EDF und sogar Polizisten sind im Streik. Zahlreiche Nicht-Berufstätige und die Studenten beteiligen sich diesmal an den Demonstrationen.

Wie lange die Streiks und die Proteste dauern werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorhersagen. Macron wird nicht so schnell aufgeben. Aber auch die Gewerkschaften sind entschlossen, dieses Mal nicht mit leeren Händen nach Hause zu gehen.

Die NachDenkSeiten werden ihre Leser über die Geschehnisse in Frankreich auch in den nächsten Tagen auf dem Laufenden halten.

Titelbild: Yann Lagoutte/shutterstock.com

by Redaktion at December 06, 2019 12:23 PM

Agenda 2010 Leaks

Freie Plätze im Winternotprogramm

Die kommenden Tage werden feucht und kühl. Im Winternotprogramm sind aber noch Plätze frei. Das geht aus Zahlen des Betreibers fördern und wohnen (f&w) hervor. Der Kältebus hat derweil gut zu tun. Bis zu zehn Menschen fahren die ehrenamtlichen Helfer jeden Abend in die Notunterkünfte.

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Hinzundkunzt.de, December 06, 2019 at 12:17PM

Feed abonnieren – AutorenBirgit, Hoelderlin, Anita, Ralph ...

by Sepiano Denkaser (noreply@blogger.com) at December 06, 2019 11:31 AM

Freie Radios

Zur Kritik an Peter Handke (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)

Peter Handke ist umstritten - insbesondere seine Texte über Serbien sorgen immer wieder für Polarisierung. Zuletzt hatte Saša Stanišić die Verleihung des Literaturnobelpreises an Handke populär kritisiert. Aber was sind eigentlich die Argumente gegen Handkes Serbien-Bezug? Wir nähern uns dieser Frage, indem wir eine Podcast-Folge vorstellen: "Neues vom Balla-Balla Balkan". https://ballaballa-balkan.de/ Zur Folge über Handke: https://ballaballa-balkan.de/extra-noch-einmal-zu-handke/

by Tagesaktuelle Redaktion (Radio Corax, Halle) at December 06, 2019 10:55 AM

Nachrichten aus der beschädigten Welt (Serie 1000: CX - Corax - Soziales - Strike)

Jobcenter und angrenzende Unerträglichkeiten: Gegen-Hartz.de mit Hinweisen, Wertungen und Handlungsempfehlungen

by Götz Rubisch (Radio Corax, Halle) at December 06, 2019 10:52 AM

Über Peter Handkes Publikumsbeschimpfung (Serie 1002: CX - Corax - Kultur - Protur)

Wir gratulieren Peter Handke zum 77. Geburtstag und empfehlen insbesondere dessen Frühwerk. Im Beitrag besprechen wir Handkes "Publikumsbeschimpfung" aus dem Jahr 1966 - eine immanente Kritik des Theaters.

by Tagesaktuelle Redaktion (Radio Corax, Halle) at December 06, 2019 10:49 AM

40 Jahre RAV (Serie 622: Radia Obskura)

40 Jahre RAV Der RAV - Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. - ist 40 Jahre alt und feierte Ende November in Berlin. Über die Tätigkeiten des Vereins - unter anderem über Perspektiven für das #unteilbar-Bündnis sprachen wir mit Lukas Theune, Rechtsanwalt und Geschäftsführer des RAV. (Teil 1/2) Außerdem berichtete von den Ergebnissen seiner abgeschlossenen Doktorarbeit über Polizeibeamt*innen im Zeugenstand bei Strafverfahren, die 2020 im Nomos Verlag erscheinen wird. (Teil 2/2) https://www.rav.de https://www.lto.de/recht/justiz/j/polizeibeamte-zeugen-strafverfahren-aussagen-besonders-zuverlaessig/

by Radia Obskura &amp; Berliner Runde (PiRadio) at December 06, 2019 10:11 AM

Klimareporter

"Wenn im nächsten Jahr nichts passiert, eskalieren die Proteste"

Klimaaktivisten aus aller Welt wollen heute Abend in Madrid protestieren, um den Regierungen auf dem Weltklimagipfel Druck zu machen. Der spanische Klimaschützer Daniel Seminario spricht im Interview mit Klimareporter° über die Rolle der Klimabewegung in seinem Heimatland.

December 06, 2019 10:07 AM

Freie Radios

VVN-BdA: Antifaschismus ist gemeinnützig! (Serie 622: Radia Obskura)

Anfang November 2019 wurde der VVN-BdA - Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten - die Gemeinnützigkeit entzogen. Begründet wurde dieser Schritt des Finanzamts mit der Nennung des Vereins im Verfassungsschutzberichts in Bayern. Aufgrund einer neuen Direktive kann dieses Argument dafür herangezogen werden. Der VVN-BdA wehrt sich nun gegen den Entzug der Gemeinnützigkeit. Darüber sprachen wir mit Markus Tervooren von der VVN-BdA. Durch Briefe an den Berliner Finanzsenatur, neue Mitgliedschaften und die Unterzeichnung der unten verlinkten Petition kann der Verein unterstütz werden. https://vvn-bda.de/category/aktuelles/ https://www.openpetition.de/petition/online/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben

by Radia Obskura &amp; Berliner Runde StAn (PiRadio) at December 06, 2019 10:05 AM

Agenda 2010 Leaks

Arbeitsminister: Hartz IV Sanktionen sollen bestehen bleiben

Die Diskussionen um die Abschaffung der Hartz IV Sanktionen reißen nicht ab. Für Arbeitsminister Hubertus Heil sind Sanktionen weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Sozialstaats: „Wir brauchen faire Mitwirkungspflichten“. Weiterhin Sanktionen durch Addition? Vergangene Woche wurde ein Weisungsentwurf des Arbeitsministeriums publik, demzufolge Sanktionen von über 30 Prozent über Addition weiterhin möglich gemacht werden sollten. Verschiedene Sanktionen könnten zukünftig einfach zusammengezählt werden, […]

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @HartzIV.org, December 06, 2019 at 10:55AM

Feed abonnieren – AutorenMichael, Hoelderlin, Anita, Ralph ...

by Sepiano Denkaser (noreply@blogger.com) at December 06, 2019 10:02 AM

hartz4.org

Arbeitsminister: Hartz IV Sanktionen sollen bestehen bleiben

Die Diskussionen um die Abschaffung der Hartz IV Sanktionen reißen nicht ab. Für Arbeitsminister Hubertus Heil sind Sanktionen weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Sozialstaats: „Wir brauchen faire Mitwirkungspflichten“. Weiterhin Sanktionen durch Addition? Vergangene Woche wurde ein Weisungsentwurf des Arbeitsministeriums publik, demzufolge Sanktionen von über 30 Prozent über Addition weiterhin möglich gemacht werden sollten. Verschiedene Sanktionen könnten zukünftig einfach zusammengezählt werden, […]

by Jana Hacker at December 06, 2019 09:55 AM

wohnhaft.de

queer non-binary/transfeminine organic gardener Projekts

i am looking 4 queer non-binary/transfeminine organic gardener/farmer projects in germany .. yes i know this place in berlin? are there anymore else?
Peace nd Love

by Arak at December 06, 2019 09:41 AM

Nachdenkseiten

Umfragen – Meinungsmacht und Gradmesser für Meinungsmache

Wer sich gestern den Deutschlandtrend der Tagesthemen angeschaut hat, musste sich verwundert die Augen reiben. Plötzlich soll ausgerechnet Olaf Scholz der beliebteste Politiker Deutschlands sein und gleichzeitig erzielt das designierte neue SPD-Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans verheerende Zustimmungswerte. Das sah zu Wochenbeginn noch anders aus. Aber das war ja auch noch vor der massiven Kampagne gegen jede auch nur noch so kleine Änderung des SPD-Kurses, die in dieser Woche über alle Kanäle auf die Öffentlichkeit einprasselte. Diese Umfragen zeigen einmal mehr, welche Meinungsmacht die klassischen Medien in unserem Land haben und welche Sisyphos-Aufgaben auf die progressive Gegenöffentlichkeit noch zukommen. Von Jens Berger.

Man sagt ja „De mortuis nil nisi bene“ und es ist auch verständlich, dass viele Zeitgenossen Mitleid mit Verlierern empfinden. So ließe sich vielleicht zum Teil die sprunghaft gestiegene Beliebtheit von Olaf Scholz erklären. Das Problem: Scholz ist politisch alles andere als tot und als Vizekanzler, Finanzminister und Kern der SPD-Funktionärsspitze genauso mächtig wie eine Woche zuvor. Derartige Umfragewerte sind pünktlich zum Parteitag der bestvorstellbare Rückenwind für die Mehrheit der Parteigranden, die so gar nichts von einer inhaltlichen Neuaufstellung halten. Ob und inwieweit diese Zahlen überhaupt „seriös“ sind, ist dabei aber nur schwer zu beantworten. Infratest Dimap hat für diese Umfrage lediglich 1.007 Menschen befragt und gibt die Schwankungsbreite, also den statistischen Fehlerkorridor, mit +/- 3,1 Prozentpunkte an. Hinzu kommt, dass es sich hier nicht um die Rohergebnisse handelt, sondern die Zahlen vom Institut nach einem unbekannten Schlüssel aufgearbeitet werden, um eine angestrebte Repräsentativität zu erreichen; die Möglichkeiten der Einflussnahme sind bei solchen Verfahren nahezu grenzenlos.

Daher lohnt auch ein Blick auf das Kleingedruckte. So sind Scholz´ Zustimmungswerte bei SPD-Anhängern im gleichen Befragungszeitraum und in der gleichen Umfrage massiv abgestürzt, während die Zustimmung bei allen Befragten massiv zugenommen hat. Das ist nur möglich, da Scholz mittlerweile bei CDU/CSU-Anhängern einer der beliebtesten Politiker überhaupt ist. Wenn man beim politischen Gegner beliebter als in den eigenen Reihen ist, sollte dies einem eigentlich zu denken geben. Diese Zusatzinformationen gehen jedoch bei den einschlägigen Presseberichten unter.

Gleichzeitig vermeldet der Deutschlandtrend miserable Zustimmungswerte für das designierte SPD-Führungsduo Esken und Walter-Borjans. Nur 22% der Befragten glauben demnach, dass die SPD mit ihnen wieder mehr Bürger von sich überzeugen kann. 70 Prozent glauben das nicht. Dieser Wert ist vor allem insofern interessant, da eine vergleichbare Umfrage von SPON/Civey mit einer mehr als siebenmal so großen Zahl der Befragten am Wochenbeginn noch ganz andere Werte ergeben hat. In dieser Umfrage waren immerhin 35,2% sehr oder eher zufrieden mit dem Ergebnis der Stichwahl und „nur“ 45,1% waren sehr oder eher unzufrieden. Besonders interessant sind bei dieser Umfrage vor allem die großen Unterschiede zwischen den politischen Lagern. Während Anhänger von SPD (68,5% Zustimmung, 19,1% Ablehnung), Linken (62,8% Zustimmung, 16,3% Ablehnung) und Grünen (47,1% Zustimmung, 22,7% Ablehnung) die Wahl positiv betrachteten, stieß sie – was nicht überraschend ist – bei Anhängern von CDU (4,7% Zustimmung, 79,1% Ablehnung), FDP (11,2% Zustimmung, 67,7% Ablehnung) und AfD (19,7% Zustimmung, 61,1% Ablehnung) auf geschlossene Ablehnung.

Wenn man diese Zahlen – so sie denn überhaupt verlässlich sind – in Verbindung zu den gestern veröffentlichten Zahlen des Deutschlandtrends setzt, bei dem Esken und Walter-Borjans bei leicht geänderter Fragestellung über alle Parteigrenzen hinweg deutlich schlechter abschneiden, zeigt sich vor allem eins: Die gnadenlose Kampagne (siehe hier und hier) der etablierten Medien hat die Menschen nachhaltig verunsichert und beeinflusst. Binnen weniger Tage haben sich auch und vor allem Anhänger der Linken und der Grünen massiv in ihrer Bewertung beeinflussen lassen und sogar die Anhänger der SPD sind plötzlich verunsichert und sehen ihre eigene designierte Parteispitze plötzlich nicht mehr so positiv.

Das bittere Fazit: Meinungsmache wirkt. Mit dieser Unterstützung im Rücken gehen die Mannen um Scholz, Maas und Heil und ihre Machtbasis im Seeheimer Kreis und im Netzwerk Berlin nun gestärkt in den Parteitag und werden auch künftig im parteiinternen Richtungskampf die Hosen anhaben und jede noch so kleine Hoffnung auf eine inhaltliche Neuausrichtung im Keim ersticken. Es ist hoffnungslos.

Mittel- bis langfristig müssen progressive Kräfte sich nun daran gewöhnen, gegen einen beinahe monolithischen Block (Ausnahmen wie Stephan Hebel oder Heribert Prantl müssen jedoch auch erwähnt werden) anzutreten. Das ist eine Herkules-Aufgabe, die jedoch nicht vollkommen aussichtslos ist.

Jeremy Corbyn hat in Großbritannien gezeigt, dass man vor allem die jüngeren Leute auch erreichen kann, wenn die klassischen Medien eine geschlossene Front gegen jegliche progressive Politik aufgebaut haben. Und in seiner Einseitigkeit unterscheidet sich das britische kaum noch vom deutschen Mediensystem. Klassische Medien machen Meinung und Politik. Alternative Medien können diese Front aufbrechen. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Dieser weite Weg hat nur dann eine Chance, wenn die Öffentlichkeit die Meinungsmache der klassischen Medien begreift und wenn möglich sogar durchschaut. Wir von den NachDenkSeiten geben tagein tagaus unser Bestes, um Ihnen das Rüstzeug dafür an die Hand zu geben. Und kleinere Erfolge sind dabei ja auch zu verzeichnen, wie uns unter anderem die positiven Leserzahlen, die tolle Unterstützung unserer Leser, die zahlreichen Zuschriften und nicht zuletzt auch der Erfolg von Albrecht Müllers neuem Buch zu genau diesen Themen zeigt, das trotz kompletter Medienblockade bereits an zweiter Stelle in der SPIEGEL-Sachbuch-Bestsellerliste aufgestiegen ist. Und wir sind nur ein Teil der Gegenöffentlichkeit. Die letzte Woche zeigt jedoch, wie hart und steinig und wie weit der Weg der Aufklärung noch ist.

Titelbild: Screencapture Tagesthemen

by Jens Berger at December 06, 2019 09:36 AM

Informationsstelle Militarisierung

NATO-Kriterien: Versteckte Rüstungsausgaben

Dieser Beitrag erschien in deutlich gekürzter Form zuerst unter demselben Titel bei Telepolis, 4.12.2019 Stolz verkündete die Bundesregierung pünktlich kurz vor den Feierlichkeiten zum 70jährigen NATO-Jubiläum, für das kommende Jahr seien dem Bündnis erstmals Militärausgaben von über 50 Mrd. Euro (…)

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by IMI at December 06, 2019 09:32 AM

Freie Radios

"Freies Radio" nun auch in Schleswig-Holstein auf UKW (Serie 1004: CX - Corax - Medien - Netz)

Nicht gerade alltäglich, was am Montag in Neumünster passieren wird: Erstmals wird dann das Freie Radio Neumünster auf UKW zu empfangen sein. Damit geht das erste nichtkommerzielles Lokalradio in Schleswig-Holstein auf Sendung. Radio Corax sprach mit Stefan vom Freien Radio Neumünster über diese Erfolg - und die dennoch nicht zu leugnenden Probleme.

by TA (Radio Corax, Halle) at December 06, 2019 09:29 AM

Ehemalige Freiburgerin wohnungslos nach Erdbeben in Albanien

Ab dem frühen Morgen des 26. November bebte in Albanien die Erde in der Stärke 6,4. Die Bilanz ist nach den bisher bekannten Informationen: Über 50 Tote, über 1000 Verletzte und über 10.000 Menschen wurden obdachlos. Eine von ihnen ist Majlinda. Sie lebte mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern in der besonders stark betroffenen Stadt Durres an der Adria. Ihre Wohnung wurde ebenso zerstört wie ihr Arbeitsplatz. Majlinda hat zeitweise in Freiburg gelebt, wurde aber abgeschoben. Nun hat sie sich nach dem Erdbeben an uns gewandt und von ihrer Situation berichtet. Das Interview wurde am 29. November aufgezeichnet.

by Johanna (Radio Dreyeckland, Freiburg) at December 06, 2019 07:55 AM

Die Weihnachtsverschwörung!!11 (Serie 1071: Engelsgeflüster)

Auch dieses Jahr am 24ten werden wir alle das Opfer der größten Verschwörung welche die Welt je gesehen hat. Obwohl hunderte, tausende, ja sogar Millionen von Menschen Geschenke unter ihrem Christbaum vorfinden werden, wird uns weis gemacht, dass der Weihnachtsmann und das Christkind nicht existieren. Dabei weiß doch schon jedes Kind: Das Christkind fliegt durchs Fenster und bringt die Geschenke, der Weihnachtsmann kommt durch den Kamin und legt Päckchen unter den Baum. Doch wie so viele andere Wahrheiten wird diese unterdrückt! Jede*r der*die an Weihnachtsmann oder Christkind glaubt, wird lächerlich gemacht. Wir wollen mit vielen Argumenten diese Verschwörung aufzeigen und beweisen: Christkind und Weihnachtsmann existieren!

by (Radiofabrik, Salzburg) at December 06, 2019 07:49 AM

wohnhaft.de

Gartenstraßenfest- Programm

Gartenstraße 7 / Tübingen :

Sonntag, 8. Dezember von 12 bis 17 Uhr 12.00 Uhr Brass Busters (Street Brass Band) Draußen 13.00 Uhr Marcel & Irini (Folk Musik) Draußen 14.00 Uhr Infoveranstaltung zum Frauen*Queerstreik am 8. März (Queerfem/Frauen*gruppe Zumutung) Drinnen 14.00 Uhr Hans (Liedermacher) Draußen … Continue reading
Quelle: gartensia.noblogs.org/post/201…rtenstrasenfest-programm/

by Postbot3 at December 06, 2019 07:48 AM

Freie Radios

Darf die katholische Kirche über Nutzung von Landeseigentum entscheiden?

Die Tennenbacher Kapelle in Emmendingen - Mußbach ist ca. 750 Jahre alt. Sie ist der letzte Rest eines vor über 300 Jahren aufgelösten Zisterzienserklosters. Seit 1806 befindet sie sich im Eigentum des Landes. Die Kapelle wird auch auf Kosten des Landes unterhalten. Über die Benutzung entscheidet die katholische Kirche. Das passt der Humanistischen Union nicht. Sie wollte in der Tennenbacher Kapelle einen Vortrag "Zum Stand der Trennung von Staat und Kirche. Ein Verfassungsauftrag" veranstalten. Durfte aber nicht. Die Humanistische Union hat nun Klage beim Verwaltungsgericht eingelegt. Wir haben mit Udo Kauß, Landesvorsitzender der Humanistischen Union, gesprochen.

by Fabian (Radio Dreyeckland, Freiburg) at December 06, 2019 07:30 AM

Nachdenkseiten

Hinweise des Tages

Hier finden Sie einen Überblick über interessante Beiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)

Wir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter für die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zunächst freien Inhalten nach einer Zeit beschränkt wird.

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. French workers cherish their welfare state. That’s why they’re striking
  2. Ein umhertaumelnder Zombie
  3. 10.00 Uhr: Hubertus Heil warnt SPD vor Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen
  4. Was kann gemeinnütziger sein als Antifaschismus?
  5. Glyphosat: Gekaufte Studien?
  6. Opioide: So manipulierte Pharmakonzern die öffentliche Meinung
  7. Lobbyismus gegen Klimaschutz
  8. Mindestlohn: Nur die Stärksten überleben – eigentlich
  9. Bayer lagert fast 1.000 IT-Experten aus
  10. Japans Konjunkturprogramm: “Mächtiges Paket” gegen den Abschwung
  11. De-facto-Regime in Bolivien schafft Sondereinheiten von Polizei und Geheimdienst
  12. Fall Assange: UN-Funktionär übt harsche Kritik an Moreno-Regierung in Ecuador
  13. Ramstein Air Base: Kontrolle nicht erwünscht
  14. Zu guter Letzt: Politik und Medien geschockt: Sozialdemokraten an die Spitze der SPD gewählt

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. French workers cherish their welfare state. That’s why they’re striking
    Yes, Macron’s reforms would probably save money – under the current system, authorities face a total pension deficit slated to reach between €8bn and €17bn by 2025. But they would also take a bludgeon to one of the best retirement systems in the world. In France, just 7% of older people are at risk of poverty. This is the lowest rate in the European Union, much less than the 19% in the UK and Germany. It’s also likely to be part of the reason why France has slightly greater life expectancy than either country. A system like this ought to be cherished and expanded, not cut. […]
    What’s actually far more outdated in 2019 is Macron’s insistence on chipping away at an effective and popular social welfare programme.
    Quelle: The Guardian

    Anmerkung André Tautenhahn: Man muss tatsächlich in die britischen Medien schauen, um ein einigermaßen differenziertes Bild zu den Protesten in Frankreich zu bekommen. Die Bewertungen aus Deutschland sind dagegen unterirdisch und lediglich vom Geist beseelt, dass der Nachbar nun unbedingt irgendwelche Reformen machen müsse, weil das Land ja viel zu viel Geld für Renten ausgebe und es natürlich nicht so weitergehen könne, dass Franzosen auch noch viel früher als die Deutschen in den Ruhestand wechselten. Das sei auf Dauer nicht tragfähig, so das Urteil, das leider nicht auf Fakten, sondern auf einem sonderbaren Glauben beruht. Dabei haben die Franzosen ein Rentensystem, das sehr gut funktioniert und hohe Akzeptanz genießt. Das deutsche Rentensystem ist hingegen nach den sogenannten Reformen ein ständiger Reparaturbetrieb und auf Dauer nicht tragfähig, da es immer mehr Menschen schnurstracks in die Altersarmut führt, auch mit der Grundrente, die Sozialdemokraten als großen sozialpolitischen Erfolg feiern. Der Guardian weist im Übrigen auch darauf hin, dass Macron die Reichen bei den Steuern entlastet (siehe Vermögenssteuer), während die Mehrheit der Bevölkerung Opfer zu erbringen habe. Darauf wird in deutschen Kommentaren leider überhaupt nicht eingegangen. Stattdessen wird, wie von Sabine Rau in den gestrigen Tagesthemen behauptet, dass die Franzosen die Revolution lieben, Veränderungen aber meiden. Leider falsch. Es ist nämlich schon die fünfte Republik.

    dazu: Großdemonstrationen: Soziologe sieht neue Lust am Protest in Europa
    Klimaschutz-Demonstrationen, Streiks in Frankreich, Anti-Regierungs-Proteste in Rumänien – Europa ist politisch in Bewegung. Dahinter stehe ein Demokratie- und Kapitalismusproblem, sagte der Soziologe Oliver Nachtwey im Dlf. Versprechen von Wohlstand und Teilhabe könnten immer weniger eingelöst werden.
    Quelle: Deutschlandfunk

    Anmerkung unserer Leserin U.P.: Solche Überschriften sind irreführend. Diese Demonstrationen geschehen doch nicht in erster Linie aus ‘Lust am Protest’, sondern weil die Protestierenden darüber wichtige Anliegen zum Ausdruck bringen wollen.

  2. Ein umhertaumelnder Zombie
    Jetzt kommt raus: Andere Patienten sind offenbar noch toter als die SPD. Erstens: der DGB-Bundesvorstand unter Reiner Hoffmann und der NRW-DGB unter Anja Weber. Reflexartig verabschiedeten beide – Seite an Seite mit dem Arbeitgeberverband – flehende Aufforderungen, die GroKo bitte unbedingt fortzusetzen. Zweitens: die transatlantisch orientierte Mainstreampresse. Sie befindet sich in einem ähnlichen Zersetzungsprozess wie SPD und DGB. Messbar an sinkenden Auflagen und Werbeeinnahmen, zusammengelegten Redaktionen sowie zunehmend austauschbaren Veröffentlichungen. Eine Kursänderung ist nicht in Sicht: Das transatlantische Politmilieu reagiert auf die bloße Andeutung einer Abweichung vom Kurs bereits mit Hysterie. Es verlangt Gehorsam und Selbstverleugnung – notfalls bis zum Untergang.
    Was haben diese Leute eigentlich gegen Eskwabo? Walter-Borjans trug entscheidend dazu bei, viele kriminelle Reiche zu Selbstanzeigen und Uli Hoeneß in den Knast zu bringen, indem er als NRW-Finanzminister CDs mit Steuersündern aus der Schweiz ankaufen ließ. Damit verstieß er bewusst gegen die BRD-Doktrin »Der Staat verhandelt nicht mit Kriminellen« – in diesem Fall mit profitorientierten Whistleblowern. Das ist unverzeihlich, das vergessen sie nicht.
    Quelle: Elmar Wigand in Neues Deutschland

    Anmerkung Christian Reimann: Der vereinbarte Kompromiss für den Leitantrag auf dem Parteitag zeigt jedoch, dass die Partei noch lange nicht lebendig ist. Zu stark ist der Einfluss, der seit vielen Jahren agierenden Totengräber, die sogar die erschreckend inhaltsleere Frau Geywitz zu einer Stellvertreterin erheben konnten. Die Besetzung von Machtpositionen ist eben wichtig. Wer/welches Gremium entscheidet denn eigentlich nun bei der SPD über den Fortbestand der bestehenden Koalition – und anhand welcher Kriterien?

    Anmerkung JK: Das ist gut getroffen. Ich würde allerdings “das neoliberale Politmilieu” schreiben. Wobei Neoliberale und Transatlantiker ja keine Gegensätze sind, sondern immer zusammengehören.

  3. 10.00 Uhr: Hubertus Heil warnt SPD vor Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen
    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat seine Partei davor gewarnt, auf dem Parteitag eine vollständige Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen zu beschließen. “Klar ist, dass Menschen im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten selbst mitwirken müssen, aus Bedürftigkeit herauszukommen”, sagte Heil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Benötigt werde ein Sozialstaat, der ermutige und Chancen eröffne. “Und wir brauchen auch faire Mitwirkungspflichten”, betonte Heil.
    Das Bundesverfassungsgericht hatte Anfang November entschieden, dass die monatelangen Leistungskürzungen für Hartz-IV-Bezieher, die ihren Pflichten nicht nachkommen, teilweise verfassungswidrig sind und abgemildert werden müssen.
    Juso-Chef Kevin Kühnert hatte einen Antrag für den SPD-Parteitag angekündigt, der die Abschaffung aller Hartz-IV-Sanktionen vorsieht. Heil sagte: “Wir werden uns noch einmal genau anschauen, welche gesetzgeberischen Konsequenzen aus dem Verfassungsgerichtsurteil zu Mitwirkungspflichten und Sanktionen zu ziehen sind.”
    Quelle: T-Online

    Anmerkung JK: Tja, alles vergebens. Heil und andere Neoliberale sind diejenigen, die die SPD doch noch in den Abgrund stürzen, nicht Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Das ist der typische, zynische Jargon, dessen sich das SPD-Establishment seit Einführung des Hartz IV Repressionsregimes befleißigt und genau dieser Zynismus hat die SPD dahin geführt, wo sie heute steht.

  4. Was kann gemeinnütziger sein als Antifaschismus?
    Esther Bejarano, Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes, schreibt einen offenen Brief an den Bundesminister der Finanzen zur völlig unverständlichen Entscheidung eines Finanzamts, dem Verein die Gemeinnützigkeit abzuerkennen.
    Sehr geehrter Herr Minister Scholz,
    seit 2008 bin ich die Ehrenvorsitzende der VVN–BdA, der gemeinnützigen Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, gegründet 1947 von Überlebenden der Konzentrationslager und NS-Verfolgten. Die Arbeit der Antifa, die Arbeit antifaschistischer Vereinigungen ist heute – immer noch – bitter nötig. Für uns Überlebende ist es unerträglich, wenn heute wieder Naziparolen gebrüllt, wenn jüdische Menschen und Synagogen angegriffen werden, wenn Menschen durch die Straßen gejagt und bedroht werden, wenn Todeslisten kursieren und extreme Rechte nicht mal mehr vor Angriffen gegen Vertreter des Staates zurückschrecken.
    Wohin steuert die Bundesrepublik?
    Quelle: Hinter den Schlagzeilen
  5. Glyphosat: Gekaufte Studien?
    Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid – und gleichzeitig wohl das umstrittenste. Für die Hersteller geht es um Milliarden. Vor allem für den heute zu Bayer gehörenden Konzern Monsanto, den wohl bekanntesten Hersteller von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln. Recherchen zeigen nun erstmals, dass Monsanto auch in Deutschland verdeckt Studien finanziert hat, die den Nutzen von Glyphosat betonen.
    Quelle: Monitor

    dazu: Verdeckte Finanzierung: Monsantos Lobbystudien zu Glyphosat
    Ein Glyphosat-Verbot würde in der EU Wohlstandsverluste in Milliardenhöhe verursachen. Mit dieser Warnung nahmen Monsanto und andere Glyphosat-Hersteller Einfluss auf die öffentliche und politische Diskussion über die Wiederzulassung des Unkrautvernichters. Ihr Beleg: Eine vermeintlich unabhängige Studie vom Institut für Agribusiness aus Gießen.
    Unsere Recherchen zeigen jetzt, dass diese Studie von Monsanto finanziert wurden. Der heutige Monsanto-Eigentümer Bayer räumte außerdem ein, dass die Studien auch von Monsanto beauftragt wurden. Noch vor wenigen Wochen hatte uns der Gießener Instituts-Leiter und Studienautor das Gegenteil gesagt. Der Fall belegt einmal mehr, mit welch unethischen Lobbymethoden Monsanto in den politischen und gesellschaftlichen Großkonflikt um Glyphosat eingreift. (…)
    Die Lobbyorganisationen verwendeten die Studie teilweise in einseitiger oder sogar verzerrter Form. Ein Beispiel ist die 20-seitige Broschüre „Pflanzenschutz mit dem Wirkstoff Glyphosat“ der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (pdf über archive.org). Unter Bezugnahme auf die Studien des Institut für Agribusiness heißt es dort „Experten“ würden die wirtschaftlichen Schaden eines Glyphosat-Verbots für die EU auf bis zu 4 Milliarden US-Dollar schätzen. Die EU müsse ohne Glyphosat 6,3 Mio. t Weizen importieren. (…)
    Inzwischen prüft auch die Universität Gießen den Fall. Die Universität hat in ihrer Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis bislang keine Regeln zur Angabe von Finanzierungsquellen in der Auftragsforschung. Der Fall soll nun zum Anlass genommen werden, um „dahingehende mögliche Anpassungen der Satzung in der Universität zu diskutieren.“
    Das ist gut und regt hoffentlich andere Universität an, dem Gießener Vorbild zu folgen. Der Hochschulverband als Interessenvertretung der Hochschulprofessor/innen hatte bereits 2012 in einer Resolution zu weitgehender Transparenz bei externer Finanzierung aufgerufen. Diese müsse „insbesondere auf die in Nebentätigkeit durchgeführten Forschungsprojekte“ ausgedehnt werden. Bis heute klafft hier aber offenbar eine Lücke in Regeln für eine gute wissenschaftliche Praxis. (…)
    Aber gerade bei Bayer/Monsanto bleiben viele Fragen offen. Wir erwarten weitere Antworten und bleiben dran. Noch ist der Fall nicht zu Ende.
    Quelle: LobbyControl

  6. Opioide: So manipulierte Pharmakonzern die öffentliche Meinung
    Der Schmerzmittelhersteller Purdue finanzierte Ärzte, Patientenorganisation und «Think Tanks». Viele Medien fielen darauf herein.
    In den letzten zehn Jahren starben in den USA, je nach Quelle, zwischen 200’000 und 400‘000 Menschen an Überdosen von abhängig machenden opioidhaltigen Schmerzmitteln. Die Opfer gehören mehrheitlich zur Arbeiterschicht. Dieses nationale Drama wurde nicht viel früher gestoppt, weil der US-Pharmakonzern Purdue die öffentliche Meinung aufs Gröbste manipulierte – mit ähnlichen Methoden wie früher die Tabakkonzerne oder die Asbestlobby. Die unabhängige Recherche-Plattform ProPublica hat dies bereits am 19. November aufgedeckt. Doch über diese Machenschaften haben grosse Medien in der Schweiz bisher nicht informiert.
    Quelle: Infosperber
  7. Lobbyismus gegen Klimaschutz
    Wie die Agrarlobby wirksame politische Maßnahmen zur Klimarettung boykottiert […]
    «Mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft wird wesentlich durch den Einfluss mächtiger Lobbyverbände verhindert. Der größte Teil der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft stammt direkt oder indirekt aus der Tierhaltung. Emissionen lassen sich daher nur dann in großem Umfang verringern, wenn weniger Tiere gehalten werden. Dies steht aber den Interessen der Schlacht- und Molkereikonzerne entgegen, genauso wie denen von Landwirten, die in größere Ställe investiert haben und auf wachsende Absatzmärkte hoffen», äußert Tobias Reichert von Germanwatch, einer der über 120 Mitgliedsorganisationen der Klima-Allianz, gegenüber Hintergrund. Weiter meint er: «Im Deutschen Bauernverband sind Landwirte, die auf Wachstum setzen, besonders gut vertreten – eine Reihe von ihnen ist in Aufsichtsräten der großen Agrarunternehmen tätig. Einige auch als Abgeordnete im Landwirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages. Sie können ihre Interessen so über mehrere Kanäle gleichzeitig vertreten.» Es sei daher nicht verwunderlich, dass in den Klimaschutzmaßnahmen des Landwirtschaftsministeriums keine Rede davon ist, die Zahl der Tiere zu verringern.
    Quelle: Hintergrund
  8. Mindestlohn: Nur die Stärksten überleben – eigentlich
    Marktliberale Ökonomen messen mit zweierlei Maß: Prekäre Löhne sind in Ordnung, weil sie wenig profitablen Unternehmen das Überleben sichern. Die Niedrigzinspolitik der EZB aber nicht, weil sie sogenannte Zombiefirmen am Leben erhalten. Wer soll das verstehen?
    Die Europäische Zentralbank (EZB) wird gerade von marktliberalen Ökonomen dafür kritisiert, dass sie fundamentale Marktmechanismen außer Kraft setzt. Mit ihren extrem niedrigen Zinsen, so die Kritik, erlaubt die EZB wenig profitablen Unternehmen das Überleben. Bemerkenswert an dieser Kritik ist, dass sich ihre Vertreter an anderer Stelle gegen einen höheren Mindestlohn wenden mit dem Argument, er mache wenig profitablen Unternehmen das Überleben unmöglich.
    Quelle: FR Online
  9. Bayer lagert fast 1.000 IT-Experten aus
    Bayer trennt sich von vielen IT-Experten, die zu Atos, Capgemini, Cognizant und Tata Consultancy Services wechseln müssen. Es sei kein einfacher Schritt, sich von so vielen Mitarbeitern zu trennen, sagte der Chief Information Officer bei Bayer.
    Quelle: Golem
  10. Japans Konjunkturprogramm: “Mächtiges Paket” gegen den Abschwung
    Mitten in der globalen Wirtschaftsflaute kündigt Japans Regierung ein groß angelegtes Konjunkturprogramm an. Mit umgerechnet 110 Milliarden Euro soll die Wirtschaft wieder wachsen.
    Die Regierung des japanischen Premierministers Shinzo Abe hat ein umfassendes Programm zur Unterstützung der Wirtschaft angekündigt. Abes Kabinett will dafür dafür umgerechnet 110 Milliarden Euro (13,2 Billionen Yen) in die Hand nehmen. Die Konjunkturspritze soll durch staatliche Kredite, Kreditgarantien und private Investitionen ergänzt werden. Ziel ist es, die Wirtschaft mit einem Gesamtvolumen von 220 Milliarden Euro (26 Billionen Yen) anzukurbeln und so das Bruttoinlandsprodukt bis März 2022 um 1,4 Prozent zu steigern.
    Quelle: Tagesschau
  11. De-facto-Regime in Bolivien schafft Sondereinheiten von Polizei und Geheimdienst
    Die De-facto-Regierung in Bolivien hat am Dienstag die Schaffung einer neuen Antiterroreinheit der Polizei angekündigt. Die Gruppe soll zunächst aus 60 Polizisten bestehen und “kriminelle und subversive Aktivitäten von Ausländern abwehren und neutralisieren, die den Frieden im Land stören”.
    “Wir verfügen nun über 60 mutige Polizisten, die im Kampf gegen den Terrorismus ausgebildet sind“, sagte Arturo Murillo, der für das international kaum anerkannte Regime das Innenministerium führt. Aufgabe der Polizeieinheit sei es „terroristischen Zellen zu zerschlagen, die unser Heimatland bedrohen”, so Murillo weiter.
    Quelle: amerika21
  12. Fall Assange: UN-Funktionär übt harsche Kritik an Moreno-Regierung in Ecuador
    Sonderberichterstatter für das Thema Folter, Nils Melzer, wirft Führung in Quito zahlreiche Rechtsverstöße vor. Pflicht zum Schutz des Journalisten verletzt
    Der UN-Sonderberichterstatter zum Thema Folter, Nils Melzer, hat der Regierung von Ecuador im Zusammenhang mit dem Fall des australischen Journalisten Julian Assange zahlreiche Verletzungen der UN-Statute und des Völkerrechtes vorgeworfen. Die bisherigen Antworten der Regierung von Präsident Lenín Moreno “mildern nicht meine ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Umsetzung der Verpflichtungen Ecuadors in Bezug auf das Verbot von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe”, so Melzer in einem Brief an die Regierung von Präsident Lenín Moreno.
    Quelle: amerika21
  13. Ramstein Air Base: Kontrolle nicht erwünscht
    Die Ramstein Air Base in der Pfalz soll eine wichtige Rolle im US-Drohnenkrieg spielen. Doch welche genau, ist umstritten. Experten beklagen, dass die deutsche Bundesregierung ihre Unwissenheit taktisch nutzt.
    Quelle: Web.de
  14. Zu guter Letzt: Politik und Medien geschockt: Sozialdemokraten an die Spitze der SPD gewählt
    Politiker nahezu aller Parteien sowie Kommentatoren zahlreicher Medien haben am Wochenende geschockt und verstört auf die Nachricht reagiert, dass die SPD zwei Sozialdemokraten an die Spitze der Partei gewählt hat.
    “Sozialdemokraten an der Spitze der SPD? Sowas gab’s seit 20 Jahren nicht mehr! Das ist ja der komplette Wahnsinn!”, schreibt etwa ein Korrespondent auf zeitbildtagesspiegelschauwelt.de und ergänzt. “Das wird der Untergang dieser stolzen Partei sein, die damals bei 40 Prozent stand und nach zwei Jahrzehnten Agenda-Politik und Neoliberalismus noch von 13 Prozent der Bevölkerung gewählt würde.” […]
    Experten befürchten, dass der Linksschwenk der SPD langfristig zu einem Abstieg wie dem der portugiesischen (Wahlergebnis: 36,34%) und spanischen (Wahlergebnis: 28%) Sozialdemokraten führen könnte, die derzeit beide mit linken Parteien koalieren. Auch ein grauenhaftes Schicksal wie das der britischen Labour-Partei, die bei der letzten Wahl 40% erreichten (aktuelle Umfragen: 33%), sei nicht auszuschließen.
    Quelle: Der Postillon

by Redaktion at December 06, 2019 07:13 AM

Klimareporter

Europäische Bürgerenergiewende statt Zentralismus

Das "Clean Energy Package" der EU ist vom Gedanken der Bürgerenergie von unten geprägt. Darauf und auf dem Klimaschutzgesetz lässt sich aufbauen, um die Energiewende wieder vom zentralistischen Kopf auf die lokalen Füße zu stellen.

December 06, 2019 06:15 AM

Freie Radios

kaputt fm: g e w a l t ? geil! (Serie 1074: KAPUTT FM)

gwalt is gut, gwalt is gut... ...gwalt is, gwalt is, gwalt is gut feat. die chronik crew pazzo statt pazifismus free as in freestyle and reintroducing... chamber of noise

by kaputt fm (Radio Helsinki, Graz) at December 06, 2019 01:26 AM

December 05, 2019

wohnhaft.de

Winterfest in der Elsi Samstag 14.12.2019

Elsi lebt / Basel :


{english version below}

Die Elsi lädt ein:
Lieber Winterfest als winterfest.
Samstag 14.12 in der Elsässerstrasse 128-132 ab 16:30.
Programm:
– Zwei Wohnzimmerkonzerte
– Gemeinsames Kerzenziehen
– Lebkuchen-Häuser basteln
– Hausführung
– Warmes Essen und warme Getränke
– Bar

Elsi freut sich auf euch!
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Elsi invites to a winterparty on Saturday the 14th of December, at Elsässerstr. 128-132. It starts at 4.30pm.
Program:
– two livingroom-concerts
– making candles together
– houseguidance
– warm food and drinks
– bar

Elsi is looking forward seeing you!

Quelle: elsilebt.blackblogs.org/2019/1…-elsi-samstag-14-12-2019/

by Postbot3 at December 05, 2019 06:16 PM