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April 22, 2019

Animal Climate Action

Einladung zu einer Aktionskonferenz gegen Tierproduktion


Aktionskonferenz gegen Tierproduktion – Bündnis schaffen für eine große Mobilisierung für Proteste gegen Tierproduktion in 2020

*12.-14.07.2019 (Freitag – Sonntag) in Hannover* https://aktionskonferenz-tierproduktion.de

Wir, Animal Climate Action, wollen uns in diesem Jahr mit anderen Akteur*innen beratschlagen, um eine große Mobilisierung für politische Aktionen gegen Tierproduktion zu planen. Da wir zu einer andauernden Eskalation beitragen wollen, zielt die Aktionskonferenz auf eine Aktion im nächsten Jahr, 2020. Mit der notwendigen Vorlaufzeit wollen wir ein fundiertes Bündnis aufstellen und sowohl nötige inhaltliche Diskussionen führen als auch eine breite Mobilisierung ermöglichen.

Auf der Homepage zur Aktionskonferenz findet ihr unsere Einladung sowie unsere politische Analyse der aktuellen Situation als unsere Ausgangslage zur
Aktionskonferenz.

Eine Zusammenfassung der Einladung:

# Intersektionell
Wir möchten Bürgerinitiativen, Aktivist*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung, der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung, Gewerkschaften und landwirtschaftspolitische Zusammenschlüsse zur Aktionskonferenz einladen. Wir zielen auf eine Aktion gegen Tierproduktion aus verschiedenen Gründen, auf die wir uns gemeinsam einigen.

# Aktionsform
Wir haben uns vorgenommen, weiter an der Eskalationsschraube zu drehen. Wir wollen dahingehen, wo es der Tierindustrie am meisten wehtut. Ob Massenaktion oder Aktionstage; ob Sitzblockaden von Futtermittelhäfen, kreativer Protest gegen die EuroTier, Besetzungen von Lobbyzentralen oder Störungen von Schlachtanlagen oder Molkereien – das wollen wir uns gemeinsam mit euch überlegen!

# Input für die Aktionskonferenz
Wir laden euch ein, vorab bis 31.05.2019 konkrete Aktionsideen einzureichen. Wir werden diese vor der Aktionskonferenz an alle Interessierten verteilen, sodass sich bereits alle mit den Ideen auseinandersetzen können. Weitere Infos dazu findet ihr in der Einladung.

# Organisatorisches
Sendet uns für die Organisation bitte vorab eine E-Mail, wenn ihr teilnehmt. Welche Daten wir uns erwünschen, könnt ihr der Einladung entnehmen.

Wir wollen Schwung aufnehmen! Wir wollen uns verbünden! Wir wollen Tierproduktion direkt empfindlich treffen! Kommt zu unserer Aktionskonferenz und plant mit uns eine große Aktion im Jahr 2020!

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by Karpfen at April 22, 2019 12:43 PM

Yevgeny Karakashev is sentenced to 6 years in prison

On April 19, the North Caucasian District Military Court in Rostov-on-Don convicted an anarchist from Evpatoria Yevgeny Karakashev in the case of Calls for Committing of Terrorist Activity in the Russian social network "Vkontakte".

April 22, 2019 11:08 AM

Freie Radios

Syndikat bleibt - Bericht vom Berliner Ku-damm (Serie 1085: Wir bleiben alle!)

In Berlin ist offene Jagd auf Immobilien sowie Grund und Boden. Mieter*innen werden durch Spekulant*inenn mit brutalen Mietsteigerungen überzogen und/oder verdrängt. Wohnprojekte, soziale und selbstverwaltete Einrichtungen und inzwischen auch das Kleingewerbe müssen weichen. Allerdings regt sich an vielen Orten Widerstand, wie er Anfang des Monats auf der großen Mietenwahnsinndemo so eindrucksvoll zu sehen war. Im Alltag spielt sich dieser jedoch wesentlich kleiner ab. Kontinuierliche Arbeit von direkt Betroffenen steckt meist hinter diesen Kämpfen. Ein Beispiel ist das Neuköllner Kneipenkollktiv Syndikat, dass nach dem Willen der englischen Spekulanten Pears Global Real Estate Unlimited bereits am 31. Dezember 2018 nach 33 Jahren Kneipenbetrieb hätte schliessen sollen. Das haben die Kollektivist*innn aber nicht getan. Sie sind drin geblieben und haben die Schlüssel behalten. Inzwischen sind sie mit einer Räumungsklage konfrontiert und nutzten den Anlass, sich vor dem Büro von Pears Global am Berliner Kurfürstendamm 177 zu versammeln. Ihr hört nun, was dort gesagt wurde.

by Radio Aktiv Berlin (Free-Mumia-Bündnis) at April 22, 2019 10:26 AM

wohnhaft.de

3 Batterien gegen Kabel Tauschen?

Jo Moin Loide!
Ich hab einen Radio (und ja! ich bleib bei dem!) der braucht 3 von den dicken runden Batterien. Wie kann ich ja nen Stecker dran machen? In der Hütte wäre 220v cool, im wagen 12v. Da kann man doch bestimmt was basteln oder? Glaub die haben 1.5v .. hab davon aber zuwenig Ahnung und frag mal lieber nach :rolleyes:

by gast at April 22, 2019 09:50 AM

Nachdenkseiten

Ukraine: Sieg der Vernunft

Wahlsieger Wladimir Selenski will den Minsk-Prozess fortführen und den Krieg im Donbass beenden. Deutsche Medien wissen nicht, wie sie die Niederlage von Petro Poroschenko erklären sollen. Von Ulrich Heyden, Moskau

„Wir haben das gemeinsam gemacht“. Dies waren die ersten Worte von Wladimir Aleksandrowitsch Selenski, mit denen er am Wahlabend nach der Bekanntgabe der Exit-Polls vor seine Unterstützer trat. Der 41jährige, der mit seinem Comedy-Team „95. Kwartal“ in der Ukraine berühmt wurde, glänzt mit Bescheidenheit. Selenski sieht sich als Jemand, der die Ukraine vereint und aus einer Sackgasse führt. Die Sackgasse trägt die Namen Krieg, Korruption und sozialer Niedergang.

Nach den Exit Polls National – einem Verbund von drei ukrainischen Meinungsforschungsinstituten – hat Selenski die Stichwahl am Sonntag mit 73,2 Prozent der Stimmen gewonnen. Amtsinhaber Petro Poroschenko unterlag mit 25,3 Prozent.

Das Ergebnis ist historisch. Noch nie wurde ein Polit-Neuling zum Präsidenten gewählt. Und noch nie hat bei Präsidentschaftswahlen in der Ukraine ein Bewerber in der Stichwahl so schlecht abgeschnitten.

Ukraine-Politik des Westens ohne klare Linie

Die großen deutschen Medien haben Probleme den Wahlsieg von Selenski zu erklären. Sie kommentierten den Wahlkampf in der Ukraine mit Arroganz – das sei ein „Zirkus“ (Der Spiegel) – oder demonstrativer Zurückhaltung wie die ARD-Korrespondentin Ina Ruck.

Fünf Jahr lang hatten die großen deutschen Medien die Politik von Präsident Petro Poroschenkos schöngeredet und die reale soziale Situation in der Ukraine, die massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten, die katastrophal schlechte Gesundheitsversorgung, die massenhafte Abwanderung von Arbeitskräften und den Zerfall der Infrastruktur verschwiegen.

Doch nun wird es offensichtlich: Die steigenden sozialen Unsicherheiten und der fortdauernde Krieg in der Ostukraine mit schon 13.000 Toten, quittierten die Ukrainer bei der Wahl mit einer Proteststimme gegen die gesamte politische Klasse.

Das Hauptziel des Westens war es die Ukraine zu einem Frontstaat gegen Russland aufzubauen. Doch die eisenharte, antirussische Politik Kiews, das Kappen der wirtschaftlichen Verbindungen zu Russland, die fanatische „Dekommunisierung“, das Ausmerzen linker Gedanken und Symbole, und die kulturelle Abschottung von Russland durch das Kappen von sozialen Netzwerken, all das hat das wirtschaftliche und politische Leben in der Ukraine abgewürgt. Und eben das will man im Westen nicht öffentlich eingestehen.

Der Sieg des Maidan 2014 – manche sprechen auch von einem Staatsstreich – wurde von den westlichen Medien als Sieg der Demokratie gefeiert. Doch die vom Westen mit vielen Milliarden unterstützte Politik von Petro Poroschenko hat dazu geführt, dass die Ukrainer ihr Vertrauen in die ukrainische politische Klasse vollständig verloren haben. Das haben wohl auch diejenigen Politiker in den USA erkannt, welche die politische Klasse in Kiew seit dem Maidan beaufsichtigen und in eine für Washington genehme Richtung lenken.

Eine zweite Chance für die Politik des Westens

Mit einem Machtwechsel an der Spitze des ukrainischen Staates bekommt das Ziel des Westens, die Ukraine nach westlichen Bedürfnissen – antirussisch und ohne ausufernde Korruption – zu formen, eine zweite Chance. Korruption macht das Land für westliche Investoren unattraktiv.

Aber wie er die Armut und die Abwanderung von Arbeitskräften konkret bekämpfen will, darüber hat Wahlsieger Selenski bisher geschwiegen. Offenbar glaubt der Polit-Neuling westliche Investitionen, könnten die Ukraine in Schwung bringen. Aber außer der fruchtbaren Schwarzerde und den billigen Arbeitskräften in der Ukraine ist für westliche Investoren nichts wirklich interessant in der Ukraine.

Dass Selenski mit Billigung der US-Administration ins Rennen ging, sieht man daran, dass ukrainische Gefolgsleute der USA, wie Michail Saakaschwili und Anton Geraschenko, der Gründer der Website „Friedensstifter“, auf der Namen von „Feinden der Ukraine“ veröffentlicht werden, sich öffentlich für den Polit-Neuling Selenski aussprachen.

Michail Saakaschwili war Präsident Georgiens. Im August 2008 zettelte er einen Krieg gegen das von Georgien abgefallene Gebiet Südossetien an. Nach dem Maidan verlieh Petro Poroschenko Saakaschwili die ukrainische Staatsbürgerschaft und ernannte ihn dann zum Gouverneur von Odessa ernannt. Im Januar 2018 wurde Saakaschwili nach einem Zerwürfnis mit Poroschenko mit Hilfe des ukrainischen Grenzschutzes von Kiew nach Polen ausgeflogen.

Bei der diesjährigen Präsidentschaftswahl in der Ukraine rief Saakaschwili zur Wahl von Selenski auf. Eine Niederlage von „Poroschenko und seiner Clique“ sei „eine große Chance für die Ukraine“, erklärte Saakaschwili, der wegen Korruptionsverfahren aus Georgien geflüchtet ist.

Im Wahlkampf bezeichnete Poroschenko den Herausforderer Selenski als Marionette des ukrainischen Oligarchen Igor Kolomoiski, der aus Angst vor juristischer Verfolgung in Israel lebt aber immer noch zu den reichsten Männern der Ukraine gehört.

Grund für den Vorwurf gegen Selenski ist, dass die Fernsehserie „Diener des Volkes“, durch die Selenski berühmt wurde, seit drei Jahren vom Fernsehkanal 1+1 ausgestrahlt wird. Dieser Fernsehkanal gehört Kolomoiski.

Selenski werde, um sich eine politische Machtbasis in der Ukraine aufzubauen, zwischen verschiedenen Kräften lavieren müssen, meinen Beobachter. Ihn als Marionette eines Oligarchen zu bezeichnen, sei zu einfach.

Poroschenko will weiterkämpfen

„Ich verlasse meinen Posten aber nicht die Politik“, erklärte Poroschenko am Wahlabend vor seinen Anhängern. Viele von ihnen hatten Tränen in den Augen, als der Wahlverlierer in einer emotionalen Rede die Erfolge seiner eigenen Präsidentschaft lobte. „Der neue Präsident wird eine sehr starke Opposition haben,“ erklärte Poroschenko.

Für Poroschenko geht es nicht nur um das politische Überleben, sondern auch um die Abwehr von möglichen Strafverfahren gegen seine Person. Beobachter in der Ukraine wollen nicht ausschließen, dass gegen den Wahlverlierer, der in mehrere Korruptionsfälle – auch im Zusammenhang mit Offshore-Firmen – verwickelt ist, Strafverfahren eröffnet werden.

Nicht ausschließen kann man auch, dass sich der Wahlverlierer in einem Strafverfahren wegen dem Verlust der Krim vor Gericht verantworten muss.

Um einer solche Entwicklung vorzubeugen, versucht sich Poroschenko jetzt offenbar als unabkömmlich für das Wohlergehen Ukraine zu inszenieren.

Dem Wahlsieger bot er Hilfe bei seiner Arbeit an. Die EU und die Nato forderte Poroschenko auf, der Ukraine nach dem Wahlsieg von Selenski „zu helfen“.

Die „Frankfurter Allgemeine“ meint, Selenski müsse „bescheiden sein“ und die Hilfe von erfahrenen Politikern annehmen. Er habe ja keinerlei politische Erfahrung.

Selenski – am Wahlabend von Journalisten auf das Hilfsangebot des Wahlverlierers angesprochen – reagierte souverän. „Ich werde Poroschenko um Hilfe bitten, wenn ich Hilfe brauche. Warum nicht?“

Als seine wichtigsten Ziele bezeichnete Selenski am Wahlabend, die Fortführung des Minsker Friedensprozesses, die Beendigung des Krieges im Donbass und die Rückholung aller ukrainischen Kriegsgefangenen und auch der 24 ukrainischen Seeleute, die sich wegen der Überschreitung der russischen Grenze in der Meerenge von Kertsch in russischer Haft befinden.

Poroschenko mit Jesus verglichen

Wie weit sich die ukrainische Führung um Poroschenko in ihren nationalistischen Kurs verrannt hat, zeigte eine Äußerung des Vorsitzenden des ukrainischen Sicherheitsrates, Aleksandr Turtschinow. Via Facebook verglich Turtschinow – einer der Architekten des Sturzes von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 – Poroschenko mit Jesus Christus. Schon vor 2.000 Jahren hätten die Menschen von Christus eine schnelle Verbesserung ihrer Lebenslage erhofft. Wie damals hoffe, „der Großteil der Menschen heute ihr Leben nicht durch harte Arbeit, sondern durch ein Wunder zu verbessern.“

Die „Mehrheit der Menschen“ glaube offenbar, „die brutalen äußeren Feinde nicht zum Preis der Vereinigung, von äußersten Anstrengungen und Verlusten zu erringen, sondern auf ´merkwürdige Weise´ mit überzeugenden Argumenten und dem Charisma eines weiteren Leaders.“

Christus sei nicht auf diese Erde bekommen, „um zu unterhalten, zu füttern oder zu heilen, sondern um uns die Freiheit zu bringen.“ Natürlich meinte Turtschninow nicht die Freiheit eine abweichende Meinung zu äußern, sondern die Freiheit vor jeglichem russischen Einfluss auf die Ukraine.

Selenski will für die Nato werben

Wahlsieger Selenski steht vor keiner leichten Aufgabe. Er hat keinen Parteiapparat und keine eingespielte Mannschaft hinter sich. Allerdings befinden sich unter den Personen, die Selenski am 18. April in einer Fernseh-Talk-Show als „sein Team“ vorstellte, erfahrene Juristen, Hochschullehrer und ehemalige Minister, die in den Kabinetten von Juschtschenko und Jazenjuk gedient haben.

Beobachter halten es für nicht ausgeschlossen, dass Selenski die Werchowna Rada auflöst und vorgezogene Neuwahlen einleitet. Im Vorwege von Neuwahlen könne er eine Partei aufbauen. Der Wahlgewinner kann sich in der Werchowna Rada noch auf keine Koalition stützen.

Eine Koalition mit der Fraktion des Russland-freundlichen Oppositionsblocks in der Werchowna Rada hat Selenski ausgeschlossen.

Seine besten Wahlergebnisse erzielte der Polit-Neuling im vorwiegend russisch-sprachigen Süden und Osten der Ukraine. Der Wahlsieger ist gegen nationalistische Übertreibungen und das kommt in diesen Gebieten gut an. Am Freitag im Olimpiski-Stadion sprach Selenski – als es um den Donbass ging – nicht von „Separatisten, die Russland finanziert“, sondern von „Aufständischen“, was ihm sofort Kritik von hohen ukrainischen Militärs einbrachte. Selenski entgegnete, er habe ein Wort benutzt, das auch auf der Website von Petro Poroschenko benutzt wird.

Das geplante neue Sprachgesetz, welches Ukrainisch zur einzigen Sprache des Landes machen soll, will Selenski nochmal überarbeiten. Die ukrainische Sprache in den Medien will er nicht über Quoten stärken, sondern über Steueranreize.

Einreiseverbote gegen russische Künstler will der Wahlsieger lockern. Sein Freund, der russische Rock-Musiker Andrej Makarewitsch, „der Putin kritisiert“, müsse in die Ukraine einreisen können.

Was das Verhältnis zu Russland und zu den abtrünnigen Gebieten in der Ostukraine betrifft, kommen von Selenski widersprüchliche Aussagen. Zu Beginn des Wahlkampfs plädierte er für Verhandlungen mit Russland. Wenige Tage vor der Wahl erklärte er dann in einem Interview mit Journalisten auf die Frage, ob Putin für ihn persönlich ein Feind sei: „Natürlich“.

Die Menschen in den abgespaltenen Gebieten um Donezk und Lugansk will er mit einem „Informationskrieg“ davon überzeugen, dass die Ukraine „sie braucht“ und die Menschen in den abgespaltenen Gebieten „die Ukraine brauchen“.

Ein Referendum zum Nato-Beitritt der Ukraine soll es nach dem Willen von Selenski erst geben, wenn ausreichend darüber informiert wurde, dass die Nato „kein Tier ist“. Er selbst werde die Menschen davon überzeugen, dass die Nato „niemanden frisst“.

Genugtuung in Moskau

Die russischen Medien und der Kreml hielten sich während des Wahlkampfs in der Ukraine mit Bewertungen der Kandidaten zurück. Offenbar wollte man Niemandem Anlass geben, Russland der Einmischung zu bezichtigen.

Das Schweigen wurde erst am Wahlabend gebrochen. Der Vorsitzende des Duma-Komitees für Auswärtige Beziehungen, Leonid Sluzki, sprach von einer „vollständigen politischen Niederlage“ Poroschenkos. „Keine ausländischen Berater, keine antirussischen Provokationen halfen Poroschenko seinen Posten zu behalten.“ Nun müsse man die ersten Schritte des Wahlgewinners abwarten, um beurteilen zu können, „ob er wirklich ein ´Diener des Volkes´ in der Ukraine ist oder ob er eine Politik im Interesse des ´Washingtoner Parteikomitees´ fortsetzen wird.“

Konstantin Kosatschow, Leiter des Komitees für internationale Beziehungen des russischen Föderationsrates erklärte, der Wahlsieger müsse „den Willen des ukrainischen Volkes verstehen, dass es reicht, mit Russland zu streiten und die Nato an uns heranzuziehen.“ Wenn Selenski diese Erwartung der ukrainischen Bevölkerung verstehe, werde Russland „positiv reagieren“.

Poroschenko demütigte den Herausforderer

Selenski hatte die Forderung von Poroschenko nach gemeinsamen Wahlkampfdebatten immer wieder hinausgeschoben. Offensichtlich wollte der politische Neuling, der noch kein ausgearbeitetes Programm hat, es dem Amtsinhaber nicht erleichtern, sich vor den Fernsehkameras als erfahrener Politiker mit internationalen Verbindungen zu präsentieren.

Als es dann am Freitagabend vor 20.000 Zuschauern zu der einzigen gemeinsamen Wahlkampfdebatte im Kiewer Olimpiski-Stadion kam, hielt Poroschenko seinem Herausforderer mit lauter Stimme Unerfahrenheit vor. Das sei eine große Gefahr für die Ukraine die sich im Krieg befinde.

Einer der Schlüsselsätze des Amtsinhabers lautete, „würden sie sich in ein Flugzeug setzen, in dem der Pilot erst noch lernen muss?“

Selenski stellte zahlreiche kritische Fragen an Poroschenko, wie es komme, dass das ärmste Land Europas einen reichen Präsidenten hat und warum Poroschenko sein Versprechen von 2014, den Krieg zu beenden, nicht eingehalten hat. Dass Poroschenko auf all diese Fragen nicht antwortete, brachte dem Herausforderer Pluspunkte.

Die ukrainische Justiz eilt dem Machtwechsel voraus

In der ukrainischen Justiz, die bisher immer treu an der Seite der Macht stand, begann unmittelbar vor der Stichwahl eine Neupositionierung. Zwei Beispiele seien hier genannt.

Auf Initiative von Poroschenko wurde im Dezember 2016 die Privatbank, die größte Bank der Ukraine, wegen Zahlungsunfähigkeit nationalisiert. Die Bank gehörte dem ukrainischen Oligarchen Igor Kolomoiski. Dieser befand sich nach dem Maidan in einem Konflikt mit Poroschenko, der den wirtschaftlichen Einfluss von Kolomoiski beschneiden wollte.

Am 18. April hat nun überraschend ein Kiewer Gericht entschieden, dass die Verstaatlichung der Privatbank ungesetzlich war.

In der Nacht auf den 16. April wurde die wegen eines angeblichen Staatsstreich-Versuches inhaftierte ehemalige Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko freigelassen. Freigelassen wurde auch Wladimir Ruban, der sich in der Frage des Gefangenenaustausches mit den „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk einen Namen gemacht hatte und ebenfalls wegen des angeblich geplanten Staatsstreiches hinter Gitter gebracht wurde.

Das Gericht lehnte es ab, die Haftstrafen der beiden Personen zu verlängern. Die Freilassung gilt bis zum nächsten Gerichtstermin am 7. Mai.

Die politische Zukunft der Ukraine bleibt ungewiss. Doch es macht Hoffnung, dass die Bevölkerung in der Ukraine sich nicht willenlos dem nationalistischen Kurs unterordnet, sondern mit einer Proteststimme einem Mann zum Sieg verholfen hat, der mit kritischen Positionen und sozialen Forderungen in den Wahlkampf zog.

Ulrich Heyden, 21.04.19, Moskau

by Redaktion at April 22, 2019 09:26 AM

wohnhaft.de

Hilfe beim Bauwagenaufbau....

Hola.
Also wie fang ich da am besten mal an....:-)
Ich würde gerne innerhalb der nächsten Monate mein Bauwagentraum beenden und benötige dazu noch Hilfe von Ausenstehenden.
Ich habe mir vor ein paar Jahren einen Aluwagen zugelegt und dieses Jahr angefangen ihn auszubauen.
Er steht ganz solide dar und den Boden hab ich auch schon verlegt. Nun sollte ich die Fenster einbauen und dämmen und verkleiden und und und :_) aber aus zeitlichen sowie motivierten und fachlichen Gründen, komm ich nicht wirklich voran.
Material ist alles da und Werkzeug soweit auch....
Nur ne fähige helfende Hand wäre ganz geschickt und würde mich selbst auch voll voranbringen....
Das ist ein Wagen aus dem Jahr 1949, also echt lohnenswert ihn wieder gut darstellen zu lassen....
Ansonsten habe ich mir vorgestellt, dass ich der derjenigen Person einen Obulus geben könnte für die Arbeit die ihr verrichtet. Für die Zeit in der ihr dann hier seit ist natürlich Kost und Unterkunft und Bespaßung for free und wenn mensch es so sehen will könnte er en Urlaub aufm Lande einlegen, da wir ziemlich ruhig wohnen. ( Großer Garten mit Bauwägen und coole Mitbewohner mit geilem Haus und ner Scheune mit Werkstatt....) sprich ihr könnt auch gern mit Laster oder gegenfalls mit Kind und Kegel und Tier auftauchen, da schon alles in mehrfacher Form vorhanden ist.
Über weitere Details können wir uns gern austauschen. Ich kann bei Interesse auch gerne Bilder verschicken wie die aktuelle Lage auf der Baustelle aussieht.
Also wer gerade Zeit hat und schöne Tage im Südwesten bei Schwäbisch Hall verbringen will schreibt mir einfach und wir können uns dann schon einigen auf en fairen Deal. Thanx und ich hoffe bis bald.Daniel ;) :thumbsup:

by mindmapper at April 22, 2019 07:50 AM

Nachdenkseiten

Aleppo nicht vergessen

Syriens Christen erinnern an den Ostertagen an zwei verschleppte Bischöfe. Mor Gregorius Yohanna Ibrahim, Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche, und Boulos Yazigi, Erzbischof der griechisch-orthodoxen Kirche, waren am 22. April 2013 auf dem Weg zu Verhandlungen über die Freilassung eines entführten Priesters bei Aleppo entführt worden. Nach sechs Jahren bangen Wartens gibt es immer noch kein Lebenszeichen von den beiden. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick bittet nach seiner Rückkehr von einer Syrien-Reise darum, die Menschen in dem kriegszerstörten Land nicht zu vergessen. Von Rüdiger Göbel.

Als Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz war Schick erst in der vorvergangenen Woche mit einer Delegation in Syrien, um Kriegsopfern und den Kirchen in dem Land ihre Solidarität auszudrücken. Vier Tage war er mit dem für internationale Angelegenheiten zuständigen Bischof der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Tadeusz Wojda, in dem vom Krieg gezeichneten und zerstörten Land. Zur Reisegruppe gehörten auch der Leiter von Caritas International,  Dr. Oliver Müller, und der Direktor der Caritas Polska, Pfr. Marcin Izycki. Die Gruppe hat vor Ort mehrere Caritas-Projekte besucht, für die die Bischofskonferenzen beider Länder eine gemeinsame Schirmherrschaft übernommen haben. Durch die Hilfsmaßnahmen erhalten Familien im stark zerstörten Ostteil von Aleppo Nahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs. Kinder, die während der jahrelangen militärischen Kämpfe um die von islamistischen Kampfgruppen besetzten Bezirke keine Schule besuchen konnten, bekommen die Möglichkeit, ergänzenden Unterricht zu besuchen, um Grundkenntnisse in elementaren Fächern Arabisch, Englisch und Mathematik zu erlangen. Ein Mikrokredit-Projekt vermittelt Darlehen für den Aufbau von Handwerksgewerbebetrieben.
 
Auf der Homepage des Erzbistums Bamberg und im Weltkirche-Blog von katholisch.de hat Ludwig Schick seine Eindrücke aus Syrien ausführlich geschildert. Die kirchlichen Nachrichtenagenturen KNA und epd haben in mehreren Meldungen und Interviews über die Reise berichtet. Eine einfache Google-Recherche zeigt: Nicht eine deutsche Zeitung hat die Informationen des Bamberger Erzbischofs aufgegriffen und die Informationen aus erster Hand weitergegeben.
 
Zu den prägendsten Eindrücken in Syrien habe gehört, so Schick, „wie stark sich die Christen vor Ort für die ärmsten und schwächsten Menschen im Land einsetzen“. Die Projekte, die er und seine Gruppe in Aleppo hätten besuchen können, „lassen eine tiefe Nächstenliebe spüren, die in die ganze Gesellschaft ausstrahlt. Darüber hinaus haben wir gehört, wie Pfarrer, Ordensfrauen und Ordensmänner auch in extremen Situationen während des Krieges bei ihren Gemeinden ausgeharrt haben. Einige von ihnen, wie der Jesuit Frans van der Lugt, haben dafür mit ihrem Leben bezahlt.“
 
Erschüttert haben Erzbischof Schick „aber vor allem das Elend, in dem besonders Frauen und Kinder in der weitgehend zerstörten Stadt hausen und ums Überleben kämpfen. Sie brauchen viel Hilfe. Die Männer fehlen, weil sie im Krieg gefallen, beim Militär eingezogen oder im Ausland sind.“
 
Die meisten Menschen im Osten Aleppos, einem „Trümmerfeld“, so Schick, hätten keine Elektrizität und kein fließendes Wasser. Die Caritas Syrien versorge mit Hilfe von ausländischen Caritasorganisationen diese Menschen mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikel und Medizin, sie könnten sonst nicht überleben. „Um was sie uns besonders baten, waren Wassertanks, damit sie, wenn Wasser gebracht wird, Gefäße haben, in denen sie es für acht und mehr Tage sauber aufbewahren können, bis der nächste Wassertransport kommt.“
 
In den wenigen noch einigermaßen brauchbaren Gebäuden habe die Caritas Aufenthaltsmöglichkeiten für die Kinder eingerichtet, wo sie auch einen Elementarunterricht in den drei Fächern Arabisch, Englisch und Mathematik bekommen. „Alle hoffen, dass in absehbarer Zukunft der normale Unterricht in regulären Schulen wieder stattfinden kann. Viele dieser Kinder sind in all den Kriegsjahren nicht zur Schule gegangen. Die Caritas will helfen, dass sie keine verlorene Generation werden.“
 
ZDF-Korrespondent Uli Gack hat am Mittwoch abend in einem bewegenden, aber viel zu seltenen Bericht im Auslandsjournal über die Straßenkinder von Aleppo die Schilderungen Schicks über das himmelschreiende Elend bekräftigt. (Ab Min. 14:30)
 
Noch sei der Krieg nicht ganz vorbei, warnt der Bamberger Erzbischof in seinem Reise-Bericht . Auch wenn der IS offiziell besiegt sei, gebe es doch immer wieder aus Idlib, einer von islamistischen Kampfgruppen gehaltenen Stadt, Raketenbeschuss auf Aleppo. „Ich hatte zwar keine Angst, aber doch ein unruhiges Gefühl. Denken musste ich aber immer wieder und sagte es auch: Wir werden wahrscheinlich Syrien wieder heil verlassen können, aber die Menschen hier ertragen den Krieg seit 2011, der nicht zu Ende ist; Nachhutgefechte gibt es immer wieder und wie es weiter geht, weiß niemand. Angst und Sorgen bestimmt ihr Leben seit Jahren. Viele sind traumatisiert.“
 
Syriens Wirtschaft liege am Boden und verschlechtere sich weiter. Von bürgerlichen Freiheiten sei das Land weit entfernt. Angesichts der mehr als 13 Millionen Syrer, die auf humanitäre Hilfe angewiesen und über elf Millionen, die aus ihrer Heimat vertrieben worden oder geflohen seien,, mahnt Schick: „Die Weltgemeinschaft ist gefordert.“ Konkret: Der Erzbischof fordert eine kritische Überprüfung der Sanktionspolitik der Europäischen Union. „Gerade die Ärmsten und Verletzlichsten dürfen nicht unter ihren Folgen leiden.“ Die Weltgemeinschaft dürfe das Leid der Bevölkerung nicht vergessen, auch wenn mit dem militärischen Sieg der Regierung der Krieg zunächst einmal auf ein Ende zuzugehen scheine. Die Menschen in Syrien „brauchen Solidarität, um die große wirtschaftliche Krise zu bewältigen. Investitionen in den Aufbau von Wohnungen, der Infrastruktur und der Wirtschaft sind gefordert.“ Entwicklung und Wiederaufbau würden letztlich aber nur gelingen, wenn sie mit Prozessen gesellschaftlicher Versöhnung verbunden werden. „Die internationale Gemeinschaft, darunter auch Deutschland, kann und soll sich dafür einsetzen, dass solche Prozesse angestoßen werden.“
 
Überproportional viele Christen hätten das Land in den vergangenen Jahren verlassen, konstatiert Schick. „Sie waren oft gut ausgebildet, gehörten der Mittelschicht an und verfügten über internationale Netzwerke. Sie haben Kapazitäten für das Land. Auf der anderen Seite treibt sie die Sorge um die Zukunft ihrer Kinder um. Deshalb verlassen sie das Land. Wenn sich die Lage bald grundlegend verbessert, kommen hoffentlich etliche wieder zurück.“
 
Vor Ort werde das aber von vielen bezweifelt. Auf großen Optimismus, dass das Land seine schwere Krise in näherer Zukunft überwinden kann, sei er nirgends gestoßen. „Die ethnischen und konfessionellen Gruppen, die jahrelang im Kampf gegeneinander gestanden haben, müssen wieder zueinander finden und sich versöhnen. Das wird dauern.“ Zunächst, so Schick, müsse die im freien Fall befindliche Wirtschaft stabilisiert werden. „Nur so kann die grassierende Armut abgemildert werden und Hoffnung auf Zukunft aufkeimen. Mittel- und langfristig braucht es aber sehr viel mehr, damit Syrien eine gute Zukunft aufbauen kann: echte Bemühungen um eine inklusivere Gesellschaft, in der sich die verschiedenen Gruppen zu Hause fühlen und die Einzelnen ein höheres Maß an Freiheit genießen.“
 
Die Reise sei notwendig gewesen, bilanziert Schick, „um Solidarität zu zeigen und den Syrern aller Ethnien und Religionen zu versichern, dass sie nicht allein sind. Wir nehmen an ihrem Schicksal teil, setzen uns mit ihnen für Versöhnung und Frieden ein, wir beten mit ihnen und für sie, wir helfen mit materieller und finanzieller Unterstützung zum Wiederaufbau.“ Mit Blick auf Ostern bitte und bete er, „Syrien möge auferstehen zum neuen Leben, zur Einheit in Versöhnung und Frieden und zum Wohlergehen aller für eine bessere Zukunft.“
 
Das Bitten und Beten aus Bamberg wird in Berlin und Brüssel nicht erhört. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas lehnen die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und Wiederaufbauhilfe für Syrien entschieden ab. Die EU-Sanktionen gegen Syrien traten erstmals am 1. Dezember 2011 in Kraft und werden regelmäßig verlängert. Erst im März waren die Strafmaßnahmen ausgeweitet worden. Die nächste Überprüfung steht bis zum 1. Juni an.

Titelbild: Din Mohd Yaman/shutterstock.com

by Redaktion at April 22, 2019 07:30 AM

Leserbriefe zum Brand im Pariser Notre Dame

Der Artikel “Dutzende von Notre-Dames sind auch mit militärischer Unterstützung Frankreichs in Schutt und Asche gelegt worden“, der sich kritisch mit den Reaktionen über den Brand auseinandersetzt, rief teilweise sehr gegensätzliche Reaktionen der Leser hervor. Ich frage mich bei solchen Monumentalbauten immer, ob die Arbeiter im Mittelalter zum Bau gezwungen wurden, ob sie aus ihrer Religiösität handelten, oder ob der Lohn gut war, oder eine Kombination dieser Möglichkeiten. Nachfolgend, eine Sammlung der Zuschriften. Sie enthält auch gewagte Spekulationen. Wir maßen uns nicht an, diese zu zensieren. Zusammengestellt von Moritz Müller.

1. Leserbrief

Guten Morgen liebe Red.,
 
was für ein Hype um Notre Dame.
 
Der IS konnte seelenruhig Weltkulturerbe in die Luft sprengen, obwohl die Hüter der Welt in der Lage waren z.B. jedes einzelne Bohrloch weit weg von der eigenen Heimat zu schützen.
 
Gruß,
Volker Kamp


2. Leserbrief

Hallo Nachdenkseiten-Team,

natürlich war auch ich über die Bilder der brennenden Kirche Notre Dame schockiert. Je mehr Sonderberichterstattungen sich in ARD, ZDF etc. häuften, desto stärker wurde meine Skepsis gegenüber dem Ereignis und dessen medialer Ausbeutung. Da kamen die gleichen Gedanken auf, die Wolf Wetzel in seinem Artikel schildert. Dazu noch die natürlich “ketzerische” Überlegung, dass Herr Macron jetzt plötzlich nicht mehr mit der Unzufriedenheit  der eigenen Bevölkerung und deren Sprachrohr, den Gelbwesten, konfrontiert ist, sondern sich einer hehren, nationalen Aufgabe widmen darf, dem Wiederaufbau der Kirche.

Welch ein unglaubliches Glück, dass die wertvollen Kupferfiguren ein paar Tage vor dem Brand des Dachstuhls vom Dach entfernt und in Sicherheit gebracht wurden. So wurden sie vor der Zerstörung durch Schmelzen gerettet. Wenn ich alles zusammen betrachte, kann ich, obwohl ich es will,  nicht verhindern, dass ich mich an die Versenkung des Greenpeace Schiffes Rainbow Warrior 1985 in Neuseeland durch den französischen Geheimdienst erinnere.  Damit wollte die damalige französische Regierung den weltweiten Protesten gegen ihre Atomwaffenversuche auf dem Mururoa Atoll die Spitze abbrechen.

Mit freundlichen Grüßen
Fred Schumacher


3. Leserbrief

Hallo liebes nds-Team,

ein Schelm oder Verschwörungstheoretiker, wer so etwas dabei denkt, aber die postfaktischen Zeiten, in denen wir uns ganz offensichtlich befinden, in denen Moskau oder Putin in persona, für alle Übel der Welt per rhetorischem Handstreich in Verbindung gebracht werden – da reihe ich mich doch gerne einmal dort ein, wo für Verschwörungstheorien viel Raum gegeben scheint:

Passt es doch momentan nicht ganz hervorragend ins Drehbuch einer bedingungslos pro-europäischen Bewegung? Dieses gewaltige Symbol der brennenden Notre-Dame, deren jetzt schon beschlossener, medial bestens ausgeschlachteter, Wiederaufbau, einer solchen Bewegung den nötigen Rückenwind geben wird?!

Mit einem Handstreich kann man jetzt jeden Zweifler, jeden noch so sachlich argumentierenden Kritiker in jene Ecke stellen, in der schon andere Europa-Skeptiker stehen: Nationalisten, Querfrontler und, nicht zu vergessen, die ewig gestrigen Rechten!

Wie einfach ist es doch jetzt, unter dem Fanal der noch rauchenden Trümmer, die Einheit Europas zu beschwören und jeden aufzurufen, in grenzenloser Solidarität den Wiederaufbau bedingungslos zu unterstützen! Geht es doch um ein gewaltiges (europäisches) Kulturgut!

Um beim, im Betreff genannten Artikel, zu bleiben: was kümmern da die zerbombten Kulturgüter im Irak, in Afghanistan oder in Syrien und Jemen?

Immerhin stehen wir doch für die “westlichen Werte” – ebenso wie Notre Dame für unsere Kultur und Religion! 

Die mussten doch im Irak, in Afghanistan oder in Syrien und im Jemen, koste es was es wolle, verteidigt werden!

So – und jetzt schert Euch in Eure Schranken, ihr Gelbwesten und Europa-Kritiker! Jetzt ist nicht die Zeit für fundierte Kritik oder gar Verbesserungsvorschläge! Jetzt muss Notre-Dame wieder auferstehen……

Da kann man keine kritischen Stimmen gebrauchen!

…. da hat Notre-Dame jetzt nahezu acht Jahrhunderte jedweden Unbill überstanden – und ausgerechnet jetzt, wo man sie “Instand-setzen” will, ausgerechnet jetzt, wo alles besser werden sollte….. da brennt sie, unfallbedingt, ab? Man hätte sie wohl besser einfach in Ruhe stehen lassen sollen??!!!

In diesem Sinne….
Mit freundlichen Grüßen
J. Stwrtetschka


4. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

in was für einer Welt leben wir eigentlich? Sondersendungen rauf und runter zum Brand in Paris, Politiker rufen zu Spendenaktionen auf (wdr.de/nachrichten/spenden-fuer-notre-dame-100.html) oder sichern fachliche Hilfe zu (handelsblatt.com/video/arts_und_style/deutsche-hilfe-fuer-paris-merkel-wir-werden-gemeinsam-an-dem-wiederaufbau-von-notre-dame-mitwirken/24229602.html?ticket=ST-749774-9ZG7JzxaVOIl9cB3aeA3-ap2). Erinnert sich eigentlich noch irgendjemand an die verheerende Katastrophe in Mocambique durch einen Tropensturm (faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/ueberschwemmungen-in-mocambique-mehr-als-tausend-tote-vermutet-16098379.html)? Ich kann mich nicht entsinnen, dass Laschet seinerzeit zu Spenden aufgerufen hat oder Angela Merkel Hilfe angeboten hat. Der “Schurkenstaat” Kuba hingegen hat es gemacht: amerika21.de/2019/04/224382/kuba-hilft-mosambik-mit-aerzten. Das ist einfach nur verlogen. An Spenden für Notre Dame sind bislang über 800 Millionen Euro zusammen gekommen. Wie viele es wohl für Mocambique waren? Und die meisten Medien mischen eifrig mit, ja es gibt sogar harsche Kritik daran, dass die ARD keinen Brennpunkt dazu gesendet hat: welt.de/vermischtes/article192004711/Tierfilm-statt-Notre-Dame-ARD-Chefredakteur-wehrt-sich-gegen-Kritik.html. In diesem Fall muss man aber ausdrücklich einmal die ARD loben!

Mit freundlichen Grüßen
Georg Raacke


5. Leserbrief

Hallo Nachdenkseiten,

man muss man nicht zu irgendwelchen Geheimdienstpapieren greifen: Fast auf den Tag  genau ein Jahr bevor Notre Dame brannte, in der Nacht zum 14.04.18, hat Frankreich zusammen mit den USA und Großbritannien Syrien bombardiert. Völkerrechtswidrig und ohne UNO Mandat. Dabei sind zwar keine Kirchen zerstört worden, aber Infrastruktur. Und es gibt bis heute keinen Beleg dafür, dass von den Syrern in Duma tatsächlich, wie behauptet Giftgas eingesetzt wurde. In den Mainstreammedien hat man ein Jahr später dazu nichts gelesen, obwohl das dem Anspruch, den diese immer wieder vor sich her tragen entspräche. Und das wird auch weiterhin so bleiben. Trotz der Aufklärung, die Leute wie Todenhöfer betreiben. Es geht dieser Öffentlichkeit nur darum, das Narrativ von der überlegenen Mission des christlichen Abendlandes immer und immer wieder zu erzählen.

Die Fixierung auf diese Art Berichterstattung hat schon etwas neurotisches. Und da Notre Dame für viele tatsächlich ein Symbol unserer mitteleuropäischen Hochkultur, bzw. der Vorstellungen ist, die wir damit ausschließlich verbinden wird dieses Feuer genau in dem Sinne medial und politisch verwurstet. Und die Öffentlichkeit reagiert wie gewollt. Wer möchte jetzt noch Verständnis für die Gelbwesten aufbringen, die sich ja schließlich auch an Symbolen dieser Hochkultur vergangen haben?

Wenn man zynisch wäre, könnte man sagen, dass man das Ganze hätte “erfinden” müssen, wenn es nicht durch höhere Gewalt eingetreten wäre.

Wie den Reichstagsbrand. Ich spare mir das, weil ich nicht zynisch sein will. Vielleicht spielt sich das ja auch unterhalb der Bewusstseinsschwelle der Öffentlichkeit ab ab. Der Gedanke, dass es gewollt oder zumindest willkommen ist, kommt dennoch auf, wenn ich mir das Theater in den Medien anschaue, das mir als Haltung und Verhalten wirklich zynisch vorkommt, in der Art und Weise wie es abläuft, mit Live Streams, endlosen Solidaritätsadressen, Spendenaufrufen und einer Debatte, die sich darüber empört, dass es keinen ARD Brennpunkt gegeben hat. Das ist Katastrophenkino, welches in der Form für mich kaum eine andere Funktion erfüllt, als – in einem ganz anderen Zusammenhang natürlich – die die Deutsche Wochenschau damals auch: Propaganda.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Sperling


6. Leserbrief

Hallo NDS-Redaktion

Bei der täglichen Auswahl der Dokus mit Hilfe des Programms “MediathekView”, das alle Mediatheken des Öffentlich-Rechtlichen, ORF und SRF auf einen Schlag darstellt, bin ich auf die Idee gekommen als Suche einmal “Notre Dame” und “Notre-Dame” (die Suche mit dem Sonderzeichen muß man extra eingeben!) einzugeben.

Was mir dann an verschiedenen Headlines der unterschiedlichsten Sendungen entgegenschlug kann ich persönlich nur als dekadent bezeichnen. Was sich da auch schon wieder an diversen “Experten” zu Wort meldet, man man man…

Wie das ausgeschlachtet wird von den Medien ist regelrecht wiederlich angesichts des Elends dieser Welt, was nicht zuletzt auch durch Frankreich verursacht wird…

Eine wirklich nur kleine Auswahl kopiere ich hier einmal ein:

ZDF Mittagsmagazin – “Notre Dame, unser Drama”
RBB – Gedenken an Notre Dame
ARD maintower – Trauer um Notre-Dame
ORF Magazin 1 – Frankreich in Trauer
NDR – Frankreich: Brand von Notre Dame – eine Nation unter Schock
ARD SWR Aktuell Baden-Württemberg – “Die Seele Frankreichs ist verletzt worden”
ARD tagesschau 24 – Brand in Notre-Dame: Fassungslosigkeit und Solidarität am Tag danach
ARD Umschau – Notre-Dame-Brand weckt in Weimar böse Erinnerungen
ARD Lokalzeit aus Düsseldorf – Notre-Dame: Erinnerungen an Brand St. Peter
——–
Vermutliche Programmänderungen
ARTE.DE – Hector Berlioz: Requiem – Aus der Kathedrale Notre-Dame de Paris
ARTE.DE – Die Orgel von Notre-Dame de Paris
ORF III Spezial: Notre Dame – Wunderwerke der Gotik
———
ORF – ORF III AKTUELL: Der Brand der Kathedrale Notre-Dame
ZDF heute plus – Notre Dame: Zerstörung eines Symbols
ZDF heute plus – Wie geht’s weiter mir Notre Dame?
Landesschau Rheinland-Pfalz  – Notre Dame kann überall sein
ZDF heute journal  – Notre Dame und die Geschichte
ARD Morgenmagazin – MOMA-Reporter: Nach dem Feuer
ARD Rundschau – Herausforderung bei Löscharbeiten von Notre-Dame
MDR – Paris: Notre Dame nach dem Brand
ORF Studio 2 – Jan Matejcek (ORF) vom Wiener Stephansplatz
ORF Studio 2 – Französin über den Brand von Notre-Dame
ORF Studio 2 – Architekt Feichtinger über den Notre-Dame-Brand
ZDF heute – in Europa – Notre-Dame am Tag danach
ORF ZIB 2 – Denkmalschutz-Experte Wehdorn zum geplanten Wiederaufbau
ORF Magazin 1 – Französischer Botschafter über die Bedeutung von Notre-Dame
ARD Rundschau – Notre-Dame in Paris: Ursachenforschung und Reaktionen
ARD Hier und Heute – Dombaumeisterin zu Brand von Notre Dame
ARD Abendschau – Brand von Notre Dame
ARD tagesschau 24 – SCHWERPUNKT: Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame
ARD Brisant – Kathedrale Notre-Dame vom Feuer verwüstet
ORF – Kultur Heute Spezial aus Paris
ZDF spezial – Feuer in Notre-Dame – Der Brand und die Folgen
ARD – Weltspiegel extra: Notre-Dame nach dem Feuer

Ich bin erschüttert – aber nicht über den Brand eines Gebäudes…

Mit besten Wünschen für ein sonniges Osterfest
Lutz Last


7. Leserbrief

Hallo, liebe Nachdenkseitenleser,
 
man kann das Feuer von Notre-Dame auch noch anders deuten. Wenn ein so bedeutendes Bauwerk wie die Kathedrale von Notre-Dame von einem so verheerenden Feuer heimgesucht wird, dann hat das auch eine symbolische Bedeutung. Die symbolische Bedeutung halte ich für positiv. – Endlich, endlich – möchte man fast sagen – bricht in diesen heiligen, kalten Hallen ein F e u e r aus.
 
Aus Sicht der Symbolik betrachtet, ist dieses Gebäude ein Symbol für die katholische Kirche. Das Feuer brach im Dach aus, das deutet darauf hin: im Kopf der Mitglieder, im Kopf, vielleicht auch von maßgeblichen Leuten der Kirche. Es würde nicht wundern, wenn Frankreich wieder einmal wegweisend wäre. Die Zeit wäre reif für eine erneute Revolution. Dieses Mal nicht von unten her sondern von oben. Vielleicht deutet dieses Feuer darauf hin, daß sich insgeheim schon etwas tut. Es wäre an der Zeit. Aufstände von unten enden meistens gewalttätig und sind selten wirklich zielführend. Ein Feuer, das oben beginnt, – man wagt es sich kaum vorzustellen, daß es von oben her zu gewaltigen Veränderungen kommen könnte. . .
 
Von oben her – eine höhere Macht war mit im Spiel und hat dafür gesorgt, daß die Apostel auf dem Dach vor dem Brand gerettet wurden. Gute Menschen, die Feuerwehrleute unter Einsatz ihres Lebens, haben dafür gesorgt, daß nicht alles zu Schutt und Asche zusammenfiel. Andere wollen großzügig spenden, damit das Gebäude schöner denn je wieder errichtet werden kann. Viele Schätze wurden gerettet, u.a. die Orgel und die Dornenkrone, eingehüllt in Kristall und Gold – oh weh, ein Marterwerkzeug ist einer der größten Schätze – gerettet von einem Geistlichen! – Ziehe ich die Symbolik wieder heran, dann wird sich manches ändern, sogar zum Guten, aber vom falschen Glauben wird die katholische Kirche nicht lassen. – Das wäre ja wohl auch zuviel auf einmal verlangt!
 
Jeder sieht, daß es so, wie es ist, nicht weitergehen kann. Es gibt so viele Menschen, die sich für das Gute einsetzen, die ihren Glauben ernst nehmen, sei es den Islam, das Christentum oder einfach nur Verantwortungsbewußtsein zeigen. Wenn es einen guten Gott gibt, dann muß es einen Wandel geben, und ich glaube daran, daß er kommt!
 
Mit freundlichem Gruß Doris Manner


8. Leserbrief

Guten Tag zusammen,

als ich abends von dem Brand durch die Tagesschau erfahren habe, war ich geschockt von den Bildern, die ich sah. Ich bin Atheist und dennoch besuche ich auch Kirchen oder religiöse Orte, egal wo ich in Europa bin, weil ich damit Geschichte, Tradition, Weltbilder und auch das Leid der Menschen damit verbinde. Ich war früher oft in Paris und manchmal mehrmals im Jahr. Paris ist für mich eine Welt-Metropole der Kultur und insofern hat mich auch der Brand ehrlich bestürzt.

Ich finde es auch grundsätzlich in Ordnung, wenn darüber in den Medien berichtet wird. Aber binnen kürzester Zeit wurde meine Bestürzung durch Zorn und Resignation überlagert. Die Reaktionen auf den Brand in Paris nehmen für mich bigotte und heuchlerische Züge an.

Bei uns in Köln ließ der örtliche Kardinal tatsächlich den Kölner Dom läuten. Im TV erläuterte er diese Maßnahme als Zeichen der Verbundenheit mit den französischen Christen. Ich war halbwegs fassungslos, läutet doch der Dom nur zu “Gottesdiensten”, an hohen kirchlichen Feiertagen und Beerdigungen von Staatsmännern. In Paris ist zum Glück niemand körperlich zu Schaden gekommen und es wird als Zeichen der Solidarität oder der Trauer im Kölner Dom geläutet?? In der katholischen Kirche werden unter dem Deckmantel der “Seelsorge” zigtausende Kinder sexuell missbraucht, wer wirft dann von den “Vertretern Gottes auf Erden” die Glocken an? Wenn man für jedes Missbrauchsopfer in Deutschland nur 5 Minuten als Zeichen der Trauer und der Scham die Domglocken läuten würde, würden wir in Köln wahrscheinlich monatelang und ununterbrochen die Domglocken hören.

Im Mittelmeer ertrinken fast täglich Menschen auf der Flucht vor Krieg, Not und Elend jämmerlich im Mittelmeer, die Welt schaut überwiegend nur zu. Wer läutet da die Kirchenglocken zum Zeichen der Trauer?

Binnen zwei Tagen sollen angeblich schon fast 1 Milliarde(!) Euro zum Wiederaufbau von Notre Dame gespendet worden sein. Bei allem Respekt vor der Kunst und Kultur in Paris, aber wieviel Geld wurde bisher aus der Bevölkerung für Flüchtlinge, Kriegsopfer (für die z.T die eigene, französische Regierung erst aktiv durch kriegerische Aktivitäten mitgesorgt hat) gesammelt?

Darüber hinaus haben die Medien jetzt in den nächsten Wochen wieder einmal eine tolle Gelegenheit – die sie sicher nutzen werden! -, wichtige relevante Informationen zu ignorieren bzw. und hinter der wahrscheinlichen Dauerberichterstattung über Notre Dame der Öffentlichkeit zu verstecken. 

Ich kann garnicht soviel essen, wie ich wegen solchen Dingen k…. , naja Sie wissen schon.

Zum Scluß wie immer ein Lob an die Redaktion für ihre unermüdliche aufklärerische Arbeit!

Mit den besten Grüßen und Wünschen
Claus Hübner


9. Leserbrief

Sehr geehrte Macher der Nachdenkseiten,

Nun zu meinem Anliegen:

Das Abbrennen des Pariser Domes Notre Dame ist eine schreckliche Nachricht gewesen. Wie auf den NDS aber auch schon angemerkt, hat die „Weltgemeinschaft“ mit Hilfe der Franzosen Dutzende andere Bauwerke, mit ähnlich geschichtlichem Hintergrund, in Schutt und Asche gelegt. Und ganz hinten in meinem Denkstübchen hat sich ein Gedanke entwickelt. War es Mache? Den Louvre konnte man nicht anstecken, zuviel wäre unersetzlich gewesen. Ebenfalls nicht den Eifelturm oder Sacre Coere, oder die Madeleine, dann wären Menschenopfer dazu gekommen. Was ließ sich also am gefahrlosesten „abfackeln“? Der Invalidendom fiel auch aus, ebenso Versailles. Das eigentlich einzige Bauwerk war Notre Dame! Warum? Macron steht buchstäblich mit dem „Arsch an der Wand“. Trotz Infiltration und Radikalisierung der Gelbwesten lässt sich dies ekelhafte Fanal gegen seine Politik für Reiche nicht wegwischen. Es klebt buchstäblich wie „Hundescheiße“ am Hacken.

Es kann auch alles ganz anders sein und das Feuer ist nicht gezielt gelegt worden. Aber: so wird daraus ein Fanal, eine französische Nationalangelegenheit. Ein Zeichen! Und Milliardäre beteiligen sich am Wiederaufbau – was für „gute Menschen“ das doch sind. Mit Millionen die sie selbst niemals erarbeitet haben, sondern das „dumme Volk“ dem jetzt ein Gutmenschentum vorgegaukelt wird. Wie schon einmal bemerkt, es kann auch alles ganz anders sein. Wie beim Reichstagsbrand!!!

mfG
S.A.
ein Ungläubiger, der nicht mehr alles „frisst“ was ihm so hingeworfen wird


10. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,

der Artikel spricht mir aus dem Herzen, ich hatte am fraglichen Abend einige Kapitel in Jürgen Todenhöfers Buch „Die große Heuchelei“ gelesen und scrollte gegen 23.00 Uhr nochmals über tagesschau.de. Beim Lesen der Nachricht dachte ich nochmals an meinen Besuch 2012 in Notre-Dames und schaute auch nochmals meine Fotos von Notre-Dames durch.

Mir kamen dabei genau die Gedanken und auch die Bilder Todenhöfers aus Mossul und anderen Orten den Nahen und Mittleren Ostens in den Sinn.

Was ist der bedauerliche Verlust in Paris ohne einen Toten gegen die Zerstörung von Millionenstädten durch Frankreichs Beteiligung und die mit französischen Waffen erfolgte Tötung von Tausenden.

Mit welchem zweierlei Maß beurteilen Medien und die Politik diese Schäden!

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Leonhardt


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden Emailadressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

by Redaktion at April 22, 2019 07:00 AM

Freie Radios

10 Jahre nach der Räumung des Besetzten Hauses in Erfurt

Marvin lebte einige Zeit im Besetzten Haus in Erfurt. Mittlerweile wohnt er schon lange nicht mehr in Erfurt. Zum 10. Jahrestag der Räumung war er für eine Lesung in Erfurt zu Gast und besuchte uns im Radio für einen kleinen Rückblick. Das Interview lief im Rahmen einer Sondersendung. Mehr dazu und die anderen Beiträge hier: https://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=7519

by David (Radio F.R.E.I., Erfurt) at April 22, 2019 06:03 AM

Agenda 2010 Leaks

So wehrst Du Dich gegen eine schlechte Behandlung des Jobcenters!

Immer wieder erreichen uns Hilferufe. Zum Teil katastrophale Zustände lassen viele Menschen geradezu verzweifeln. Doch niemand muss sich wie ein Mensch 3. Klasse behandeln. Ein probates Mittel, wenn Jobcenter-Mitarbeiter schlecht beraten, oder drangsalieren, ist die Dienstaufsichtsbeschwerde.

Es gibt viele Fälle, in denen Sachbearbeiter des Jobcenters negativ auffallen. Immer wieder müssen Unterlagen neu eingereicht werden, obwohl sie schon beim Jobcenter vorliegen. Viele Leistungsberechtigte von SGB II-Leistungen fühlen sich falsch beraten. Sie müssen an Maßnahmen teilnehmen, die nichts mit ihren eigentlichen Qualifikationen zu tun haben. Andere werden in 1-Euro-Jobs geparkt, um die Jobcenter-Statistik zu schönen.

Und was ist eigentlich, wenn der Sachbearbeiter seine Kompetenzen überschreitet und Informationen verlangt, die nicht preisgegeben werden müssen? Hiergegen kann kein Widerspruch eingelegt werden. Trotzdem sind Leistungsberechtigte den Jobcentern nicht ausgeliefert. Als erstes wird immer ein direktes Gespräch mit dem Sachbearbeiter empfohlen. Wenn das nichts bringt, gibt es die schriftliche Dienstaufsichtsbeschwerde beim Jobcenter.

Das Grundgesetz ist auf unserer Seite

Dabei ist jeder Bürger durch § 17 des Grundgesetzes abgesichert. Hier ist geregelt, dass jeder sich über Behördenverhalten beschweren darf. Ein formloses Schreiben an den Leiter des Jobcenters genügt bereits, wenn darin die Probleme angesprochen werden. Der ist zwar nicht verpflichtet, dann einen neuen Sachbearbeiter abzustellen.

Das Jobcenter muss die Beschwerde bearbeiten. Das heißt sie wird gelesen, geprüft und der Sachbearbeiter nimmt zu den Vorwürfen Stellung. Über die Konsequenzen entscheiden dann die Vorgesetzten des Sachbearbeiters. So ist immerhin garantiert, dass die Sorgen und Probleme im Umgang mit den Jobcenter-Mitarbeitern bekannt werden. Der Druck auf „miese“ Sachbearbeiter steigt.

Die Dienstaufsichtsbeschwerde kann fristlos und formlos an das Jobcenter geschickt werden. Inhaltlich geht es immer um das Fehlverhalten der Berater bzw. Sachbearbeiter. Wenn im Gegenteil der Hartz 4-Bescheid falsch ist und dadurch wichtiges Geld verloren geht muss ein Widerspruch gestellt werden. Der kann hier kostenlos nach Prüfung des Bescheids erstellt werden.



Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @Norbertschulze, April 22, 2019 at 06:01AM

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by Unknown (noreply@blogger.com) at April 22, 2019 05:42 AM

Klimareporter

"Wir haben eine Arche geschaffen"

Das Klima muss man fühlen, um es zu verstehen, sagt Jens Tanneberg, wissenschaftlicher Leiter des Klimahauses in Bremerhaven. Auf einer Reise entlang des achten Längengrades von der Antarktis bis zur Sahara sollen die Besucher erspüren, wie fragil und schützenswert unsere Erde ist – und warum wir dringend einen Kohleausstieg und ehrgeizige Klimaziele brauchen.

April 22, 2019 05:39 AM

wohnhaft.de

Fliegenschutz

Wie habt Ihr bei Euch den Fliegenschutz a.d. Fenstern realisiert?

by ViNS at April 22, 2019 05:25 AM

Autofahren mit Solarstrom

Cooles neues Startup Unternehmen. Das sieht doch ganz nett aus, ich drück denen jedenfalls die Daumen
sueddeutsche.de/auto/elektromo…otor-begraben-1.3988563-2

by TimEy at April 22, 2019 04:18 AM

April 21, 2019

wohnhaft.de

Platzverweis durch Polizei – kommt vorbei!

Schlagloch / Kiel schrieb:

Seit Dienstag bewohnen wir nun die Fläche im Meimersdorfer Moor und können uns gut vorstellen, hier für längere Zeti zu bleiben. Heute (Sonntag) haben uns die Eigentümer*innen der Fläche einen Besuch abgestattet. Sie wussten offensichtlich zuvor nichts von unserer Anwesenheit und konfrontierten uns direkt mit dem Ihnen sehr wichtigen Eigentumsrecht. Das Brachliegen der Fläche hätte uns nicht zu interessieren, unsere Fahrzeuge seien ja wohl Schrott, welchen wir hier ablagern würden, sowie all unseren anderen Müll, wofür Sie dann später hafteten. Als wir auf die Aufforderung, die Fläche zu verlassen, nicht direkt reagierten, riefen sie die Polizei, die 10 Minuten später auch auf der Matte stand. Zuständig für diese Fläche ist die Bundespolizei, da sie im Fächennutzungsplan noch als Bahnfläche eingetragen ist. Diese erteilte uns nach kurzem Hin und Her einen Platzverweis, der morgen (Montag 22.04.) ab 18 Uhr geltend gemacht werden soll. Der Eigentümer betonte mehrfach, dass er möchte, dass sofort eine Räumung oder mindestens eine Identitätsfeststellung durchgeführt werden soll. Die Polizei sah dafür jedoch heute noch keine direkte Handlungsgrundlage, da eine hier vermeintlich geplante Baustelle erst Dienstag beginnen solle. Den Platzverweis wollen sie jedoch am morgigen Tag durchsetzen.

Wir würden uns über solidarische Menschen freuen, die uns morgen in dieser bedrohlichen Situation beistehen! Für mehr Infos ist ein Plenum um 15 Uhr angesetzt. Kommt alle vorbei!

Schlagloch braucht eure Unterstüzung!

Quelle: schlagloch.blogsport.eu/2019/0…rch-polizei-kommt-vorbei/

by Postbot3 at April 21, 2019 09:47 PM

Freie Radios

grenzenlos April 2019 (Serie 323: Grenzenlos)

mehrsprachig - Internationale Solidarität mit dem Widerstand gegen die faschistoide Diktatur des Kriegsverbrechers und IS-Paten Erdogan - Interview zu Gronau Atomwaffenmaterialproduktion und Lieferungen nach ... beenden, Genscherdeal zur Vermeidung von Reparationen und Entschädigungen der Verbrechen des Faschismus WW2 bei Zweiplusviervertrag - Martin Klinger und legitime Forderungen des griechischen Parlaments und des Zug der Erinnerung - Das Schweigen über die Ziele der gilets jaune - Rede bei FFF Ma Ende Gelände - Reden Abschiebungen sind keine Lösung - Hauab- und Lagerwegsperrgesetz - Kampagne des antira Netzerks 100 Jahre Abschiebelager - Giaconda Belli bis wir frei sind mit zwei Buchtipps - Berichte von der Konferenz 20 Jahre NATObomben in Beograd niemals vergessen in der nrhz - Winni Wolf Verkehrswende, climate change systemchange, Kurzkommentar Wahl Ukraine, Termine 30.April Antifa Straßenfest inHd, 1.Mai antikapitalistische Demos und Kundgebungen,4.Mai Max Josef Straßenfest Vielfalt statt völkische Einfalt und 8.Mai regionale Befreiungsfeier im Naturfreundehaus Ma, Termine Weg mit den Berufsverboten Rehabilitierung und Entschädigungen! und weitere Jahrestage: 23.April Völkermord Armenien,25.April Nelkenrevolution Portugal, 29.April Gedenktag KZ Jasenovac, 2.Mai faschistisches Massaker in Odessa, 16.Mai 1940 Beginn der Deportationen der Sinti und Roma, 16.Mai 1944 SintiRoma Aufstand in Auschwitz, Geburtstage 23.April Mumia Abu Jamal, 29.April Vladimir Iljitsch Lenin und am 19.Mai Ho Chi Minh

by Reinhard (bermuda.funk - Freies Radio Rhein-Neckar) at April 21, 2019 09:11 PM

Rechsextreme Tempelritter (Serie 9: Inforedaktion Stuttgart)

Der Rechtsterrorist und Attentäter von Christchurch erwähnt in seinem Manifest, er habe sich für die Tat Segen bei einem Tempelritter geholt. Auch Anders Breivik, der 2011 die Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya, bei denen 77 Menschen ums Leben kamen, begangen hatte, sah sich als ein Tempelritter. Welche Überschneidungen gibt es mit Tempelrittervereinen in Deutschland? Ein Feature.

by Inforedaktion Freies Radio für Stuttgart, Christina Schieferdecker (Freies Radio für Stuttgart) at April 21, 2019 04:49 PM

DLF Wissenschaft im Brennpunkt

Streit um den richtigen Biolandbau - Ganz natürlich - oder anders?

Ein Mädchen steht mit einer großen Weltkugel als Ball in einem Kornfeld. (imago )Der alte Gegensatz von Natur und Chemie, von Tradition und Technologie, von Gut und Böse wird in der ökologischen Landwirtschaft zunehmend infrage gestellt. Kann man sich die Ablehnung neuer Technologien angesichts einer schnell wachsenden Weltbevölkerung überhaupt noch leisten?

www.deutschlandfunk.de,


April 21, 2019 02:30 PM

Freie Radios

33. Jahrestag der Chernobylkatastrophe - Aprilsendung des Anarchistischen Hörfunk Dresden (Serie 1059: Anarchistischer Hörfunk aus Dresden)

Am 26.04.1986 kam es bei einem Sicherheitstest im Reaktor Nr. 4 des Atomkernkraftwerkes von Chernobyl zu einer Gasexpolosion. In den folgenden Tagen wurden schätzungsweise 400 mal mehr radioaktives Material in die Athmosphäre emittiert, als bei der Detonation der Atombomben auf Hiroschima und Nagasaki. Ein Großteil der Strahlung erreichte in Form von radioaktiven Niederschlag die Menschen und Ökosysteme von Belarus. Die Unterstützung und Aufmerksamkeit dafür nahm schnell ab, das Leid und die Krankheiten dauern an. Wer übernimmt Verantwortung für die menschengemachte Katasthrophe, die unser Hunger nach billigen Ressourcen und billiger Energie hervorbringt? In welchem Kontext steht Chernobyl heute? Darüber wollen wir in unserer heutigen Sendung reden, denn dieses Jahr jährt sich die Katastrophe in Chernobyl zum 33 Mal. Wir schauen dazu was ist damals eigentlich passiert und führen ein Interview mit einem Umwelt-Aktivisten aus Belarus. -------------MUSIK------------------------- Illusioniert desillusioniert von Mona und Hummel https://monaundhummel.noblogs.org/files/2018/02/09-Illusioniert-desillusioniert-1.mp3 The Beauty of Maths von Meydän http://freemusicarchive.org/music/Meydan/The_Beauty_of_Maths/Meydn_-_The_Beauty_of_Maths_1361 Down to Earth by Yung Kartz http://freemusicarchive.org/music/Yung_Kartz/April_2019/Down_to_Earth_1846 Pop Brasilia by Podington Bear http://freemusicarchive.org/music/Podington_Bear/Bon_Voyage_1995/Pop_Brasilia_1810 Imminent Threat by Scanglobe http://freemusicarchive.org/music/Scanglobe/Instrumental_1564/Imminent_Threat Der Zug von Mona und Hummel https://monaundhummel.noblogs.org/files/2018/02/05-Der-Zug-1.mp3 Cruel Experience - Save the Nature Kill Yourself EP https://archive.org/details/siro750CruelExperience-SaveTheNatureKillYourselfEp/03-CruelExperience-MyHeadOnTheSky.mp3

by Anarchistischen Hörfunk aus Dresden (coloRadio, Dresden) at April 21, 2019 01:14 PM

Klimareporter

Transparenz fürs Klima

Lebensmitteln wie einem Liter Milch – genauso wie anderen Produkten – sieht man nicht an, wie viel Klimagase bei ihrer Herstellung verursacht wurden. Sollen Unternehmen den Verbrauchern sagen, welchen CO2-Rucksack sie mitkaufen?

April 21, 2019 11:47 AM

wohnhaft.de

Start der Sonntags-Sauserei (So, 28.4.)

Stattpark OLGA / München schrieb:

Lust auf was Neues.
Lust auf Kuchen.
Lust auf Kaffee und draußen in der Sonne abhängen.

Dann kommt doch auf die OLGA am Sonntag den 28.04.

Wir haben jetzt immer den letzten Sonntag im Monat am Nachmittag Programm.

Diesmal Fahrradwerkstatt, Tischtennis, Krabbelecke und und und

Los geht das ganze um 14:00 Uhr.

Wir machen Kaffee und freuen uns natürlich auch über Kuchen.

Habt ihr noch Ideen oder habt selber Bock mal was bei uns an einem Sonntag zu machen?
Dann gebt uns bescheid, wir freuen uns auf euch.

Bis Sonntag eure OLGA

P.S.: Achtung Achtung! Donnerstag, 25. April findet kein Platzcafé statt. Das nächste Donnerstags-Platzcafé ist am 2. Mai.

Quelle: olga089.blogsport.de/2019/04/2…onntags-sauserei-so-28-4/

by Postbot3 at April 21, 2019 08:40 AM

Café KRAAK am 21. April

Die WG / Freiburg schrieb:

21. 04. 2019 schon ab 12 Uhr, aber dann auch den Nachmittag über Squat Café KRAAK WO? G19, Gartenstraße 19 Wie jeden 3. Sonntag im Monat findet unser Squat-Cafe mit Kuchen und Kultur statt. Wir kommen zusammen um uns auszutauschen … Continue reading
Quelle: diewg.noblogs.org/post/2019/04/21/cafe-kraak-am-21-april/

by Postbot3 at April 21, 2019 08:30 AM

Agenda 2010 Leaks

Ostern - Rückblick auf Vergangenes

Was ist in dem Ei, das da liegt?
Wer nimmt es? Darf er das? Gehört es dem denn überhaupt? Wo kommt dieser Fremde "Räuber" her?






Frohe Ostern allen bunten Eiern, den veganen und den süßen ;-)


Kurzes Erlebnis von der Kundgebung neulich...

An einem Sozialgericht stehen Gedenkkreuze für "die Opfer der Agenda 2010".
Es wird in Bildern auf die Thematik "Hartz IV (Sanktionen)" aufmerksam gemacht.
Einige Aktivisten werben für das "bedingungslose Grundeinkommen".

Ein Mitarbeiterin einer Putz(personal)firma in Arbeitskleidung** ist im Begriff gemeinsam mit anderen Leuten gegen Nachmittag, das Sozialgericht zu betreten.

Sie dreht sich um nach den sich unterhaltenden Aktivisten und Kundgebungsbesuchern und fragt:
"Ist das hier nur für Deutsche gedacht, oder ist das auch für Ausländer - die mag ich ja gar nicht."

Ich denke mir "scheiße, wie kommt man denn auf SO einen Gesprächseinstieg?"

Ich erkläre ihr, dass das Grundeinkommen eine weltweite Idee ist, das hiesige Gedenken um im Deutschen "Sozial"System Verstorbene geht, das für ALLE hier lebenden Menschen egal woher kommend oder wo geboren, aus meiner Sicht sich positiv verändern müsse - halt weg von diesem Almosen- zum Grundrechtedenken.
 Sie bringt das Gespräch weiter vorrangig in eine Diskussion über "Ausländer und deren kriminelle Machenschaften" anstatt irgendwie auf die Thematik das ARBEITSBEGRIFFES einzugehen, was die Hauptaussage unserer Kundgebung anlässlich einer heute ausgefallenen Gerichtsverhandlung ist.
Ich frage sie in meiner auf diesem Planeten gelernten Erstsprache Deutsch, ob ihrer Meinung nach mehr Gemeinsamkeiten zwischen mit und ihr, mir und den "Fremden" oder ihr und den Fremden herrsche.
Sie meine "wir" also, sie und ich, seien uns ähnlicher und es bestünde eine klare Abgrenzung/also ich ergänze mal "Kategorienwechsel" zu "denen"...
Nun offenbare ich ihr ganz selbstverständlich, dass ich das anders sehe.
"Meine Kultur ist nicht von diesem Planeten. Ich untersuche, ob die Menschheit reif ist für höhere Dimensionen... und zwar am Test der WÜRDE des EINZELMENSCHEN in der Praxis."

[...] 

ach ja, das war in dem Ei:


 

zufällige Ähnlichkeiten mit dem Ei-Finder oben sind nicht beabsichtigt...

Wie alt sind manche Ängste der Menschen? Und wie alt der Wunsch nach Freiheit?

Gruß eine SPIEGELHALTERIN

**womit ich nur sagen will: sie war im Begriff einen DIENST (im Sozialgericht) zu tun und für den auch (vermutlich zu) viele Steuern zu zahlen gemessen an dem, was ihre Miete kostet- es ist damit KEINE Generalisierung ihrer Zunft oder ihrer Beschäftigungsart, ihrer Herkunft oder ihres Geschlechtes etc. pp. abzuleiten! Es könnte JEDER Mensch sein, der in Abgrenzungskategorien andere und sich selber kategorisiert...

Weg mit der #Agenda2010

Quelle: via @FriGGa 1|2|3|.., April 21, 2019 at 09:57AM

Feed abonnieren – AutorenFriGGa, Michael, Anita, Ralph ...

by Unknown (noreply@blogger.com) at April 21, 2019 08:14 AM

Nachdenkseiten

Hinweise der Woche

Am Wochenende präsentieren wir Ihnen einen Überblick über die lohnenswertesten Beiträge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages für Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werktägliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Nach Großbrand: Spendenwettlauf der Milliardäre
  2. Lasst hundert Wikileaks erblühen!
  3. Halbwahrheiten und Lügen der westlichen Medien
  4. Vom Wortbruch zur “Lex Deutschland”
  5. Deutschland ist stark im Griff einer konservativen Wirtschaftselite
  6. Kaufhalle adé: Gentrifizierung in Prenzlauer Berg
  7. Computerspiele: Kriegspropaganda in High Definition
  8. Der Internationale Gerichtshof fügt sich den Drohungen aus Washington
  9. YouTube verwechselt Brand von Notre-Dame mit dem 11. September
  10. Am Tisch mit der politischen Macht

Vorbemerkung: Ursprünglich hatten wir geplant, in unserer Wochenübersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beiträge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine dafür nötige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beiträge vorzuenthalten. Daher möchten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beiträge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Nach Großbrand: Spendenwettlauf der Milliardäre
    (…) Bereits kurze Zeit nach dem verheerenden Brand von Notre-Dame ist eine Spendenaktion für den Wiederaufbau angelaufen – vorneweg die bekannten Milliardärsfamilien des Landes. Die Unternehmensgruppe LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) versprach eine Spende von 200 Millionen Euro für den Wiederaufbaufonds von Notre-Dame. In einer Erklärung hieß es, LVMH und die Besitzerfamilie Arnault wollten nach “dieser nationalen Tragödie” ihre Solidarität zeigen.
    Quelle: SPIEGEL Online

    Dazu merkt Fabio de Masi an: Nett wenn Milliardäre für #NotreDame spenden. Noch besser sie würden ihre Steuern zahlen. Dann hätte Frankreich nicht Unterhalt für kulturelles Erbe kürzen müssen & Mehrheit nicht Familie Arnault würde entscheiden wofür es Geld gibt. Demokratie vs Aristokratie. Wer wegen Steuern die Staatsbürgerschaft wechselt wie Unterhosen sollte sich nicht zum Wohltäter aufschwingen.

    Anmerkung Jens Berger: Es ist natürlich glamouröser im Blitzlichtgewitter für die Renovierungen an der Notre Dame zu spenden als anonym dem Finanzamt Geld zu überweisen. Aber nur mit Charity können wir unsere Gesellschaft nicht am Laufen halten. Darüber darf die vorgebliche Großzügigkeit “der Milliardäre” nicht hinwegtäuschen

    passend dazu: Notre Dame Donations Are Heartening – But Where Were The Billionaires After Grenfell?
    (…) In the Middle Ages, much of the glory of the cathedrals across Europe – Chartres, Cologne, the Stephansdom in Vienna – were made possible by the gifts of extremely wealthy merchants and nobles. Guild chapels, carved altars and windows were installed at their behest. Some of the greatest treasures in these places arose only as a consequence of these very public donations – made to secure a place in heaven, to demonstrate their earthly power, or both. (…)
    Centuries later, in 21st century Britain, it seems there’s a lot more of the former occurring, and a lot less of the latter.
    Consider the reaction to the Grenfell fire. While there were several substantial singular donations from individuals to the appeal to help house and support the survivors, much of the £20m raised came from micro-donations from the general public. Some of the loudest voices and biggest fundraisers were members of the local community, banding together to make noise.
    In contrast, much of the reaction from wealthy ‘elites’ (to use a much used and abused term) consisted of questions being raised about the worthiness of the recipients. Wealthy councillors in nearby Chelsea made objections to suggestions of rehousing survivors in the borough. Press barons attacked several survivors at length, including the man in whose flat the fire had started, Behailu Kebede. A later inquest later cleared him of any wrongdoing whatsoever.
    Quelle: Mike Stuchbery auf HuPo UK

  2. Lasst hundert Wikileaks erblühen!
    Julian Assange ist der Spion des Volkes. Er bespitzelt die Mächtigen im Auftrag der Menschen. Deshalb hat er unsere Solidarität verdient.
    Jetzt ist es passiert – sie haben Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft geschleppt und festgenommen. Kaum eine Überraschung, hatte es doch bereits eine Reihe von Hinweisen in diese Richtung gegeben.
    Vor ein oder zwei Wochen hatte Wikileaks die Festnahme vorhergesagt, worauf das ecuadorianische Außenministerium mit einer glatten Lüge reagiert hatte (dass es keinerlei Pläne gebe, Assange das Asyl aufzukündigen), dazu weitere Lügen (angeblich habe Wikileaks Fotos aus dem Privatleben des ecuadorianischen Präsidenten veröffentlicht – warum sollte Assange ein Interesse daran haben und so sein Asyl aufs Spiel setzen?).
    Quelle: Slavoj Žižek auf welt.de

    Anmerkung Jens Berger: Der (gute) Artikel von Slavoj Žižek wird bei welt.de als „linksradikaler Gastbeitrag“ (sic!) vorgestellt. Man spürt da förmlich, welchen psychischen und physischen Schmerz der Text der WELT-Redaktion zugefügt hat, schwimmt man bei Springer doch eigentlich auf der Glory-Glory-Hallelujah-Welle.

  3. Halbwahrheiten und Lügen der westlichen Medien
    Unter der Überschrift „Ein Land zerfällt“ lesen wir heute bei „Spiegel online“: „Als die arabische Rebellion den Dauerherrscher Muammar al-Gaddafi nach 40 Jahren an der Macht 2011 aus dem Amt fegte, hofften die Menschen in Libyen auf Demokratie und Wohlstand. Seither ist Libyen jedoch zu einem Flickenteppich aus Stadtstaaten verkommen. Warlords, Islamisten und Mafia-Banden ringen um die Vorherrschaft.“
    Kein Wort darüber, dass der Westen, vor allem die USA, Frankreich und Großbritannien, einen Bombenkrieg führte, und so Libyen zu einem zerfallenen Staat machte.
    Dann heißt es weiter bei „Spiegel Online“: „Die Europäer wollen Libyen zu einem Rohstofflieferanten und Partner in der Migrationskontrolle aufbauen. Sie haben den Milizen viel Geld bezahlt, damit diese Migranten brutal an der Flucht nach Europa hindern. Dem Staatenzerfall sehen sie nun tatenlos zu.“ Wenigstens hier kommen die Autoren der Verpflichtung nach, die wahren Absichten der „westlichen Wertegemeinschaft“ darzustellen.
    Ganz anders schildert Jürgen Todenhöfer in seinem neuen Buch „Die große Heuchelei“ in beeindruckender Klarheit die Verantwortung der westlichen Staaten für die Kriege und das große Leid der Menschen in Afghanistan, im Irak, in Syrien, dem Jemen und in Libyen:
    „Barack Obama bat an der Klagemauer von Jerusalem Gott, ihn ‚zu einem Instrument seines Willens zu machen‘. Hat Obama sich wirklich als Instrument Gottes gesehen, wenn er im Weißen Haus persönlich die Opfer amerikanischer Drohnenschläge auswählte? Oder Bombenangriffe auf Afghanistan den Irak und Libyen befahl? Im Namen westlicher Werte wurde weltweit gefoltert und vergewaltigt. Guantánamo und Abu Ghraib sind nur die bekannteren Beispiele.”
    Wie Jürgen Todenhöfer müssen viele dazu beitragen, die Doppelmoral und Verlogenheit der westlichen Außenpolitik zu entlarven, damit die Kriege um Rohstoffe und Absatzmärkte jede Unterstützung verlieren und das Morden der „westlichen Wertegemeinschaft“ ein Ende findet.
    Am Donnerstag, 9. Mai, kommt Jürgen Todenhöfer mit seinem Sohn Frederic in die „Garage“ nach Saarbrücken und diskutiert um 19 Uhr mit Sahra Wagenknecht über „Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten“. Lesung und Diskussion mit Todenhöfer und Wagenknecht
    Quelle: Oskar Lafontaine via fb

    Anmerkung Marco Wenzel: Siehe auch das Gespräch von Jürgen Todenhöfer mit Albrecht Müller auf den NDS von gestern.

    Hier der Link zum Artikel des Spiegel: Ein Land zerfällt.

  4. Vom Wortbruch zur “Lex Deutschland”
    Deutschland hat wie erwartet der umstrittenen Urheberrechts-Reform für das Internet zugestimmt – und so die endgültige Verabschiedung im Ministerrat ermöglicht. Allerdings gibt es Nebenabsprachen und Versprechen, die das gesamte Prozedere ad absurdum führen.
    So hat die Bundesregierung dem Beschluß mehrere Vorbehalte in einer Protokollerklärung beigefügt. Darin wird betont, dass bei der nationalen deutschen Umsetzung Ausnahmen für Start-Ups “ergänzend” dazukommen.
    Zudem wird der Einsatz von Upload-Filtern beschränkt. “Ziel muss es sein, das Instrument Upload-Filter weitgehend unnötig zu machen”, heißt es in Punkt acht der Erklärung.
    Im Klartext: Die Bundesregierung stimmt in Brüssel einem EU-Gesetz zu, das sie zuhause in Deutschland in zentralen Bereichen wieder einschränken will. Damit wird die EU-Gesetzgebung ad absurdum geführt.
    Das ist empörend, denn der Gesetzentwurf geht maßgeblich auf den deutschen Europaabgeordneten Axel Voss zurück, einen CDU-Politiker. Die Änderungen hingegen hat die deutsche CDU in Berlin verlangt, zusammen mit der SPD.
    Noch empörender ist es, dass der Spitzenkandidat von CDU/CSU für die Europawahl, Manfred Weber (CSU), gleichzeitig in der “Bild”-Zeitung ankündigt, das EU-Gesetz zu überarbeiten, wenn er Kommissionschef wird.
    So etwas hat es noch nie gegeben. Deutsche Politiker von CDU und CSU machen ein EU-Gesetz, erklären aber gleichzeitig, dass sie wenig davon halten und es bei nächster Gelegenheit wieder ändern wollen!
    Und die SPD? Sieht wieder einmal alt aus. Eigentlich wollte Noch-Justizministerin Katarina Barley die Uploadfilter komplett verhindern, wie es auch im Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU steht.
    Stattdessen lassen sich die Sozis von den Schwarzen vorführen. In den 27 anderen EU-Ländern – außer Deutschland – kommt nun das, was Barley eigentlich komplett verhindern wollte…
    Anders gesagt: Aus der Copyright-Reform wird – um den Wortbruch der Regierung zu verschleiern – eine “Lex Deutschland”. Das kommt dabei heraus, wenn man alle Regeln guter Gesetzgebung mißachtet…
    Quelle: Lost in Europe
  5. Deutschland ist stark im Griff einer konservativen Wirtschaftselite
    Der frühere Finanzminister Norbert Walter-Borjans, der “Robin Hood der Steuerehrlichen”, über Steuerkriminalität und -gerechtigkeit, Wirtschaftswissenschaft und Nutzung von Twitter.
    Sie gehen hart ins Gericht mit Lobbyorganisationen wie z.B. der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, INSM, und dem Bund der Steuerzahler, BdSt. e.V., die unter dem Siegel des eingetragenen gemeinnützigen Vereins nach Ihrer Auffassung lediglich bestimmte Interessen finanzkräftiger gesellschaftlicher Gruppen vertreten. Insbesondere der Bund der Steuerzahler hebt immer wieder auf durchaus vorkommende Fehlinvestitionen der öffentlichen Hände ab, ohne darauf hinzuweisen, dass Fehlinvestitionen in privatwirtschaftlich geführten Unternehmungen ebenfalls vorkommen. Sie heben ausdrücklich hervor, dass durch deren Öffentlichkeitsarbeit “Normalverdiener für die Interessen der Bezieher hoher Einkommen in Stellung gebracht” werden. Partikularinteressen werden zudem auch nicht selten von steuerlich begünstigten Stiftungen vertreten. Viele Kritiker stellen aus diesen Gründen die Gemeinnützigkeit solcher Organisationen in Frage. Halten Sie daher erneute Anpassungen im Vereinsrecht und/oder im Stiftungsrecht für geboten oder sehen Sie andere Gegenmaßnahmen?
    Norbert Walter-Borjans: Gegen das seriöse Offenlegen der Fehlverwendung von Steuermitteln ist nichts einzuwenden. Selbstverständlich gibt es auch kritikwürdigen Umgang mit Steuermitteln – genauso, wie es Missmanagement in Privatunternehmen gibt, für das auch die Beschäftigten und Konsumenten zu bezahlen haben. Es hilft aber nichts, mit dem Finger auf den jeweils anderen zu zeigen. Verbesserungsbedarf gibt es immer – hier wie da.
    Quelle: Telepolis
  6. Kaufhalle adé: Gentrifizierung in Prenzlauer Berg
    (…) Ein ungewohntes Bild, 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche, die immer prall gefüllt waren, leeren sich. Jetzt liegen nur noch ein paar Äpfel in den Kisten, in der acht Meter langen Fleischtheke vereinzelt Hühnerbrüste und Wurstringe.
    Heute sieht es genauso aus wie vor 30 Jahren, als die Wende kam, da waren auch alle Regale leer. Da haben sie noch fotografiert, die leeren Regale, weil das war so kurios.“ Seit 40 Jahren kauft diese ältere Frau hier ein. Nach der Wende wurde in der Kaufhalle im Bezirk Prenzlauer Berg ein neues Sortiment eingeräumt und eine neue Zeit brach an. Auch heute kommen die Kunden in den Supermarkt, um zu fotografieren und das Ende einer Ära zu erleben.
    Ein Stück Identität
    „Was wir schon in den letzten Monaten in der Nachbarschaft darüber gesprochen haben, das war so was von Thema, so oft habe ich mich noch nicht über eine Kulturinstitution unterhalten.“ Hier geht ein Treffpunkt, eine Institution verloren, sagt dieser Kunde.
    Für andere sogar ein Stück Identität: „Is‘ halt nen Stück Kiez, ick wohn schon ewig hier. Is‘ wieder ein Stück weg, ist schon traurig. Man wird so ein Stück immer wieder mit ausradiert, det is eben ein Teil Geschichte von uns.“ Für viele, wie für diese 55-jährige Frau, die schon zu DDR-Zeiten hier lebte, war die Kaufhalle immer da, in einem sich ständig verändernden Kiez.
    Nun soll der Flachbau einem L-förmigen Neubau weichen, der die komplette Straßenecke schließen wird. Auf sechs Stockwerken werden hier rund 187 Wohnungen entstehen. „Wir wissen ja, dass das alles irgendwelche Paläste werden und irgendwann kann man hier halt och nich mehr wohnen.“ Was die Zukunft bringen wird, ist ungewiss. Fest steht, dass der Markt heute zum letzten Mal geöffnet hat, dann die Regale abgebaut werden und das Gebäude abgerissen wird….
    Quele: Deutschlandfunk Kultur

    Anmerkung Jens Berger: Über die „Bionade Biedermeier“ vom Prenzlauer Berg hatte die ZEIT schon vor mehr als zehn Jahren einen herausragenden Artikel gebracht, der seitdem nichts an Aktualität verloren hat … außer dass der Prenzlauer Berg heute eigentlich schon fast komplett durchgentrifiziert ist und heute andere Kieze im Visier der „Pornobrillenträger“ (heute würde man sie wohl „Hipster“ nennen) und „Schwaben“ stehen.

  7. Computerspiele: Kriegspropaganda in High Definition
    Vergessen Sie Hollywood. Weltweit wird mehr Geld mit Computerspielen verdient, als mit Filmen und Musik zusammen. Doch die unschuldigen Zeiten von Tetris & Co sind schon längst vorbei. Heute sollen auch mit Spielen die “gerechten Kriege” gewonnen werden.
    Dass Hollywood und die CIA gerne zusammen kuscheln, ist schon länger bekannt. In einem aufsehenerregenden Buch mit dem Titel “National Security Cinema: The Shocking New Evidence of Government Control in Hollywood” (“Filme für die nationale Sicherheit: Schockierende neue Beweise über Regierungskontrolle in Hollywood”), belegten die beiden Autoren Matthew Alford und Tom Secker dezidiert, wie die Deals zwischen dem Geheimdienst und der Traumfabrik funktionieren. Weniger bekannt ist, dass auch die Computerspielindustrie in der medialen Propagandaschlacht kräftig mitmischt. […]
    So postete eine Produzentin der venezolanischen Newsseite Telesur am Montag ein Video auf Twitter, das einen Clip aus dem Spiel “Call of Duty: Ghosts” aus dem Jahr 2013 zeigt. Im dem Spiel werden US-Spezialeinheiten auf eine “Mission” geschickt, um einen Stromausfall zu verursachen. Das Missionsziel: Einen Virus auf einen Computer im Wasserkraftwerks installieren. Also genau dort, wo am Freitag, dem 8. März 2019 eine Fehlfunktion zu einem tagelangen Stromausfall in Venezuela führte. […]
    Träume aller Regime-Change-Fans in eine virtuelle Realität gegossen wurden. Im zweiten Beispiel geht es um Bolivien. Auch hier operieren wieder US-Spezialeinheiten. In “Ghost Recon: Wildlands (2017)” unterstützt ein brutales mexikanisches Drogenkartell namens “Santa Blanca” eine “schlechte Regierung” in Bolivien. Die guten US-Amerikaner, die für die gute CIA arbeiten, müssen in diesem Spiel Bolivien infiltrieren und an der Seite der guten Rebellen kämpfen.
    Quelle: RT Deutsch

    Anmerkung Jens Berger: Schön, dass sich endlich mal ein Autor dieses wichtigen Themas annimmt. Was Timo Kirez da anspricht, ist jedoch nur die Spitze eines Eisbergs. Es gibt wohl kein Genre, in dem so effektiv transatlantische Propaganda verbreitet wird.

  8. Der Internationale Gerichtshof fügt sich den Drohungen aus Washington
    Es wird keine Anklage gegen Kriegsverbrechen in Afghanistan gegen US-Soldaten und CIA-Mitarbeiter erhoben, weil es “der Justiz nicht dient”
    Massiv hatte Sicherheitsberater John Bolton bereits im letzten Jahr dem Internationalen Gerichtshof (ICC) gedroht, sollte er gegen US-Geheimdienstmitarbeiter und -Soldaten wegen Kriegsverbrechen in Afghanistan ermitteln. Die Staatsanwältin am Internationalen Strafgerichtshof, Fatou Bensouda, hatte im November 2017 den Antrag gestellt, eine Ermittlung wegen angeblicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten, die in Afghanistan seit 1. Mai 2003 begangen wurden. Beschuldigt werden die Taliban, die afghanischen Sicherheitskräfte, aber auch die CIA wegen Folter und Verschleppungen in Geheimgefängnissen. Bolton drohte: “Die USA werden alle notwendigen Mittel einsetzen, um unsere Bürger und diejenigen unserer Alliierten vor ungerechter Verfolgung durch dieses illegitime Gericht zu schützen.”
    Man werde “mit allen Mitteln” gegen den ICC vorgehen, warnte Bolton. Man werde, sollte der ICC die Ermittlungen aufnehmen, Richter und Staatsanwälte die Einreise in die USA verbieten, ihre in den USA befindlichen Vermögen sanktionieren und sie mit dem amerikanischen Gerichtssystem verfolgen. Zudem könnten die USA bilaterale Abkommen abschließen, um anderen Staaten zu verbieten, Amerikaner an den Gerichtshof auszuliefern (Sicherheitsberater Bolton droht dem Internationalen Strafgerichtshof).
    Quelle: Telepolis
  9. YouTube verwechselt Brand von Notre-Dame mit dem 11. September
    Unter Videos der brennenden Notre-Dame schaltete YouTube versehentlich Informationen zum 11. September 2001. Dabei sollen die automatischen Einblendungen eigentlich Verschwörungstheorien verhindern. […]

    Quelle: SPIEGEL Online

    Anmerkung Jens Berger: So viel zum Thema „Faktencheck“, „Selbstregulierung“ und „künstliche Intelligenz“. Dies sind übrigens exakt die Algorithmen, die künftig nach Willen von EU und Bundesregierung als Uploadfilter entscheiden werden, was wir auf Plattformen hochladen dürfen.

  10. Am Tisch mit der politischen Macht
    Ist die Presse wirklich die Vierte Gewalt, die den Mächtigen auf die Finger haut? Unser Autor hat daran seine Zweifel. Das Wichtigste sei, beim Presseball am Tisch der Mächtigen zu sitzen und die Botschaft auszusenden: Wir sind eins. Und Stuttgart 21 fällt dann halt unter denselben.
    Für mich hat das Streifen durch die Zeitungskioske in den großen deutschen Bahnhöfen immer etwas Deprimierendes. Einerseits sieht man da sehr viele Zeitungen, und das ist schön, aber in dieser farbenfrohen Vielfalt steckt auch eine grau-triste Einfalt. Ja, es sind sehr bunte Blätter, die man da sieht, wirklich bunte Blätter. Fast alle, 8000 liegen in den großen Bahnhofskiosken aus, sind Unterhaltungsmagazine. Prominent präsentiert werden Zeitschriften zum Thema Garten, Garten, Garten, Auto, Auto, Auto, Frau, Frau, Frau, Computer, Computer, Computer. […]
    In meinen eigenen Artikeln und Gesprächen habe ich stets versucht und versuche es noch immer, ein Motto der guten, alten BBC (sie ist, obwohl es sie noch gibt, längst untergegangen, leider) umzusetzen: To inform and to enlighten and to entertain – informieren und aufklären, Wissen vermitteln, und das auf möglichst spannende und kurzweilige Weise. Aber dafür, fürchte ich, steht ein Großteil der Print-Medien nicht.
    Ist das schlimm? Vielleicht.
    Die Gesellschaft zerfasert, die Spaltung zwischen Arm und Reich nimmt ständig zu, die Spannungen nehmen zu, das Auftauchen, das Erstarken der AfD, der zunehmende Hass gegen Ausländer, das Fremde – alles Anzeichen dafür, dass es zunehmend ungemütlich wird in diesem Land. Wobei “ungemütlich” ein gemütlicher Ausdruck ist, ein Euphemismus, zu den sich verschärfenden Klassengegensätzen.
    Und hat dies etwas mit “den” Medien zu tun? Ich denke schon.
    Quelle: Arno Luik in Kontext: Wochenzeitung

by Redaktion at April 21, 2019 07:00 AM

Die NachDenkSeiten haben Ostergeschenke bekommen. Bei dieser Gelegenheit: Herzlichen Dank für die vielen ermunternden Lesermails.

In der vergangenen Woche erhielten wir zwei außerordentlich freundliche Mails. Wirkliche Ostergeschenke. Siehe unten. Wir geben zu, dass uns eine derart freundschaftliche Ermunterung guttut. Denn es geht uns wie vielen Leserinnen und Lesern auch: Manchmal verstehen wir diese ver-rückt gewordene Welt nicht mehr, und vor allem nicht die wachsende Ignoranz der Mehrheit der Medien. – Mit den meisten Ihrer Lesermails vermitteln Sie uns das Gefühl, ja die Gewissheit, dass tägliche und anstrengende Arbeit Sinn macht. Danke. Für das Team der NachDenkSeiten, Albrecht Müller, Herausgeber.

Und hier die beiden Lesermails:

16. April 2019 um 01:26:37 MESZ
An: redaktion@nachdenkseiten.de
Betreff: Kompliment
Liebe Nachdenkseiten Redaktion,

ich möchte mich für eure Arbeit in einer immer verrückter werdenden Welt, die sich längst gegen die meisten meiner persönlichen Prinzipien und Werte entwickelt, ganz offenbar den menschlichen „Braindead“ zum Ziel und bereits einen Großteil jeglicher Vernunft aus ihrer Agenda getilgt hat, ganz herzlich bedanken.

Euren Mut, den etablierten Medien und Protagonisten nicht nur die Stirn zu bieten, sondern deutlich aufzuzeigen, was deren Aufgabe wäre und wie sie hierbei tagtäglich versagen, finde ich ausgesprochen wertvoll und hilfreich. Und das in höchst sachlicher, wie auch gleichermaßen anschaulicher Art und Weise. Das hat wirklich Qualität!

Eure klaren und höchst sachverständigen, wie auch präzisen und sauberen Analysen des Weltgeschehens, sind ein wichtiger Fels in der Brandung und für ein Fortbestehen einer Demokratie, die diesen Namen verdienen will, essentiell. Ich hoffe sehr, dass noch viel mehr Menschen Zugang zu dieser Form des Denkens finden.

Besonders schwer zu verstehen ist es ja eigentlich nicht. Leider sind die Mainstream-Medien mittlerweile bestenfalls so reflektiert wie seinerzeit die „aktuelle Kamera“ in der DDR. Eine Errungenschaft der Wiedervereinigung oder von Angela Merkel? Widerworte hat unsere Kanzlerin in ihrer Karriere immer hart bestraft und stets im Keim erstickt….

Trotzdem, die Hoffnung stirbt wie immer zuletzt und es wäre deshalb schändlich, einfach kampflos aufzugeben und alles ohne Gegenrede geschehen zu lassen.

Deshalb nochmals vielen Dank für eure Arbeit und bitte, bitte weiter so!

Herzliche Grüße
Michael Munz


16. April 2019 um 07:50:05 MESZ
An: leserbriefe@nachdenkseiten.de
Betreff: Chapeau!

Sehr geehrter Herr Müller, sehr geehrter Herr Berger,

Ihre beiden zuletzt erschienenen Artikel (“Niedergang der USA?” bzw. “Destabilisierung“) stellen für mich erneut eine journalistische Meisterleistung dar. Im Theater erhielten Sie dafür stehende Ovationen, denen ich mich tief beeindruckt anschließen möchte.

Beste Grüße
Rudolph Lauer, Lünen


P.S. A.M.: Bitte weitersagen, dass es die Möglichkeit gibt, sich besser zu informieren und hinter die Kulissen zu schauen und vor allem auch zu erkennen, wie groß und bösartig die tägliche Manipulation der Mehrheitsmedien ist.

Viele, sehr viele Menschen auch in Ihrem Umfeld kennen die NachDenkSeiten nicht. Viele werden dankbar sein, wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden. Manche allerdings wollen nicht darauf aufmerksam gemacht werden. Sie wollen nicht gestört werden. Oder sie meinen, Aufklärung mache eh keinen Sinn mehr. So abgestumpft sind wir noch nicht und machen deshalb mit Ihrer großen Unterstützung weiter – auch, wenn es manchmal schwer fällt.

by Albrecht Müller at April 21, 2019 06:00 AM

wohnhaft.de

Vorbereitung auf Übergriffe

Hallo Leute,
sag mal seid ihr auf Übergriffe vorbereitet? Zurzeit häufen sich ja zb Bandanschläge auf Linke Projekte (siehe: Brandserie bei linken Projekten). Finde den Trend mehr als schockierend und wollte mal wissen wie und ob ihr da Maßnahmen ergriffen habt. Feuerlöscher kaufen ist schonmal ein Anfang und wir hoffen mal, dass sie irgendwann so nen Deppen erwischen, auch wenn die Cops grad nicht wirklich was dagegen machen

by Jenny at April 21, 2019 05:41 AM

Klimareporter

Klimapolitische Untätigkeit, radikale Finanzwende und ungewollter Strukturwandel

Kalenderwoche 16: Obwohl Bayern in der Speicherforschung führend ist, gelingt es dem Freistaat nicht, die Energiewende voranzubringen, sagt Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft, Chefin des Energie- und Umweltbereichs am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW und Mitglied des Kuratoriums von Klimareporter°. Weil Strom im Norden durch die Erneuerbaren immer billiger wird, könnte es passieren, dass  Unternehmen dorthin abwandern.

April 21, 2019 05:31 AM

April 20, 2019

wohnhaft.de

Ostermarsch

Hallo in die Runde,

möchte Euch gern auf unseren Ostermarsch nördlich von Magdeburg in Colbitz hinweisen. Er beginnt am Ostermontag um 11,55 Uhr. Unser Aufruf trägt die Überschrift: "Krieg zerstört Lebenswelt". Nähere Informationen findet Ihr unter offeneheide.de, vielleicht sehen sich einige dann mal in Natura.

Freundliche Grüße

Wagenzieher

by Wagenzieher at April 20, 2019 09:30 PM

KUNDGEBUNG „FRIEDE DER STADT – KEINE SPEKULATION MIT WOHNRAUM – KEINE RÄUMUNGEN!

#Besetzen schrieb:

SOLIDARITÄT MIT DER BESETZUNG DER GROßBEERENSTRAßE 17A UND ALLEN MIETER*INNEN DER ASW AN OSTERN VERKÜNDEN DIE OBERSTEN WÜRDENTRÄGER DER KATHOLISCHEN KIRCHE FEIERLICH DEN FRIEDEN FÜR DIE STADT UND DEN ERDKREIS. ABER DIE TÄGLICHE PRAXIS IM UMFASSENDEN IMMOBILIENIMPERIUM DER KATHOLISCHEN KIRCHE WIDERSPRICHT NICHT SELTEN DIESEM ANSPRUCH. SO LEIDER AUCH BEIM KATHOLISCHEN WOHNUNGSUNTERNEHMEN AACHENER SIEDLUNGS- UND WOHNUNGSGESELLSCHAFT MBH, DER EIGENTÜMERIN DER GROßBEERENSTR.... Read more →
Quelle: besetzen.noblogs.org/2019/04/2…ohnraum-keine-raeumungen/

by Postbot3 at April 20, 2019 07:35 PM

05.05. Konzert und Brunch

Wem gehört die Welt / Köln schrieb:

Wir laden euch zum Mitmachbrunch ein.
Damit das ein möglichst abwechslungsreiches Buffet wird freuen wir uns über Unterstützung in Form von mitgebrachtem Essen.

Während dem Brunch wird noch die portugiesische Folkpunkband Sharp Knives spielen. Einige von euch haben sie vielleicht schon letztes Jahr als support von Days´n Daze bei uns gesehen.

Geht um 13.00 los

Der Eintritt ist frei, Hutspenden für die Band aber erwünscht

Quelle: wemgehoertdiewelt.blogsport.de…05-05-konzert-und-brunch/

by Postbot3 at April 20, 2019 06:49 PM

SIG Soliparty | 11 Mai 2019 | KTS Freiburg

Sand im Getriebe / Freiburg schrieb:

Danse Macabre Man hört Sargdeckel knarzen, die Grabsteine beben, die Toten erwachen zu ewigem Leben. Wir treten aus Schatten und Schwärmen aus Grüften mit klappernden Knochen und schwingenden Hüften. Beim Danse Macabre am 11.05.2019 in den modrigen Gemäuern der KTS … Continue reading
Quelle: sandimgetriebe.noblogs.org/pos…11-mai-2019-kts-freiburg/

by Postbot3 at April 20, 2019 05:12 PM

Autofrei-Demo am 26.4.

Schlagloch / Kiel schrieb:

Coole Aktion, die ihr nicht verpassen solltet!

Den Aufruf zur Demo findet ihr hier:

https://tkkg.noblogs.org/post/2019/04/04/aufruf-autofrei-demo-strassenparty-statt-rushhour/#more-388

 

Quelle: schlagloch.blogsport.eu/2019/04/20/autofrei-demo-am-26-4/

by Postbot3 at April 20, 2019 04:20 PM

Freie Radios

Fluchtursachen Kriege, Waffenexporte, neokoloniale Interventionen, Militarisierungen der EU, Regimechanges beenden - alle Bundeswehreinsätze gegen Demos und weltweit beenden - Nato auflösen - Reparationen? (Serie 323: Grenzenlos)

Reden des Ostermarsches 2019 Rhein-Neckar VeranstalterInnen: Friedensplenum Ma und Friedensbündnis Hd unterstützt u.a.von GEW Kreis Rhein-Neckar und VVN-BdA Ma und Hd,DIDF Ma,Linke Ma und Hd, Aufstehen gegen Rassismus,DKP,ISO,attac LU und vielen weiteren

by Reinhard (bermuda.funk - Freies Radio Rhein-Neckar) at April 20, 2019 02:52 PM

Klimareporter

New York nimmt Immobilienbesitzer in die Pflicht

Der Stadtrat von New York City will die Treibhausgas-Emissionen der Küstenstadt stark absenken. Besitzer von großen Gebäuden werden verpflichtet, ihren Ausstoß vom klimaschädlichem CO2 zu reduzieren.

April 20, 2019 01:51 PM

Rebellion gegen die Klimakrise geht in zweite Woche

Der Plan ist kühn: Demonstranten wollen in London vier Verkehrsknotenpunkte zwei Wochen lang lahmlegen. Bislang haben sie Erfolg. Das liegt an einer ungewöhnlichen Taktik, die das übliche Vorgehen der Londoner Polizei bei Protesten aushebelt.

April 20, 2019 10:58 AM

Nachdenkseiten

Der König und der „Zombie-Lachs“

Harald V. von Norwegen und der Widerstand gegen die Verseuchung des Feuerlandes durch das Lachsfarming. Puerto Williams, das südlichste Dorf der Welt, am vergangenen 31. März. Knapp einhundert Demonstranten – vor allem Nachkommen der ausgerotteten Ureinwohner-Stämme der Kawéskar und Yaganes – sammeln sich vor dem örtlichen Martin-Gusinde-Museum für Völkerkunde und skandieren “¡No a las salmoneras!”, was ins Deutsche übersetzt bedeutet, “Stoppt die Lachsfarmen!”. Ein Bericht von Frederico Füllgraf.

Der Protest wird von zwei Ironien umrankt; einer lachhaften und einer zynischen. Die närrische Gegebenheit ist, dass die Zielpersonen des Protestes – das norwegische Monarchen-Ehepaar, König Harald V. und Königin Sonja – die Demonstranten von drinnen, aus dem Schutz des Museums, beobachten. Doch der an blanken Zynismus grenzende Spott ist der Umstand, dass sie sich ausgerechnet in der Gedenkstätte an den Breslauer Ethnologen und Priester der Steyler-Mission, Martin Gusinde, verstecken.

Der Völkermord – eine Rückblende

Gusinde unternahm zwischen Ende 1918 und 1924 vier Forschungsreisen nach dem Feuerland, deren Ziel es war, die von Ausrottung durch Krankheiten und Genozid durch europäische Siedler bedrohten Feuerland-Kulturvölker zu erforschen und dokumentieren. Während seines längeren, 22 Monate langen Aufenthaltes nahm Gusinde im Auftrag des Berliner Phonogramm-Archivs Lieder und Gesänge auf und betätigte sich als Pionier-Fotograf von Initiationsriten und Kultur der Feuerland-Überlebenden, deren Pracht in seinen Hauptwerken “Begegnungen auf Feuerland” und “Die Feuerlandindianer Band I-III” unübertrefflich dargestellt ist.

Gusindes Sensibilität gelang es, mit seinen Schilderungen des kulturellen Reichtums der Fueguinos genannten Ureinwohner die schon damals verbreiteten rassistischen Klischees von den vermeintlich „unzivilisierten Wilden“ zu widerlegen – Klischees, die beispielsweise von einem jungen Herren aus erlauchtem britischen Hause stammten: Sir Charles Darwin. Der damals 24-jährige Brite verbreitete doch tatsächlich in seinem Buch „Die Fahrt der Beagle“ folgende Gedanken-Perle über die Feuerland-Indianer: „Ich hätte nicht geglaubt, wie groß der Unterschied zwischen dem wilden und dem zivilisierten Menschen ist: Er ist größer als zwischen wildem und domestiziertem Tier insofern, als beim Menschen ein größeres Vermögen zur Besserung vorhanden ist.“

Manch einer fragt sich heute noch, hat Darwin mit seiner rassistischen Wertschätzung dazu beigetragen, dass die Feuerländer als „Wilde” diffamiert, zum Freiwild deklariert und damit gnadenlos ausgerottet wurden? Ferner gehört zu Gusindes Verdiensten, die Folgen des hirnlosen Darwin-Klischees zu dokumentieren und ersten Protest gegen die Tragödie anzumelden, der die Selk‘nam, Yámana und Kawéskar ausgesetzt waren.

Deren Drama begann lange vor der offiziellen Ansiedlung weißer anglikanischer Missionare und Salesianer-Katholiken um 1840. Davor hatten britische und andere europäische Jäger längst das Feuerland in einen Schlachthof hunderttausender, mit Knüppeln erschlagener Seelöwen und tausender harpunierter Walfische für die Tran-Gewinnung verwandelt. Durch Erhitzen und Auspressen war das sogenannte „Polaröl“ begehrter Brennstoff für die öffentliche Beleuchtung europäischer Städte im elektrischen Vorzeitalter.

Die Dahinschlachtung der Meeressäuger vernichtete die wichtigste Ernährungs-, Bekleidungs- und Behausungs-Grundlage der Ureinwohner, die mit ihrer Subsistenzjagd auf das Fleisch und die Häute von Seelöwen und Robben dramatisch angewiesenen waren. Dem folgte der Druck auf dem Festland mit der Ausdehnung gigantischer Estancias (Farmen) mit den Schafsherden der Wollexporteure und ab1880 den Umtrieben der Goldsucher. Beide – Estancieros und Goldsucher – führten die endgültige Ausrottung der Ureinwohner herbei.

Eingang in die Geschichte, auch in die Literatur der kolonialen Gräueltaten (Menéndez, rey de la Patagonia – Editorial Catalonia), fand der Völkermord des berüchtigten Rumänen jüdischer Herkunft, Julius Popper, der für jeden von seinen Killern umgebrachten Feuerland-Indianer dessen abgeschnittene Ohren als Beweis für die Prämienauszahlung verlangte; weshalb der Goldrausch vom Blutrausch der Orejeros, der Ohrenjäger, nicht zu trennen war, die ihre durchspießte Tagesbeute mit einer Kordel am Gürtel sammelten.

Mitte des 19. Jahrhunderts hatten nach unterschiedlichen Schätzungen etwa 4.000 Selk’nam auf dem Feuerland gelebt, doch 1930 waren es gerade noch 100 verängstigte und dahinsiechende Kreaturen, die auf dem Lazarett eines Salesianer-Ordens auf ihren Tod warteten.

Bedrohung eines internationalen Biosphärenreservats

Genau 100 Jahre nach dem niemals gesühnten Genozid landeten nun der vom Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg abstammende König Harald V. und seine bürgerliche Gemahlin Sonja in Chile, begleitet von einem Pulk 60 norwegischer Unternehmer. Als offizieller Anlass diente die Feier der ebenfalls seit 100 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen zwischen Norwegen und Chile. Doch den eigentlichen Grund kündigte der Monarch in seinem Vortrag mit dem Titel “Pioneering Sustainable Solutions“ an. Durch die Blume war die Absicht gemeint, neue Lachsfarmen in den Fjorden um Kap Hoorn – genauer am Beagle-Kanal – anzusiedeln.

Längst vor der Verkündung des norwegischen Plans – den Harald vorsorglich im März 2018 von argentinischer Seite mit Präsident Mauricio Macri durch Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung der industriellen Lachszucht im Beagle-Kanal und an der Küste von Santa Cruz vorbereitete – hatten bereits Dutzende chilenischer Lachszucht-Unternehmen ihre langen Arme nach dem Feuerland ausgestreckt und damit die Nachkommen der Ureinwohner alarmiert. Zum einen beherbergt Puerto Williams die reinsten Süßwasservorkommen der Erde. Zum anderen steht Kap Hoorn, einschließlich des Beagle-Kanals, wo sich nun auch norwegische Lachszüchter einnisten wollen, seit 2005 als Biosphärenreservat unter dem Schutz des UNESCO-Programms “Man & Biosphere”.

Die Notwendigkeit des Reservats, das als Paradigma der subantarktischen Meeresumwelt gilt, ergab sich aus verschiedenen, miteinander vernetzten Gründen. Als relevanter ozeanographischer Standort handelt es sich um eine Gegend, die von verschiedenen Gewässer-Arten und -Verhalten beeinflusst wird – nämlich den antarktischen Tiefen-Wassermassen und den Wassermassen des Driftstroms des westlichen Südpazifiks – die aber für die Regulierung des globalen Klimas von zentraler Bedeutung sind.

Mit diesen teils komplizierten Zusammenhängen, vor allem jedoch mit ihrer bedrohten Zukunft vor Augen, gelang jedenfalls den indigenen Gemeinden im südlichen Feuerland nach jahrelangen Justizfehden die Annullierung von 344 Gewässernutzungs-Konzessionen an die Lachszüchter. Die gerichtlichen Zwangsmaßnahmen sind aber keine Garantie, sie laufen Gefahr, durch Revisionsverfahren umgekehrt für nichtig erklärt zu werden.

Der Offensive der Lachsindustrie rief schließlich auch eine internationale Koalition von Meeresschutz-Organisationen – das Forum for the Conservation of the Patagonian Sea – auf den Plan, der natürlich Greenpeace, der umstrittene WWF, jedoch auch die einflussreiche Pew-Stiftung angehören. Sie verabschiedete Anfang 2019 eine sachkundige und scharfe Erklärung gegen die Ausweitung der chilenischen Lachsfarmen von Puerto Montt und der Insel Chiloé, im nördlich gelegenen Zentral-Patagonien, nach dem Feuerland.

Nach dem Schafswolle- und Goldrausch nun das Lachsfieber

Vor Puerto Williams wurde dem norwegischen Monarchen-Ehepaar bereits auf der Plaza de Armas in Punta Arenas, der Landeshauptstadt der chilenischen Magallanes-Region, der Weg versperrt. „Willkommen König Harald, aber nicht Ihr Lachs!”, skandierten die Demonstranten. Vertreter der Yagán-Gemeinde von Puerto Williams stellten den erstaunten Lobbyisten-Monarchen mit der unerschrockenen Verlesung eines Offenen Briefes zur Rede, in dem sie den Ansiedlungs-Stopp für Lachsfarmen auf dem Feuerland forderten.

Doch weshalb sollte der Konflikt am südlichen Ende der Welt das ferne Deutschland interessieren, könnten sich an diesem Punkt so manche Leserinnen und Leser fragen. Aus einem triftigen Grund: Der Lachs ist seit spätestens 2016 der Deutschen neuer Lieblingsfisch. Mit einem Verkaufsanteil von 20,5 Prozent der Fischerzeugnisse im deutschen Einzelhandel und 15,0 Kilogramm Pro-Kopf-Jahresverbrauch feiert der Lachs seinen Siegeszug auf deutschen Tischen.

Das Angebot stammt zum überwiegenden Teil aus der Aquakultur an den Küsten Norwegens und Chiles, die für 70 Prozent der weltweiten Lachsproduktion verantwortlich sind. Und da beginnen die Probleme, vor allem in Chile. Die von den deutschen Filmemachern Wilfried Huismann und Arno Schumann gedrehte Fernseh-Dokumentation Lachsfieber: Wie der WWF das Sterben der Meere unterstützt führte bereits 2010 den Zuschauern ein niederschmetterndes Zeugnis der katastrophalen Lachszüchtung in Patagonien vor Augen.

Die verseuchte Küste Süd-Patagoniens

Der Fokus des Films richtete sich auf das norwegische Unternehmen Marine Harvest, neuerdings als MOVI bekannt. Mit 50 Prozent der Lachszucht-Konzessionen ist Marine Harvest zweitgrößter Lachserzeuger Chiles; ein Land, das vor Norwegen, Schottland, Kanada und den USA 26 Prozent der gesamten Unternehmensgewinne ausweist. Vergeblich versuchten sie John Fredriksen – Marine Harvest/MOVIs Haupt-Anteilseigner, Besitzer der größten Öltankerflotte der Welt und eines geschätzten Nettovermögens von 7 Milliarden Euro – ein Interview über vielfältige Umweltvergehen und tödliche Arbeitsunfälle von Firmen-Tauchern zu entlocken – doch ohne Erfolg.

Im Übrigen: Weil sich der Magnat weigerte, in Norwegen auf seine stolzen 7 Milliarden Euro Steuern zu zahlen, setzte er sich bereits in den 1990-er Jahren zunächst nach Zypern und von dort nach London ab, deren City eng verzahnt ist mit internationalen Steueroasen. Als eiskaltem Manager gelang es ihm beispielsweise 2014, die Sanktionen gegen Russland zu unterlaufen und zwischen seiner Firma Seadrill und dem Ölgiganten Rosneft ein Milliarden-Euro-Deal auszuhandeln.

Marine Harvest wird jedenfalls seit Jahren wegen seiner schwimmenden Lachsfarmen die großflächige Verseuchung des südchilenischen Pazifiks vorgeworfen. Die Vorwürfe begannen mit dem Import infizierter Lachs-Rogen aus Norwegen, die als heranwachsende Lachse in bis zu 80.000 überfüllte, schwimmende Käfige an der Küste der südchilenischen Provinz Los Lagos eingesperrt und gemästet werden. Die Tiere werden vor allem mit Tabletts aus zu Fischmehl zermalmten Jurels, eine Makrelen-Art aus der Familie der Thunfische, gefüttert, die seitdem als Frischkost auch armer Chilenen fehlt und wegen Überfischung auf der roten Liste der von Ausrottung bedrohten Fischarten des südlichen Pazifiks steht. Der Raubbau spiegelt sich in der ökologisch absurden Rechnung wider: 5 kg Makrele für 1 kg Gewichtszunahme eines Zuchtlachses.

Doch bald eskalierten die Umweltverstöße zum Gegenstand der öffentlichen Gesundheit. Nach Angaben von Juan Carlos Cárdenas – Veterinärmediziner und Vorsitzender des chilenischen Meeresschutz-Verbandes Ecocéanos – hat die Lachsindustrie in den vergangenen zwanzig Jahren mit der Einfuhr der Eizellen aus Norwegen mehr als zwanzig bakterielle, virale und parasitäre Krankheiten an der Küste Südchiles verbreitet.

Der “Zombie“-Lachs

Den Lachsen werden jedoch täglich Antibiotika verabreicht, die ihre Darmflora antibiotika-resistenten Bakterien aussetzen. Wenn Verbraucher Lachs mit antibiotischen Rückständen in ihren Muskelgeweben verzehren, nehmen sie wegen den immunisierten Bakterien auch ein hohes Gesundheitsrisiko auf sich. In einem Beitrag für den Sender Radio Universidad de Chile vom 25. Juli 2018 wiederholte der Veterinärmediziner seine Warnungen und alarmierte vor der Antibiotika-Bombe. In Chile, so Cárdenas, wird je Tonne gezüchteten Lachses 700 (siebenhundert!) Mal mehr Antibiotikum eingesetzt als in Norwegen, Kanada und den USA. Seitdem heißt der Chile-Lachs, insbesondere der aus der Marine-Harvest-Zucht, in Kreisen kritischer Veterinärmediziner und der Umweltschützer der Zombie-Lachs.

Es kommt aber noch dicker: Die in den Zuchtkäfigen täglich mit Antibiotika versetzten und verfütterten Fischmehl-Pellets werden nur zu 40 Prozent von den Tieren absorbiert, der überwiegende Teil der Nahrung fällt durch die Käfiggitter und dringt auch durch Urin und Fäkalien in die offenen Meeresgewässer; die optimalen Bedingungen für die Entwicklung von Antibiotika-resistenten Bakterienstämmen und den Wildwuchs von Killer-Algen. Im Jahr 2015 hatte mir Cárdenas bereits für die Reportage Chiloé, oder: Die Katastrophen von Salmonopoly die eigentlichen Ursachen eines damaligen Angriffs roter Killer-Algen (genannt “marea Roja“ – rote Flut) an der Küste der Insel Chiloé als Folge einer seit 25 Jahren andauernden Flächenexpansion und wilder Produktionsweise auf Raubbau-Grundlage der Lachs-Megazüchter erklärt.

Das Bewirtschaftungsmodell der Lachsfarmen geht mit völliger Missachtung der Belastbarkeit der empfindlichen lokalen Ökosysteme vor. Mit ausufernder organischer Vergiftung durch Futtermittel und Fäkalien generiert es akute Eutrophierungen, die der marinen Umwelt extrem hohe Phosphor- und Stickstoffmengen zuführen und die explosionsartigen Algenblüten beschleunigen. Jede Tonne gemästeter Lachse gibt jährlich 72 Kilogramm Stickstoff an das Seewasser ab, was vergleichsweise dem Stickstoffausstoß von 19.000 Menschen entspricht. Cárdenas warnte schon damals, die gesamte südchilenische Küste sei größter Gefahr ausgesetzt. Die sogenannte “rote Flut” hatte längst die Fjorde und Binnengewässer-Kanäle verlassen, breitete sich an der Küste aus und strömte hinaus auf offene See. Sie bedrohe die Biodiversität, die öffentliche Gesundheit, die Arbeit und das Leben der chilenischen Küstengemeinden.

Dass die Käfige nur leidlich gegen Unwetter, geschweige denn gegen Stürme gesichert sind, erklärte denn auch ein Massenausbruch von 800.000 Marine-Harvest-Lachsen im Juli 2018. Das chilenische und weltweite Fernsehen warnte zwar davor, die mit Antibiotika angereicherten Lachse seien nicht für den menschlichen Verzehr geeignet, doch schon wurden hunderte von ihnen von Fischern in Puerto Montt wieder eingefangen und zum Spottpreis von 800 Pesos – umgerechnet 1,20 Euro – das Kilo angeboten. Wenige Tage später bestätigte ein Nationalpark-Beamter im 510 Kilometer weit entfernten Puelo-See auf argentinischem Boden, dass das plötzliche Fischerei-Treiben an den Läufen des in den chilenischen Pazifik mündenden Puelo-Stroms mit den in Chile entflohenen Lachsen zu tun hatte, die stromaufwärts geschwommen waren und zur Lachspest eskalierte – eine Pest mit verheerenden Folgen.

Zurück zum Monarchen-Besuch. Als sei es eine “Präventiv”-Maßnahme vor dem hohen Besuch aus Norwegen gewesen, hatte Ende März 2019 Staatssekretär Carlos Maillet vom chilenischen Dienst für Denkmalpflege ohne Angabe von Gründen die fristlose Entlassung des Soziologen Alberto Serrano als Direktor des Martin-Gusinde-Museums in Puerto Williams erwirkt. Serrano war als Fachmann mit engen Beziehungen zur indigenen Yagana-Gemeinde bekannt und demzufolge von der Regierung Sebastián Piñera verdächtigt, mit der Opposition gegen die Lachsfarmer zusammenzuarbeiten. Seine Entlassung wurde als Opfergabe an die transnationale Lachsindustrie gewertet.

Schließlich ist die Ausweitung der transnationalen Lachsindustrie vom chilenischen und argentinischen Patagonien ins Feuerland nach Angaben des Interamerikanischen Verbands für den Umweltschutz (IADA) nicht etwa als Erfolg der in Puerto Montt und Chiloé ansässigen intensiven Lachszüchtung, sondern ganz im Gegenteil als deren ökologischer Zusammenbruch zu verstehen. Mit ihrer Auslagerung in die Biosphärenreservate von Kap Hoorn und Torres del Paine erhoffen sich die Lachsfarmer neue Bedingungen hygienisch-ökologischer Unberührtheit für die Fortsetzung ihres Milliardengeschäfts mit dem „Zombie-Lachs“.

by Redaktion at April 20, 2019 09:45 AM

Videohinweise am Samstag

Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ (erscheint an jedem Mittwoch) gibt es eine eigene Playlist (CG/JB)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Ostermärsche 2019
  2. Julian Assange / Pressefreiheit
  3. Cum Ex
  4. Verkehrspolitik
  5. Alexander Rahr: Transatlantische Eliten gegen deutsche und europäische Interessen
  6. Die Saga geht weiter: Wieso finanziert deutscher Steuerzahler US-Militärkrankenhaus in Ramstein?
  7. Berlin: Tausende Taxifahrer protestieren gegen Scheuers Deregulierungspläne
  8. Venezuela
  9. Wie schaffen wir die Agrarwende?
  10. Podcast – LNP296 IT-Sicherheit per Gesetz
  11. Kabarett, Satire, Comedy und Co.

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse videohinweise@nachdenkseiten.de schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Ostermärsche 2019
    Einen Überblick erhalten Sie hier “Aufrufe der Veranstalter*innen Ostermarsch 2019”.
    Mobi-Videos zu den Ostermärschen finden Sie hier.
    Ostermarsch 2019: „Die Welt von Aufrüstung und Krieg zu befreien“
    Die lokalen und regionalen Gruppen der bundesdeutschen Friedensbewegung rufen zum traditionellen Ostermarsch auf. Gegen Krieg und Aufrüstung, für Frieden und Entspannung – dafür werden auch in diesem Jahr Zehntausende bundesweit zu Ostern auf die Straßen gehen. In Berlin macht der Aufruf dazu klar: „Nein zur Nato!“ Mit der Organisatorin des Ostermarsches in Berlin, Laura von Wimmersperg, sprach Tilo Gräser
    Quelle: SNA Radio

  2. Julian Assange / Pressefreiheit
    • Die Anklage gegen Assange ist abenteuerlich
      Julian Assange wird in den USA aufgrund verschiedener Anklagen gesucht. Einige der gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe klingen abenteuerlich konstruiert. So wird dem Wikileaks-Herausgeber vorgeworfen, er habe die Quelle seiner Informationen zu verbergen versucht. Ein für einen Journalisten völlig normales Vorgehen.
      Anonyme Quellen sind seit Jahren schon Fisch und Fleisch der US-Mainstream Medien. Von einer konsequenten US-Justiz dürften wir demnächst eine wahre Verhaftungswelle erwarten.
      Quelle: RT Deutsch

    • Assange – Vom Held der Medien zum schmutzigen Ausgestoßenen
      Vergangenen Donnerstag ist der Wikileaksgründer und Journalist Julian Assange von britischen Sicherheitskräften in der ecuadorianischen Botschaft in London verhaftet worden. Die Reaktion der Leitmedien fällt dürftig bis feindlich aus. Der einst von ihnen so gefeierte Superstar ist gestürzt bis hinunter in die Kaste der politisch Unberührbaren. Vor 10 Jahren ein Held – heute ein Vergewaltiger, der Wände mit Fäkalien beschmiert, auf dem Klo nicht spült und der seinen Kater vergrault. Am gehässigsten schreien nun die Medien, die am meisten von ihm profitierten und die ihn seinerzeit am lautesten feierten.
      Quelle: RT Deutsch

    • “Wikileaks? Keine Ahnung” – Trump will von Wikileaks nichts mehr wissen
      “Ich liebe Wikileaks!”, rief Donald Trump während des Wahlkampfs unter dem Jubel seiner Anhänger. Nach der Verhaftung von Julian Assange zu der Enthüllungsplattform befragt, scheint sich der Präsident an nichts zu erinnern: “Ich weiß nichts über Wikileaks”.
      Quelle: RT Deutsch

    • Gerhard Baisch: Assange droht die Todesstrafe
      Rechtsanwalt Gerhard Baisch von der Whistleblower-Preis-Jury über die rechtlichen Aspekte von Julian Assanges Verhaftung.
      Nach fast 7 Jahren „Exil“ in der ecuadorianischen Botschaft, hat die britische Polizei Julian Assange, Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, in London festgenommen. Ecuador hatte Assange zuvor das diplomatische Asyl entzogen. Die Botschaft öffnete für die britische Polizei die Türen und Assange wurde direkt aus der Botschaft verhaftet und hinausgezerrt.
      Sönke Hundt von weltnetz.tv hat zu den Vorkommnissen den Rechtsanwalt Gerhard Baisch (Mitglied der Whistleblower-Preis-Jury der Vereinigung für Friedensrecht, IALANA) befragt. Verstößt die Verhaftung von Julian Assange gegen internationales Recht? Welche Anklagen werden gegen ihn erhoben? Wird er womöglich an die USA ausgeliefert und droht ihm dort die Todesstrafe? Wie sieht die rechtliche Situation von Whistleblowern weltweit aus?
      Quelle: weltnetzTV

    • Ex-Botschafter Murray: Assange-Festnahme Warnung für Whistleblower und Journalisten
      Der ehemalige britische Botschafter Großbritanniens in Usbekistan, Craig Murray, bewertet das Vorgehen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange als Warnung und Einschüchterungsversuch für alle Whistleblower und Journalisten. Im Gespräch mit Sputniknews sprach er seine Hoffnung aus, die Verhaftung Assanges könnte für illegal erklärt werden.
      Quelle: SNA Radio

    • Craig Murray on Julian Assange: “This is a very important fight, one we absolutely must win”
      “This is a very important fight and it’s a fight we absolutely must win” says former British ambassador Craig Murray who believes a ‘dishonest game is being played with the courts’ over Julian Assange’s arrest.
      Quelle: RT UK

    • Pink Floyd’s Roger Waters: WHOLE WORLD Must Focus on Julian Assange Arrest!
      we speak to Pink Floyd’s Roger Waters on the arrest of Julian Assange. He calls on the UK to rise up to oppose Assange’s extradition, labels the UK a satellite state of US empire for arresting Assange and attacks the government of Lenin Moreno for revoking his asylum
      Quelle: goingundergroundRT

    • Linken-Politikerin: “Festnahme von Assange ist ein großer Schlag”
      Wikileaks-Gründer Julian Assange ist am Donnerstag in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden. Das kam völlig überraschend, sagte Heike Hänsel (Linke) im Inforadio – sie ist Vize-Fraktionschefin und Außenexpertin. Hänsel hatte Assange im Dezember besucht und wollte dies am kommenden Montag noch einmal tun – und die ecuadorianische Botschaft habe den Besuch noch am Mittwoch bestätigt, sagte sie.
      “Der Besuch war vorbereitet, war angekündigt, war bestätigt von der ecuadorianischen Botschaft und ist natürlich jetzt obsolet”, so Hänsel. “Wir gehen davon aus, dass sie uns in Sicherheit gewogen haben. […] Leider ist es jetzt anders gekommen.”
      Die Linken-Politikerin wirft der Regierung von Ecuador vor, sie habe Assange den Status als politischer Flüchtling unrechtmäßig aberkannt. “Sie muss seinen Schutz garantieren und kann ihn dann nicht aufgrund irgendwelcher Anschuldigungen plötzlich beenden. Entweder man ist politisch verfolgt oder nicht. Die Sachlage hat sich ja nicht geändert.”
      Es komme jetzt auf Großbritannien an, ob es den Wikileaks-Gründer an die USA ausliefere oder nicht, so Hänsel. “Wir werden auch die Bundesregierung auffordern, dass sie sich gegen die Auslieferung von Assange einsetzt, denn es drohen ihm dort lebenslängliche Haft bis zur Todesstrafe. Das ist alles offen. Und insofern braucht er den Schutz hier in Europa.”
      Quelle: RBB inforadio
    • “Wichtigster Journalist der Welt” – Protest vor Gefängnis, in dem Assange festgehalten wird
      Eine Handvoll Aktivisten hat sich gestern vor dem Gefängnis Belmarsh in London versammelt, in dem WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange festgehalten wird. Sie hatten zahlreiche Plakate mit Aufschriften wie “Free Assange” und “Respektiert UN WGAD” [UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen ] dabei und breiteten diese vor den Gefängnismauern aus.
      “Der Grund, warum diese Maßnahmen ergriffen wurden, ist, dass er auf den Missbrauch der Staatsmacht, die Kriegsverbrechen, die im Irak begangen wurden, aufmerksam gemacht hat, und dafür sollten wir ihn verehren und ihn nicht so bestrafen und sanktionieren, wie es die britische Regierung jetzt versucht”, sagte das unabhängige Parlamentsmitglied Chris Williamson.
      Williamson sagte auch, dass Assange ein “kranker Mann” ist und “hinten in einem Krankenwagen ins Krankenhaus hätte gebracht werden sollen, anstatt ihn auf der Rückbank des Polizeiwagens ins Gefängnis zu bringen”.
      Der ehemalige Labour-Abgeordnete George Galloway fügte hinzu, dass britische Gerichte den Antrag auf Auslieferung an die USA ablehnen müssten, da die Assange vorgeworfenen Straftaten weder in den Vereinigten Staaten noch von einem US-Bürger begangen wurden.
      Assange wurde am Donnerstag von der britischen Polizei verhaftet, nachdem Ecuador offiziell seinen Asylstatus widerrufen und es der britischen Polizei erlaubt hatte, ihn aus der Botschaft zu bringen und zu verhaften.
      Er wurde dann vor ein britisches Gericht gestellt, wo er der Verletzung von Kautionsauflagen für schuldig befunden wurde. Laut Anordnung des Gerichts muss Assange bis zu seiner Auslieferungsverhandlung im nächsten Monat in Haft bleiben.
      Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.
      Quelle: RT Deutsch

      Lesen Sie auch von Oskar Lafontaine: “Julian Assange – Perverse Welt – Wer Verbrechen öffentlich macht, handelt gesetzwidrig. Wer die Verbrechen begeht, handelt rechtmäßig. Es gilt das Recht des Stärkeren.” und von Sahra Wagenknecht: “Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden, die Bundesregierung muss sich dafür jetzt einsetzen! Nicht wer Kriegsverbrechen aufdeckt, gehört vor Gericht, sondern wer sie begeht!” und “Wagenknecht: Merkel soll Assange Asyl gewähren” und auf wallstreet-online “Hans Christian Ströbele: Assange-Auslieferung wäre illegal“.

    • Assange: Unterstützung von Corbyn
      Der festgenommene Enthüllungsjournalist wurde nach siebenjährigem Aufenthalt in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen. Ihm droht die Auslieferung an die Vereinigten Staaten.…
      Lesen Sie mehr.
      Quelle: euronews (deutsch)

      Jeremy Corbyn: “The extradition of Julian Assange to the US for exposing evidence of atrocities in Iraq and Afghanistan should be opposed by the British government.

      Jean-Luc Mélenchon: “Frankreich muss Julian Assange Asyl gewähren.” (Übersetzung NDS)

      Jean-Luc Mélenchon: “Der Verräter Lenin Moreno ist nun auch ein US-Lakai. Nachdem er Mashi Rafael (Rafael Correa) angegriffen hat, übergibt er nun Julian Assange an die Polizei.” (Übersetzung NDS)

      BBC News World “Verhaftung von Julian Assange, Gründer von WikiLeaks: Warum Lenín Morenos “endgültiger Bruch” mit dem Erbe von Rafael Correa” (Übersetzung NDS)

      Oliver Stone: “Julian Assange is a publisher for truth. He’s done great work on behalf of mankind despite his inhumane treatment. This case is crucial to the survival of our right to know and our essential freedom against USA and UK oppression — and now tyranny!

    • Tulsi Gabbard Calls Assange’s Arrest A Blow To Transparency And Free Press
      Hardball | MSNBC
      Presidential Candidate Tulsi Gabbard joins Hardball to talk about 2020, Julian Assange’s arrest, and more.
      Quelle: MSNBC

    • John Pilger: Julian Assange Exposed US’ ‘KILL THEM ALL’ Mentality!
      We speak to legendary journalist and film-maker John Pilger who discusses the arrest of Julian Assange after his asylum status was revoked by Lenin Moreno of Ecuador and subsequent removal from the Ecuadorian Embassy. He discusses the importance of Wikileaks’ work, why it is a threat to the United States, the danger the arrest poses to journalists everywhere and the possibility of extradition to the US.
      Quelle: goingundergroundRT

    • “Wir stehen vor dunklen Zeiten”: Kim Dotcom warnt vor globalen Folgen von Assanges Auslieferung
      Gestern wurde der Journalist Julian Assange aus seinem Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London entfernt und verhaftet. Warum ist der Fall von Assange von so immenser Bedeutung und was ist das Ziel hinter seiner Auslieferung an die USA? Darüber haben gestern unter anderem Kim Dotcom, ein bekennender Unterstützer von Julian Assange, der ebenfalls in den USA verurteilt werden soll und im Exil lebt, und Kevin Zeese, Aktivist und Anwalt, gesprochen.
      Die USA wollen ein Exempel statuieren und einen Präzedenzfall schaffen, meinen die beiden, um dann die Pressefreiheit auf der ganzen Welt kontrollieren zu können.
      “Wenn Julian fällt, kommen wir sehr dunkle Zeiten auf uns zu und kein Journalist wird mehr sicher sein”, warnt Kim. Zeese schlussfolgert, dass das Ziel hinter diesem Schauprozess ist, die Verbreitung der Wahrheit über Verbrechen der USA zu kriminalisieren und damit ein Schweigekartell zu etablieren.
      Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.
      Quelle: RT Deutsch

    • Julian Assange – Kommentare von Snowden, Chomsky, Varoufakis, Greenwald & Horvat (RÜCKBLICK)
      In diesem Video stellen wir vergangene Kommentare und Analysen von Experten zusammen, die von acTVism zum Thema Wikileaks & Julian Assange befragt wurden, bevor Assange verhaftet wurde. Reihenfolge der Interviewpartner: Edward Snowden, Yanis Varoufakis, Glenn Greenwald, Srecko Horvat & Noam Chomsky (Video produziert von The Press Project). Wir möchten noch einmal betonen, dass die in dieser Zusammenstellung kombinierten Videos vor Assanges Verhaftung aufgenommen wurden. Um die Interviews in vollem Umfang zu sehen, besuchen Sie unseren YouTube-Kanal “acTVism Munich”.
      Quelle: acTVism Munich

  3. Cum Ex
    »CumEx Gangster gehören in den Knast, nicht die Whistleblower«
    Julian Assange ist nicht der einzige Whistleblower, der es gestern mit der Justiz zu tun hatte: In der Schweiz wurde Eckart Seith zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er hatte den #CumEx Steuerbetrug aufgedeckt und die Rückholung von Millionen von Steuergeldern ermöglicht. Dafür solle er das Bundesverdienstkreuz erhalten, keine Strafe, sagte Fabio De Masi in den ZDF heute Nachrichten.
    Quelle: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

    Hier die ganze Sendung “ZDF heute Sendung vom 11.04.2019

  4. Verkehrspolitik
    Lesen Sie auf den NachDenkSeiten die 4-teilige Artikelserie “Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden

    • Verkehr ohne Chaos
      Hauptgrund für die überfüllten Straßen: der eigene Pkw, besonders für den Arbeitsweg Fortbewegungsmittel Nummer eins. Doch findige Unternehmer bieten Alternativen wie zum Beispiel E-Bikes zu firmeneigenen Leasingkonditionen.
      Wer ein solches Fahrrad bei der Schreibgerätefirma Schneider im Schwarzwald für den Weg zur Arbeit least, darf es auch privat benutzen. Und: Einmal im Jahr gibt es eine große Preisverleihung für die fleißigsten Radfahrer. Auch für diejenigen, die sich nicht aufs Rad schwingen wollen, gibt es eine Alternative zum Auto: Der Firmenbus holt die Mitarbeiter morgens (fast) vor der Haustür ab und bringt sie abends wieder zurück.
      LKW-Leerfahrten vermeiden mithilfe künstlicher Intelligenz
      Prognosen sagen für deutsche Straßen eine Steigerung des Güterverkehrs um 38 Prozent voraus. Dabei sind manche Autobahnabschnitte schon heute mit Lkw völlig überfüllt. Das fiel auch Rolf-Dieter Lafrenz auf: “Ich stand im Stau, und neben mir reihte sich ein Lkw an den anderen.” Er begann zu recherchieren. “Als ich dann erfuhr, dass jeder dritte Lkw leer fährt, war mein Ehrgeiz gepackt.” Mit seinem Start-up Cargonexx will er diese Leerfahrten so weit wie möglich reduzieren – mithilfe von künstlicher Intelligenz.
      Houten – Fahrradstadt in den Niederlanden
      “Als ich Houten kennenlernte, war das für mich der Himmel auf Erden”, erzählt die Australierin Kylie van Dam strahlend: “Genau dieses Lebensgefühl hab ich immer gesucht.” Seit Kurzem lebt sie mit ihrer Familie in der Fahrradstadt Nummer eins der Niederlande, der Kleinstadt Houten. Kylies Kinder können alles allein mit dem Rad machen und lieben ihre Selbstständigkeit. Und Kylie muss sich keine Sorgen um sie machen: Unfälle gibt es hier so gut wie nie.
      Der Bürgermeister des französischen Dünkirchen hat sich für andere Maßnahmen entschieden, um den Autoverkehr zu reduzieren. Seit 2018 ist der Nahverkehr nicht nur kostenfrei, sondern auch ausgebaut worden: neue Linien, höherer Takt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: weniger Staus, weniger Abgase und mehr Lebensqualität für die Menschen.
      Quelle: ZDF
    • Auto adé!
      Personenwagen parken im Schnitt 23 Stunden am Tag. Sie belegen wertvollen Lebensraum, kosten uns alle viel Geld. Immer mehr ökologische Alternativen sind gefragt. Mehr als 47 Millionen Pkw sind derzeit in Deutschland zugelassen. Sie stehen wie selbstverständlich tagelang im öffentlichen Raum und behindern so Anwohner, Fußgänger und Fahrradfahrer. Der Mobilitäts- und Zukunftsforscher Professor Stephan Rammler schlägt Alarm: “Es wird immer enger in den europäischen Städten. Es gibt einfach zu viele Autos. So, wie die Städte gebaut sind, halten sie das nicht mehr lange aus.”
      Wissenschaftler wie Rammler drängen auf eine pragmatische und klimaschonende Mobilitätswende: weg vom eigenen Pkw, hin zum öffentlichen Nahverkehr, Lastenfahrrädern und Shuttle Services. Laut einer OECD-Studie ersetzen drei Minibusse 100 Pkw. Auch für den ländlichen Raum gibt es erste Lösungsansätze: Der Shuttlebus “Emily” fährt in Kooperation mit der Deutschen Bahn bereits autark auf einem Testgelände.
      Quelle: ZDF
  5. Alexander Rahr: Transatlantische Eliten gegen deutsche und europäische Interessen
    Transatlantischer Mainstream schürt Aggressionen gegen Russland. Warum?
    Alexander Rahr ist ein genauer und intimer Kenner der deutsch-russischen Beziehungen und ihrer wechselvollen Geschichte. Er war lange Zeit wichtiger Ratgeber für Politik und Wirtschaft und nahm führende Positionen im Petersburger Dialog, im Deutsch-Russischen Forum und in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) ein. Seine Zeit war die Zeit der großen Hoffnungen auf eine “Friedensdividende” (politisch und ökonomisch). Aber es kam anders. Die Hoffnungen wurden zerschlagen. Die deutsche Ostpolitik schaltete – für viele überraschend – mit Beginn der Ukraine-Krise um auf einen aggressiven Kurs gegen Russland. Warum dieser plötzliche Schwenk? Warum die verhängnisvolle Ost-Erweiterung der Nato? Warum die Wirtschaftssanktionen? Warum diese schier unglaubliche ideologisch-propagandistische Verteufelung Russlands? Warum der Siegeszug des transatlantischen Mainstreams in den Medien? Über diese Fragen und vieles mehr ging es im Interview, das der Weltnetz-Redakteur Sönke Hundt am 15. April 2019 mit Alexander Rahr in Berlin führte.
    Quelle: weltnetzTV

  6. Die Saga geht weiter: Wieso finanziert deutscher Steuerzahler US-Militärkrankenhaus in Ramstein?
    Letzte Woche hatte RT auf der BPK gefragt, wieso Deutschland die vollen Planungskosten für das neue Mega-Krankenhaus des US-Militärs in Ramstein trägt. Statt Antworten gab es rhetorische Ausweichmanöver. RT hakte heute nochmals nach. Nach einigem Zögern wurde es konkreter.
    RT-Redakteur Florian Warweg hatte auf der Bundespressekonferenz (BPK) am 8. April zunächst das Finanzministerium zu den Hintergründen der Komplettfinanzierung der Planungskosten des US-Militärkrankenhauses durch den deutschen Steuerzahler in Höhe von über 150 Millionen Euro befragt. Die Antwort des Sprechers des Finanzministeriums war vielsagend:
    “In unserem Haushalt werden 360 Milliarden Euro ausgegeben. Jeder Einzelposten in Höhe von 100 Millionen Euro ist mir nicht bekannt.”
    Nach der Bundespressekonferenz kam der Sprecher allerdings auf den RT-Redakteur zu und erklärte ihm, dass die Verantwortung für die Finanzierung von US-Liegenschaften in der Bundesrepublik “eigentlich” nicht beim Finanz-, sondern beim Außenministerium liege und er bereits mit dem Auswärtigen Amt (AA) besprochen habe, dass dieses zeitnah die Information nachreichen werde. Da nach einer Woche noch keine Nachreichung an RT erfolgt war, stellte unser RT-Redakteur die Frage bei der aktuellen BPK nun direkt an das AA:
    “Aus welchen Verpflichtungen oder Beweggründen heraus übernimmt die Bundesrepublik die gesamten Planungskosten für das US-Militärkrankenhaus in Ramstein?”
    Die Antwort der Außenamtssprecherin folgte zunächst den üblichen Antwortschemata à la “Ist mit nicht bekannt, kann ich nicht beantworten”. Doch manchmal hilft selbst in der Bundespressekonferenz weiteres Insistieren und Nachfragen. Ein Antwort-Drama in drei Akten:
    Die von der Außenamtsprecherin Maria Adebahr in ihrer Nachreichung erwähnte Bundesdrucksache 17/7920 zu den Kosten des US-Krankenhauses und den Zahlungsverpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland in Ramstein ist unter diesem Link einsehbar.
    Hintergrund zum Bau des US-Militärkrankenhauses in Ramstein:
    Es ist das aktuell größte Bauprojekt der US-Armee: Auf 49 Hektar – das entspricht der Fläche von 70 Fußballfeldern – errichtet das US-amerikanische Militär das nach Eigendarstellung “modernste Militärkrankenhaus der Welt” mit 120 Untersuchungsräumen, 40 Fachabteilungen und neun Operationssälen.
    Insgesamt soll das Krankenhaus über 4.500 Räume verfügen und eine Schlüsselrolle bei der Versorgung von verletzten US-Soldaten aus den Krisenherden in Nahost und Afrika einnehmen.
    Die gesamten Planungskosten für das Megaprojekt in Höhe von über 150 Millionen Euro, wohlgemerkt für ein Krankenhaus, das ausschließlich US-amerikanischen Militärangehörigen offenstehen wird, trägt der bundesdeutsche Steuerzahler. Matthias Göbel vom Amt für Bundesbau erklärt dazu:
    “Die gesamten Planungskosten, die werden komplett von der Bundesrepublik getragen. Das heißt, 151 Millionen Euro für die Planungskosten werden bereitgestellt. Das sind konkret Steuermittel.”
    Quelle: RT Deutsch

  7. Berlin: Tausende Taxifahrer protestieren gegen Scheuers Deregulierungspläne
    Bundesweit zogen gestern Taxifahrer mit ihren Fahrzeugen zum Protest auf die Straßen zahlreicher Städte. Sie protestieren gegen die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, den Markt für Fahrdienste zu liberalisieren und damit für solche Dienstleister wie den US-Fahrdienst Uber zu öffnen.
    Mit den Regierungsplänen zur Lockerung der Vorschriften sehen sich die Taxifahrer einem existenzbedrohenden Wettbewerb ausgesetzt. Ein besonderer Dorn im Auge der Taxifahrer ist die Befreiung der Anbieter von bestimmten Auflagen. Zum Beispiel sollen Anbieter künftig von der sogenannten “Rückkehrpflicht” befreit werden können, was heißt, dass nicht zu ihrem angestammten Ausgangsort zurückzukehren müssen, sondern neue Fahrgäste im erreichten Zielgebiet suchen dürfen. Die Entscheidung darüber will Scheuer den Städten selbst überlassen.
    Auch in Berlin sammelten sich Tausende von den Taxifahrern auf den Straßen. Auch hier kam es deshalb zeitweise zu Straßensperrungen und massiven Staus, vor allem rund um den Flughafen Tegel. Infolgedessen war der Zugang zum Flughafen vorübergehend sogar für Busse gesperrt, so dass viele Passagiere von der nächstgelegenen, noch erreichbaren Bushaltestelle aus zu Fuß gehen mussten.
    Auch in Wiesbaden sorgten protestierende Taxifahrer für ein Verkehrschaos. Hier kamen fast 1.000 Taxifahrer aus Koblenz, Darmstadt, Limburg, Frankfurt am Main und Offenbach zusammen und versammelten sich mit Wiesbadener Fahrern vor der Stadtkanzlei, um gegen die von Scheuer eingebrachte Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes zu protestieren.
    Ein verärgerter Taxi-Fahrer meint: “Herr Scheuer ist ein Lobbyist. Er verfolgt die Interessen der Lobby”, sagte ein Taxifahrer, während ein anderer hinzufügte, dass neue Transportunternehmen wie Uber vergleichsweise weniger auf das Wohl ihrer Fahrgäste ausgerichtet seien. So gibt es für solche neuen Dienste keine Transportpflicht mehr.
    Quelle: RT Deutsch

    “Scheuer ist ein Lobbyist!” – Tausende Taxifahrer protestieren gegen Deregulierungspläne
    Quelle: RT Deutsch

  8. Venezuela
    • USA: Denkfabrik und Beamte diskutieren über eine Militärintervention in Venezuela
      Der US-Thinktank “Zentrum für strategische und internationale Studien” (Center for Strategic and International Studies – CSIS) veranstaltete ein inoffizielles Treffen, bei dem etwa 40 Beteiligte über eine US-Militärintervention in Venezuela diskutierten.
      Am Meeting der US-Denkfabrik sollen unter anderem auch derzeitige und ehemalige US-Beamte, auch aus dem Außenministerium, teilgenommen haben. Außerdem sollen auch Vertreter der US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit USAID anwesend gewesen sein.
      Der Journalist Max Blumenthal hat zwei Teilnehmer des Meetings befragt. Beide wollten keine Details zum Treffen weitergeben. Die USA sind mit dem Verlauf des Putsches in Venezuela offenbar sehr unzufrieden. Der selbsternannte Präsident Juan Guaidó ist nicht in der Lage, die Macht in dem südamerikanischen Land an sich zu reißen. Eine “humanitäre” Intervention könnte das ändern.
      Quelle: RT Deutsch

    • Realsatire bei Bundespressekonferenz: Auswärtiges Amt bezeichnet Guaidó als “Mann des Dialogs”
      Deutschland unterstützt mit Guaidó einen der radikalsten Vertreter der venezolanischen Opposition, der jeglichen Dialog mit der Maduro-Regierung ablehnt. RT fragte auf der BPK (ab Min 2:25), welches strategische Kalkül dahintersteht. Die postfaktische Antwort erstaunt.
      Das Agieren der Bundesregierung im Falle Venezuelas wirft zahlreiche Fragen auf. Einerseits fordert das Auswärtige Amt regelmäßig zu Dialogbereitschaft und Deeskalation auf, gleichzeitig unterstützt sie mit Juan Guaidó just einen der radikalsten Vertreter der Opposition, der sich grundsätzlich gegen jede Art von Dialog mit der amtierenden Regierung von Nicolás Maduro ausspricht und offensiv für eine US-Militärintervention wirbt.
      Von RT-Redakteur Florian Warweg nach dem dahinterstehenden “strategischen Kalkül” dieses Vorgehens gefragt (ab Min 2:25), erklärte Außenamtssprecherin Maria Adebahr, dass sie diese “Prämisse” nicht teile. Juan Guaidó sei ein Mann des Dialogs, doch dieser sei “an der Unbeweglichkeit Maduros gescheitert”. Diese Aussage des Auswärtigen Amtes ist nachweislich falsch. Selbst öffentlich-rechtliche Sender im deutschsprachigen Raum berichteten über die Dialogverweigerung Guaidós und dessen Aussage, die Krise in Venezuela sei mit einem Dialog nicht zu lösen. Gleichzeitig war es der vom AA so geschmähte Maduro, der der Opposition regelmäßig den Dialog anbot. Die Darstellung der Außenamtssprecherin ist an Tatsachenverdrehung kaum zu überbieten.
      Quelle: RT Deutsch

  9. Wie schaffen wir die Agrarwende?
    Welche Alternativen gibt es zur industriellen Landwirtschaft? Ist „Bio für alle“ möglich? Oder lässt sich auch die konventionelle Landwirtschaft in entscheidenden Punkten nachhaltiger gestalten? Große Hoffnungen setzen Wissenschaftler auch auf die nach ökologischen Prinzipien wirtschaftende neue Anbaumethode Permakultur. Kann sie einen entscheidenden Beitrag zu einer Landwirtschaft der Zukunft leisten? Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation Landwirte in Deutschland und Frankreich, die nach Alternativen suchen. Sven Wilhelm aus dem Renchtal im Schwarzwald hat seinen Gemüseanbau auf bio umgestellt. In der Umstellungsphase braucht er einen langen Atem, um zu überleben. Michael Reber aus Schwäbisch-Hall geht einen Zwischenweg: Statt immer mehr Geld für Mineraldünger und Spritzmittel auszugeben, versucht er, mit speziellem Humusdünger die Bodenfruchtbarkeit auf seinen Äckern zu erhöhen. Und in der Normandie beschreiten Perrine und Charles Hervé-Gruyer mit der Permakultur ein Experiment, das trotz Verzichts auf Chemie die Produktivität deutlich steigert. Es zeigt sich aber auch: Ohne eine Änderung der Subventionsregeln der EU und des Kaufverhaltens der Verbraucher ist eine Agrarwende nicht zu schaffen.
    Tatjana Mischke, Caroline Nokel
    Quelle: ARTE
  10. Podcast – LNP296 IT-Sicherheit per Gesetz
    Frank Rieger und Linus Neumann diskutieren das IT-Sicherheitsgesetz “2.0”
    Der Chaos Computer Club begleitet seit jeher das Handeln der Bundesregierung im Bereich der IT-Sicherheit mal wohlwollend, meist aber
    kritisch. CCC-Sprecher Frank Rieger und Linus Neumann blicken zurück auf relevante Gesetzesvorschläge der vergangenen Jahre, grenzen das Themenfeld ein, und bewerten den kürzlich von netzpolitik.org veröffentlichten Entwurf für ein IT-Sicherheitsgesetz “2.0”
    Dauer: 2:14:01
    Quelle: logbuch-netzpolitik

    Zitat:

    „Wenn wir ehrlich wären, so als Branche… IT-Security, müssten wir eigentlich die weiße Fahne hissen.“

  11. Kabarett, Satire, Comedy und Co.
    • Honest Government Ad | Julian Assange
      The British, Australian, Ecuadorian and US Governments have made an ad about Julian Assange’s arrest and it’s surprisingly honest and informative!
      Quelle: thejuicemedia

    • Realer Irrsinn: Segensroboter
      Mit dem Segensroboter ist die evangelische Kirche endgültig im 21. Jahrhundert angekommen. Der Segen per Klick kann in verschiedenen Sprachen und Dialekten abgeholt werden. Can I bless you?
      Quelle: extra 3 NDR

    • Wirklich wahre Wahlwerbung: Alternative für Deutschland
      Es stehen die Europawahl und mehrere Landtagswahlen vor der Tür. Die AfD hat mit Skandalen und sinkender Zustimmung zu kämpfen. Darum haben wir für sie einen ehrlichen Wahlwerbespot gedreht.
      Quelle: extra 3 NDR

    • Maschek WÖ_425 Operation Hannibal (Rechtlich einwandfreie Version)
      Quelle: Maschek

      Zum “Beep” bei Sekunde 30 lesen Sie auch im Standard “‘Vom Neonazi zum Sportminister’: ORF nimmt Maschek über Strache, Kurz, Kickl vom Netz

      die Originalversion: Maschek WÖ_425 Operation Hannibal
      Quelle: Maschek

    • Equal Pay Day: Gleiche Arbeit, ungleicher Lohn
      heute-show vom 15.03.2019
      Auch nach bereinigten Berechnungen verdienen Frauen immer noch sechs Prozent weniger als Männer – für die gleiche Tätigkeit.
      Quelle: ZDF heute-show

    • Der Postillon Wochenrückblick (8. April – 14. April 2019)
      Die wichtigsten Postillon-Meldungen der vergangenen Woche
      Quelle: Postillon24

by Redaktion at April 20, 2019 07:00 AM

wohnhaft.de

Senat und Padovicz wollen Liebig34 räumen lassen

Liebig34 schrieb:

english, spanish, greek, italian, french below ------------------------------------------------------------------------------- Wie die meisten sicher schon wissen, ist Ende des Jahres 2018 der Pachtvertrag der Liebig 34 mit dem Immobilienspekulanten Padovicz, dem in Berlin mehr als 2.000 Objekte gehören, ausgelaufen. Seitdem leben wir ohne Vertrag aber nach wie vor glücklich und zufrieden in der Liebig34, lieben [...]
Quelle: liebig34.blogsport.de/2019/04/20/251/

by Postbot3 at April 20, 2019 07:00 AM

Klimareporter

Klimaschutz ohne Mehrwert(steuer)

Alle Jahre wieder erinnert sich die Politik, dass die Schienenbahn gegenüber dem Auto und dem Flugzeug strukturell benachteiligt wird. Ein besonders absurder Ausdruck dessen ist, dass beim Kauf von Bahntickets ab 50 Kilometer Reisestrecke der volle Mehrwertsteuersatz fällig wird.

April 20, 2019 06:01 AM

wohnhaft.de

Witzige Witze die für die shoutbox zu lang sind

Fährt ein Opa mit der U-Bahn und stiert die ganze Zeit einen Punker mit einer roten Kammfrisur an. Plötzlich reicht es dem Punker und er schreit den Opa an: "Hey Alter, hast du in deiner Jugend nie eine Sündebegangen?"

Sagt der Opa: "Ja natürlich! Ich habe in meiner Jugend Hühner gefickt. Jetzt überlege ich die ganze Zeit, ob du mein Sohn sein könntest!"

by Witzig! at April 20, 2019 03:40 AM

Senat und Padovicz wollen Liebig34 räumen lassen

Wie die meisten sicher schon wissen, ist Ende des Jahres 2018 der Pachtvertrag der Liebig 34 mit dem Immobilienspekulanten Padovicz, dem in Berlin mehr als 2.000 Objekte gehören, ausgelaufen. Seitdem leben wir ohne Vertrag aber nach wie vor glücklich und zufrieden in der Liebig34, lieben unser Haus wie eh und je und sind zu allen Schandtaten bereit es mit euch verteidigen. Padovicz und der Senat werden uns hier nicht rauskriegen, denn das ist unser Haus! Heute wollen wir euch über unsere aktuelle Situation inormieren. de.indymedia.org/node/31598
wohnhaft.de/index.php?attachment/887/

by Mr.Zom at April 20, 2019 01:29 AM

April 19, 2019

wohnhaft.de

Alles was fliegt muss weg: Anti Fliegen Thema

Guten morgen aus der Anarcho Bäckerei!
Was macht ihr gegen Stubenfliegen? Grade auf dem Land ist das ein nerviges Thema! Klar Fliegengitter, aber irgendwie sind die trotzdem immer in der Stube. Kennt da jemand was Effektives? Die Klebebänder find ich tatsächlich eher unschön.

by Bägger at April 19, 2019 10:06 PM

Markise flicken, wer hat Plan?

Bei Ebay gibts ne Markise zu verschenken und klar holen wir die uns. Das Tuch hat aber Risse und ist undicht. Hat jemand eine kostengünstige Idee wie man das neu bespannt? Das Grundgerüst ist mit nen bischen Lieben wieder Fit! Soll halt den Zweck erfüllen und im Idealfall noch Regen abhalten können :P

by Gäst at April 19, 2019 10:05 PM

Dieses BLAU im SKIN - meine AUGEN!

Dunkel ist ja ganz nett, aber wieso so in grell?

by katze at April 19, 2019 10:02 PM

RT (Deutschland) Staatsfernsehen

Wie steht ihr denn zu RT?? Die pushen ja die letzten Jahre richtig rein. Ist das die neue Bild ausm Osten oder was brauchbares? Bzw wie steht ihr zu staatlichen Sendern? Braucht ein Land das oder eher nüsch?

by gast at April 19, 2019 09:50 PM

Kochen im Bauwagen

Nachdem ich grade so ne Fertig Nudelsuppe erhitze - was futtert ihr denn am liebsten? Kann nicht jeden Tag shoppen und der Kühlschrank läuft auf sparflamme. Habt ihr irgendwelche kreativen Ideen?

by Mr.Zom at April 19, 2019 07:35 PM

Freie Radios

Gespräch zum Mordanschlag auf eine Roma-Familie vor 10 Jahren und zur Kontinuität rassistischer Gewalt in Tschechien

Wir hören ein Gespräch mit Michael vom Blog EcoleUsti (https://ecoleusti.wordpress.com/), der an den rassistischen Brandanschlag in Vitkov in Tschechien am 18.4.2009 erinnert und auf die Kontinuitäten und Voraussetzungen rassistischer Gewalt in der tschechischen Republik und darüberhinaus verweist.

by aktuell (Radio Blau, Leipzig) at April 19, 2019 04:57 PM

Widersprüche des jugoslawischen Sozialismus (Serie 1001: CX - Corax - Geschichte/Gesellschaft - Dialektik)

Die 80er Jahre waren in Jugoslawien von drei Faktoren geprägt: Einer ökonomischen Krise, Streikbewegungen in den Fabriken und von zivilgesellschaftlichen Bewegungen. Dass Zivilgesellschaft und Arbeiterbewegung voneinander getrennt blieben prägte die folgenden Entwicklungen. Dass an die Stelle ökonomischer Kämpfe, kulturalisierte Diskurse traten, war Teil der späteren Entwicklung des Separatismus und ethnischen Nationalismus. Das sind Thesen von Lidija Krienzer-Radojević. Lidija Krienzer-Radojević ist Kulturanthropologin. Sie hat am Institut für Zeitgenössische Kunst der TU Graz gelehrt und war bis 2014 Mitarbeiterin der Universität Ljubljana. Sie ist Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark. Ihr Forschungsinteresse bezieht sich auf die soziale Integration der kapitalistischen Verhältnisse in das gesellschaftliche Leben. Am Freitag den 26.04. wird sie in der ACC Galerie Weimar einen Vortrag über die Widersprüche des jugoslawischen Sozialismus halten. Wir haben vorab mit ihr gesprochen und fragten sie zunächst nach ihrer Motivation, sich mit den 80er Jahren in Jugoslawien auseinanderzusetzen. Zum Vortrag: http://spektakel.blogsport.de/2019/03/10/we-have-built-cities-for-you/

by Tagesaktuelle Redaktion (Radio Corax, Halle) at April 19, 2019 03:31 PM

DLF Wissenschaft im Brennpunkt

Über Glauben und Wissen - Irrwege und Irrsinn

Die Erde im Weltall, aufgenommen am 26.7.1971 (picture alliance / dpa / NASA)Die Erde ist flach, Lämmer wachsen auf Bäumen, waschen ist schlecht für die Gesundheit: Die Liste zweifelhafter Überzeugungen lässt sich beliebig verlängern. Die Menschheit hat schon viele Absurditäten geglaubt. Warum tun wir das, obwohl die Fakten dagegen sprechen?

www.deutschlandfunk.de,


April 19, 2019 02:30 PM

Freie Radios

Die Okkupierung und Kolonialisierung des Ostens durch Mafia und Clans basiert auf dem Erfurter Modell. Filmreifes mit Axel Hemmerling und Ludwig Kendzia

Organisierte Kriminalität ist demokratiefeindlich. Das Gemeinwohl wird ausgehöhlt. Hier stoßen Steuerfahnder, Staatsanwälte und Journalisten an ihre Grenzen. Die deutsche Gesetzgebung ist extrem schlecht aufgestellt. Die investigativen Journalisten Axel Hemmerling und Ludwig Kendzia berichten von ihrer Arbeit. https://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=7520

by Carsten Rose (Radio F.R.E.I., Erfurt) at April 19, 2019 02:14 PM

Klimareporter

Was "Extinction Rebellion" fordert

Wenn man nach ihnen greift, kommen manche Sterne näher: Die Bewegung "Extinction Rebellion", die gerade vor allem in London spektakuläre Klima-Proteste veranstaltet, klingt radikal und teilweise unrealistisch. Ihre Forderungen könnten aber einen Wandel in den Köpfen anstoßen, der echten Klimaschutz möglich macht.

April 19, 2019 12:45 PM

Freie Radios

Focus Europa Nachrichten vom Freitag, den 19. April

- Nordirland: Eine Frau während Unruhen erschossen - Polen: Keine Einigung im LehrerInnenstreik wegen Minigehältern - Türkei: Wahlkommission beharrt auf Disqualifikation kurdischer WahlsiegerInnen - Nordrhein-Westfalen will künftig auch Flüchtlinge als Lehrkräfte einstellen - Mali: Regierung tritt nach Massenprotesten zurück - Sammelabschiebung in den Kosovo

by Jan (Radio Dreyeckland, Freiburg) at April 19, 2019 09:16 AM

wohnhaft.de

Montag 22.4. Osterbier/-eier Suchen!

Schlagloch / Kiel schrieb:

Unser schöner neuer Platz im grünen Meimersdorfer Moor (Koordinaten: Koordinaten: 54°17’17.0″N 10°07’21.9″E ) eignet sich total gut für die Osterhäsin um Dinge zu verstecken. Also kommt gern am Montag (22.04.) ab 11:00 vorbei, um Ostereier oder Osterbiere zu suchen.

Wir freuen uns auf euch!

Quelle: schlagloch.blogsport.eu/2019/0…-4-osterbier-eier-suchen/

by Postbot3 at April 19, 2019 08:00 AM

Wie regelt ihr das mit der Höhe?

Weiß nicht ob das Thema schonmal angesprochen wurde. Ich persönlich finde es irgendwie problematisch mit hohen Wägen. Selbst den Alkoven im Laster nutze ich im Sommer nicht, weil es einfach zu warm wird. Wie regelt ihr das mit der Höhe? Winter / Sommer? Ein Platzkollege bspw hat knapp 3.5m höhe im Wagen, im Winter ist es unten immer kalt und oben zu warm. Im Sommer wird man wohl oben nicht pennen können. Wie hoch ist denn eure Butze? Habt ihr ein fettes ausgeklügeltes Wärmetausch system?

by Erik at April 19, 2019 07:17 AM

Nachdenkseiten

Leserbriefe zu „Sackgasse Elektromobilität“

Vorletzten Freitag erschien der Artikel “Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden – Teil 3: Sackgasse Elektromobilität” von Winfried Wolf, in dem er die viel propagierte Elektromobilität einmal aus anderen Perspektiven beleuchtete. Dies regte einige Leser dazu an, ihre Überlegungen zum Thema zu schreiben und nachfolgend findet sich eine Auswahl dieser Zuschriften. Wie bei vielen Technikthemen ist es mittlerweile fast eine Glaubensfrage, ob man mit immer neuen Technologien die Probleme beheben kann, die durch vorherige Technologien entstanden sind. Außerdem finden sich noch einige „Nachzügler“-Emails zu den beiden ersten Teilen der Serie. (“Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden – Teil 1: Kostenloser ÖPNV?” & “Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden – Teil 2: Pendlerverkehr vermeiden). Der Artikel “Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden – Teil 4: Mehr Fahrrad wagen!“, dessen Inhalt diverse Leser hier anmahnen, ist mittlerweile erschienen. Zusammengestellt von Moritz Müller.

1. Leserbrief

Liebe NDS-ler,

meiner Meinung nach geht es eigentlich darum die Autos möglichst größtenteils abzuschaffen.

Die Politiker wissen, denke ich, genau, dass der Strom nicht reichen würde, würden alle nur noch E-Autos fahren. 

Sie wissen, dass der Strompreis immer weiter steigen wird und immer unerschwinglicher werden wird.

Da die Masse sich die Mobilität mit eigenem Pkw nicht mehr wird leisten können, wird sie gezwungen sein in die Großstädte, später in die geplanten “Smart Citys” zu ziehen. Andernfalls wird es schwierig zur Arbeit, den Ärzten und den Einkaufsmöglichkeiten zu gelangen. In den Smart Citys eingepfercht wird die absolute Kontrolle dann ganz einfach sein.

Außerdem geht auch hier wieder der Weg weg von den gewählten Regierungen und der Demokratie hin zu einer neuen Art von Feudalismus – dem Konzern oder Investoren-Feudalismus.

So sind die Besitzer der Stadt Investoren oder Konzerne, die die Richtlinien vorgeben. Es gibt keine Bürgervertretungen und kein Mitspracherecht der Bürger. Wem dies nicht passt, wer sich nicht unterordnen will, muss gehen.

Es gab da einen interessanten Film auf Arte über solche “Smart Citys”. In dem gerade geschilderten Fall ging es um eine solche Stadt in Indien

Mit freundlichen Grüßen,
Dagmar Doll


2. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

ich finde den Artikel von Winfried Wolf sehr interessant und stimme auch völlig damit überein, dass Elektroautos keine (alleinige) Lösung für den Klimawandel darstellen. Aber es war bei den NDS oft und zurecht von tendenziöser Berichterstattung der Medien die Rede. Mich ärgert es , wenn tendenziös berichtet wird, auch wenn die Argumente eigentlich stimmen und das fängt schon mit der Überschrift an. Warum führen E-Autos in die Sackgasse? Nicht die Elektromobilität führt in die Sackgasse sondern unser Denken in alten Mustern führt in die Sackgasse.

Hier wird aber suggeriert, dass Elektromobilität (fast) genauso schlecht ist wie normale Autos. Das ist nicht richtig .

Ja, wir müssen unser Denken verändern, neue Verkehrskonzepte entwerfen, neue Strukturen schaffen, z. B. das Bahnfahren attraktiver machen, das Fahrradfahren, das Automieten.  Es gibt so vieles, was man tun könnte und ganz klar ist die Elektromobilität nur eine Teillösung des Problems.

Dass E-Autos oft nur Zweitautos sind ist klar, aber die Leute haben doch sowieso alle 2 Autos, auch wenn es sich nur um ein Ehepaar ohne Kinder handelt. Da wäre ich aber schon froh, wenn wenigsten ein Auto weniger Abgase absondert.

Doch wenn die Leute Überschriften lesen mit den Worten E-Autos und Sackgasse, suggeriert das : ja dann fahr ich halt weiter meinen Diesel.

Auch wenn die Argumente eigentlich richtig sind. Da kann ich auch gleich die Zeit oder die Taz lesen.

Ich wäre jedenfalls froh, wenn ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, wenn ich nicht so viel Abgase einatmen müsste, weil es meinem Asthma gar nicht gut tut,  und wenn es am Morgen nicht ganz so laut von der Bundesstraße rüberschallen würde und wenigstens ein Teil des CO2 eingespart werden würde. ( Ich fahre übrigens ein Elektrofahrrad und ohne dem ginge nichts, weil ich 10 km in sehr bergigem Gelände absolvieren muß und auch nicht mehr die Allerjüngste bin. )

Ja, wenn sich an den Verkehrskonzepten nichts ändert, wird sich auch an der Erderwärmung nichts ändern, trotz E-Autos. Das ist ganz klar. Doch E-Autos von vornherein als Sackgasse zu bezeichnen ist nicht sehr hilfreich.

Es kommt eben nicht nur auf das  „ob“, sondern auch auf das „wie“ an.

Z. B. die Frage, wie wird Lithium gewonnen, wie kann auch da der Umweltschutz zum Tragen kommen. Wie effektiv wird das Recyceln der Batterien sein und vieles mehr. All die Fragen müssen gelöst werden. 

Es sind die kapitalistischen Strukturen und unser konditioniertes Denken, die verhindern, dass wir  die Lösungen und Möglichkeiten nicht  wahrnehmen und die würden sich in aller Vielfalt ganz „organisch“ von selbst ergeben, denn es gibt so viele Menschen mit so guten Ideen.

Es ist schon alles da und müsste nur noch umgesetzt werde. Elektroautos können sehr wohl auch Teil der Lösung sein.

Mit freundlichen Grüßen, Maria McCray


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Wolf,

es tut mir leid, aber ich kann Ihren Totalverriss der Elektromobilität nicht kommentarlos hinnehmen!

Prognosen sind insbesondere dann schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen!

Der Fehler Ihrer Beurteilung ist, dass Sie den Status quo in die Zukunft projizieren!

I) Stichwort Stromerzeugung: Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Erneuerbaren nicht in dem Maße ausgebaut werden können, dass die erzeugte Energie sowohl für die Individualbeförderung als auch für sonstige Anwendungen reicht? Wer sagt, dass es z.B. bei Siliziumzellen bleibt und nicht andere stromerzeugende Zellen (z.B. auf Photosythese-Basis) auf allen denkbaren Oberflächen in Zukunft aufgebracht und dezentral vernetzt werden können und die Energie intelligent wieder abgerufen werden kann? Smart Grid!

II) Stichwort Stromspeicherung: Wer sagt, dass es bei der Lithiumbatterie bleibt? Es gab in der Historie schon mehrere Akkuarten! Überschüssig erzeugter Strom kann mittels Power to Gas z.B. in unserem riesigen Erdgasnetz gespeichert werden! Wirkungsgradverbesserungen vorausgesetzt. Schon mal was von Innovation gehört?

III) Stichwort Effizienz: Der Elektromotor verwertet 80% der vorhandenen Energie für den Antrieb (30% Verbrennungsmotor)! Wenn ein Elektroauto steht muss der Motor nicht laufen! Überschüssige Bewegungsenergie kann beim Bremsen wieder zurückgewonnen werden (Rekuperation)! Die Entwicklung von der Glühbirne zur LED ist hier  ein gutes Beispiel! Kein Wort darüber von Ihnen!

IV) Stichwort andere Antriebsarten: Genauso könnten Sie die Wasserstofftechnologie verteufeln, welche noch in den Kinderschuhen steckt! Wer weiß welche Technologie sich für welche Anwendungen in Zukunft durchsetzt! Jede hat ihre Vor und Nachteile!

V) Stichwort Verschleiß: Bremsverschleiß ist minimiert; eine Kupplung gibt es nicht; Ölwechsel ist nicht erforderlich; wenige Antriebsteile und wenige Wartungsintervalle!

VI) Stichwort Sauberkeit: Lokal ist ein Elektroauto, sieht man vom Reifenabrieb ab heute schon sehr sauber! Bei 100% Erneuerbaren unübertroffen!

VII) Stichwort Lärm: Die Fahrzeuge müssen unter einer Geschwindigkeit von 30 km/h ein leises Fahrgeräusch verpasst bekommen um von Fußgängern wahrgenommen zu werden. Die minimale Lärmbelästigung von Anwohnern reduziert sich auf das Abrollgeräusch der Räder und sollte tolerabel sein.

VIII) Stichwort Gewicht: Langfristig werden sich auch andere leichtere  Karosserie- und Akkumaterialien durchsetzen! Ich bin davon überzeugt dass sich der Trend umkehrt, hin zu kleineren Fahrzeugen! Wenn nicht muß die Politik die Richtung bestimmen!

IX) Stichwort Ressourcen: Um den Ressourcenverbrauch gering zu halten gibt es seit Jahr und Tag das Recycling. Von Ihnen leider mit keinem Wort erwähnt!

Der ÖPNV hat durchaus seine Daseinsberechtigung in städtischem Umfeld, aber nicht weit ausserhalb der Metropolen! Eine sinnvolle Verzahnung halte ich auch noch für vernünftig!

Aber glauben Sie etwa die Menschen sollten ihren Wohnort allesamt in die Stadt verlegen, nur um Individualverkehr zu vermeiden? Das habe ich allen Ernstes von an sonsten seriöser  Seite schon mal gehört! Die Urbanisierung ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss! Sie beklagen die vielen Staus auf den Autobahnen und in den Großstädten, wollen aber den gesamten Verkehr gleichermaßen “reformieren”!

Wissen Sie wie lange man in der Peripherie unterwegs wäre, wenn jedermann mit dem Bus führe und alle 500m jemand zusteigen möchte? Oder fahren Sie mal jeden Tag mit dem Fahrrad 20 km zur Arbeit. Dann sind Sie schon kaputt und verdreckt wenn Sie ankommen!

Berücksichtigen Sie doch bitte auch die zukünftigen Arbeitsplätze, welche es nicht mehr erforderlich machen werden zur Arbeit zu fahren. (Home office) Ich glaube auch das haben Sie erwähnt!

Aber, bei aller Liebe zum kollektiven Bewegungswahn oder  Massenbeförderung mit  Inkaufnahme individueller Beeinträchtigungen wie unliebsamen Begegnungen aller Art, Flexibilitätseinbußen und vermehrter Fahrzeit:

Wir sollten uns nicht zurück, sondern weiterentwickeln!

Ich bin mir sicher mit meiner 25-jährigen Mobilität mit einem elektrisch betriebenen City-el -Mobil (täglich 40km Fahrstrecke), einiges an Erfahrung gesammelt zu haben um eine Empfehlung zu Ausbau und Weiterentwicklung der Elektromobilität aussprechen zu können!

Man kann sich umweltgerecht fortbewegen ohne bereits erreichte individuelle Freiheiten aufgeben zu müssen!

Wenn wir nicht zurück in die Steinzeit wollen, sollte das permanente

Bevölkerungswachstum weltweit Priorität haben! Das ist meines Erachtens das eigentliche Problem!

Mit freundlichem Gruß
Thomas Diener

Antwort von Winfried Wolf zu Leserbrief 3/ Th. Diener

Vorweg für diese Antwort und einige andere Leserbriefe drei Dinge: Erstens. Mein „Totalverrriß“ bezieht sich auf „Elektromobilität“ wie sie aktuell diskutiert, allgemein verstanden und (vor allem in Europa, in China und teilweise in Nordamerika) in die Praxis umgesetzt wird: ein Ersetzen des Antriebsstrangs des motorisierte Individualverkehrs, also von Benzin- und Diesel-Pkw durch Batterien- Pkw. Zweitens. Wir müssen in einer solchen Debatte von den derzeit eingesetzten Technologien bzw. von den Technologien ausgehen, die in absehbarer Zeit eingesetzt werden können. Alle Konjunktivformen – was möglicherweise bald sein könnte – und alle Formulierungen wie „Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass die Erneuerbaren nicht ausgebaut werden können…“ versperren den Blick auf die Realität. Nur dazu: Es ist unter den gegebenen Bedingungen in Deutschland bereits ein sehr ehrgeiziges Ziel, die Erneuerbaren in 3-4 Jahren so weit zusätzlich ausgebaut zu haben, dass sie den aktuellen Anteil von gut 13 Prozent, den Atomstrom noch hat, ersetzen können.

Drittens. Als Wissenschaftler beschreite ich den konservativen Pfad. Ich wähle auf den zur Verfügung stehenden Studien und Daten eine Mischung, bei der einiges pro Elektromobilität spricht. Ich gehe also durchaus davon aus, dass es beim 1:1-Austausch eines herkömmlichen Pkw durch einen Elektro-Pkw es – über den Pkw-Lebenszyklus hinweg gerechnet – zu einer gewissen CO-2-Einsparung kommen kann. Dieser mögliche bescheidene Vorsprung wird dann durch andere Bedingungen der Elektromobilität mehr als beseitigt – siehe der Rebound-Effekt „Zweitwagen“. Seit drei Tagen liegt eine vom Ifo-Institut veröffentlichte Studie von Hans-Werner Sinn und Christoph Buchl vor, wonach ein E-Auto zwischen 11 und 28 Prozent MEHR CO-2-Emissionen verursacht. Siehe: hier.

Zu einzelnen Punkten:

Punkte 1 u. 2 [Silizium; Lithium] Nicht nur die bestehende Batterie-Technologie basiert auf Silizium-Zellen und Lithium-Batterien. Auch die kommende Batterie-Generation wird so aussehen. Gerade investiert Daimler zusammen mit dem US-Batteriespezialist Silo Nanotchnologies Inc. in diese nächste Generation, die 30 Prozent effizienter sein soll … aber just auf Basis von Silizium (womit die herkömmlichen Graphitelektroden ersetzt werden) und Lithium. Da sind Siemens, Samsung und BMW mit an Bord.

Punkte 6 u. 7: Die „Sauberkeit“ von E-Autos ist so groß nicht: Bremsabriebe und das Aufwirbeln von Feinstaub bleiben als wesentliche „Schmutzfaktoren“ bestehen. Der Lärm eines E-Autos ist ab Tempo 40 gleich groß wie der eines herkömmlichen Pkw, weil dann der Luft-/Fahrwiderstand und die Rollgeräusche den Lärm bestimmen und das Motorengeräusch keine Rolle mehr spielt.

Punkt 8: Natürlich wird E-Mobilität mit geringen Gewichten beworben. Doch das Gegenteil trifft halt zu. Ihr E-Auto, das City-EL, hat 250 oder 300 kg Gewicht. Doch der E-Golf hat eben das sechsfache Gewicht und der Tesla Model 3 das Siebenfache. Wobei das löblich kleine Gewicht des City-EL natürlich etwas zu tun hat mit der geringen Reichweite von 50 km und der Begrenzung auf einen Sitzplatz.

Punkt 9/Recycling. Unsere Recycling-Modelle basieren darauf, dass man der Industrie gestattet, ein Maximum an zerstörerischem Müll zu produzieren, wovon am Ende ein Teil zurückgewonnen wird, ein Teil auf problematische Weise in Müllverbrennungsanlagen verbrannt wird (was neue Emissionen erzeugt) und ein sehr großer Teil dorthin geschafft wird, wo wir vorher die wertvollen Rohstoffe herholten: in die Dritte Welt. Diese „end-of-the-pipe-Politik“ – die Politik, am Ende der Produktion wieder etwas Dreck und Zerstörung aufzufangen, sollte ERSETZT werden durch eine Politik, die von vornherein nur mit einem Minimum an Emissionen und problematischem Material verbunden ist.

Punkt 9 / „Urbanisierung ist nicht der Weisheit letzter Schluss“. Zustimmung. Es leben aber in Deutschland 80 Prozent der Menschen in Städten. Weltweit rund die Hälfte. Tendenz steigend. Gut möglich, dass bei uns noch lange individuelle Pkw, dann gerne E-Pkw, auf dem Land wichtig bleiben. Doch auch da gäbe es Möglichkeiten – und, siehe der demographische Faktor! – Notwendigkeiten, andere Mobilitätsformen zu prüfen. Die Schweiz schafft es, den größten Teil auch kleiner Orte in ein vertaktetes Bus-ÖPNV-System einzubinden. Und dies unter topographisch „anspruchsvollen“ Bedingungen.

Ihre Punkte 3 und 5 und ihre Schlußabsätze zum öffentlichem Verkehr betreffend. E-Mobilität mit E-Autos ERSETZEN nur den Antriebsstrang. Es bleibt bei den Systemnachteilen, die der motorisierten Individualverkehrt immer hat: im Vergleich zum ÖPNV viel Mal mehr Fläche, massiv mehr Lärm und 1,2 Millionen Straßenverkehrstote weltweit im Jahr. Wenn Sie alle Auto in Los Angeles durch ein kleines E-Auto vom Typ Renault-Zoe ersetzen, haben sie den gleichen Dauerstau, den gleichen Flächenfraß, einen eher größeren Ressourcenverbrauch, die gleiche Unfallzahlen, den weitgehend gleichen Verkehrslärm und dieselbe absurd niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern wie aktuell.

Was mit der konkret auf den Weg gebrachten Offensive für Elektroautos droht, ist genau das, was der Hersteller Ihres Klein-Mobils City-EL auf seiner Website schreibt: „Verbrenner raus und E-Motor rein und dann mit 1,2 Tonnen Gewicht und einem Energieverbrauch von 30kWh/100km „herumcruisen“ macht wenig Sinn, denn mit solchen Fahrzeugen wird bei höheren Kilometergesamtkosten als bei einem sparsamen Verbrenner dann auch noch knapp 50% mehr CO2 erzeugt im Deutschen Energiemix aber trotzdem kommt man über 100km weit. Tolle Ingenieurleistung!“ [Zitat Website Krabatt GmbH CityEL; abgerufen am 18.4.2019]


4. Leserbrief

Hier noch einmal namentlich:

Zu Ihrer Artikelserie “Lassen Sie uns doch mal über Vekehr reden”:

Fast dachte ich schon, dies könnte ein weiterer Aprilscherz sein:

Drei Artikel zur überfälligen Wende in der Verkehrspolitik und mit keinem Wort wird das Fahrrad als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel überhaupt erwähnt.

Ich habe trotzdem durchgehalten und bis zum Ende gelesen, und siehe da, im allerletzten Absatz dann der fulminante Schluss: 60% Radverkehr, 20% ÖPNV, 10% Fußgängerwege und die Diskussion um Elektroautos, Diesel und Benziner erübrigt sich.

Groningen macht es vor, Kopenhagen ist auf gutem Weg, wie viele andere auch.

Wäre das nicht eine eigene Reihe von Artikeln wert?

Mit herzlichem Dank für die – wie immer – anregenden Artikel,
Emily Link


5. Leserbrief

Hallo,

neueste Berechnung für Kosten für Kfz-Verkehr in D (und andere Kosten). Das E-Auto schneidet kaum besser ab:

Pkw (Benzin) €-Cent / Fahrzeugkilometer: 6,42
Pkw (Diesel): 7,53
Pkw (E): 6,10

Vgl. S. 29, dort auch weitere Verkehrsarten t.co/X9O8uKR1vM

Grüße
J S


6. Leserbrief

Liebe NDS Redaktion,

das so dringend für die E-Mobilität benötigte Lithium lagert in Salzseen. Das sind bislang noch zum größten Teil unberührte Ökosysteme. Diese werden in kürzester Zeit ausgebeutet und zerstört  – natürlich alles für den Klimaschutz. Kobalt wird im Kongo geschürft mittels Kinderarbeit unter erbärmlichen Bedingungen. Ficht uns aber nicht an, wir brauchen schließlich gute Luft in unseren Großstädten. 

VG Michael Wrazidlo 

“Um zu merken, dass die Realität für die meisten Menschen anders aussieht, genügt ein Besuch in der Migros. Wenn die 500 Gramm Erdbeeren aus Spanien und vom romantischen Bio-Bauernhof entweder 3 Franken 50 oder 12 Franken kosten, ist ziemlich schnell Ende Gelände mit freier Wahl und Eigenverantwortung. Ich kann schliesslich niemandem, der nicht so einen dicken Geldbeutel hat, einen Vorwurf machen, wenn er oder sie ebenfalls Erdbeeren essen will, aber nicht die nachhaltigen für 12 Franken kauft”

Liebe NDS-Redaktion,

ist der Klimawandel jetzt ein physikalisches, ein ökonomisches oder soziologisches Problem? In den Hinweisen I  des Tages gab es einen Link “Es droht der Abschwung” von Norbert Häring. Ist das jetzt eine gute Nachricht für den Klimawandel? Für die davon betroffenen Menschen vermutlich nicht. Die Frage ist, ob die Jugend sich von der Mammutaufgabe überhaupt einen Begriff macht. Wenn sie bis 2030 auf Null Co2-Ausstoß will, dann dürfen die heutigen wirtschaftlichen Aktivitäten praktisch nicht intensiver ausgeprägt sein als um 1850 und die jetzt 7,5 Mrd. Menschen dürfen nicht mehr Ressourcen verbrauchen als die damalige Weltbevölkerung von rund 1 Mrd. Menschen. Ist das realistisch?

Ich bezweifele den vom Menschen gemachten Klimawandel nicht. Weil das “Leben” schon immer die Umwelt verändert hat und die veränderten Umweltbedingungen wiederum Einfluss auf die Entwicklung des Lebens genommen haben. (Als vor rd. 2,5 Mrd. Jahren die Photosynthese aufkam, war der damit verbundene Sauerstoffanstieg der Atmosphäre für alle anaeroben Bakterien eine Klimakatastrophe).

Es gibt aber kein Globalklima – Klima ist eine aus den Wetterereignissen abgeleitete, abstrakte Größe. Und alle bisherigen Weltuntergangsprophezeiungen sind nicht eingetroffen. Der heutige Klimawandel dient auch einer grandiosen Inszenierung. Man kann damit prima Ängste schüren. (wie mit der Rente, der Demografie, Flüchtlingskrise, Brexit, etc.) Es geht um Macht und Einfluss, um die Eröffnung neuer Geschäftsfelder, um Forschungsgelder (vielleicht ist der Weltklimarat nicht so uneigennützig wie er vorgibt). Es lassen sich neue Öko-Steuern pandemischen Ausmaßes kreieren. Und man kann sich als Retter in der Not anpreisen. Dies nur mal so als Anmerkung – der Mensch ist nur allzuoft bereit, leichtgläubig vermeintlichen Hirten zu folgen. Bleiben Sie kritisch!

Viele Grüße
Michael Wrazidlo


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Wolf,

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für den spannenden Artikel „Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden – Teil 3: Sackgasse Elektromobilität“.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir die genau Quelle / Studie zu dieser Aussage mitteilen könnten: „Die reine CO2-Bilanz eines E-Pkw ist im Vergleich zu einem Benzin- oder Diesel-Pkw maximal um ein Viertel günstiger – wenn der gesamte Lebenszyklus des Autos betrachtet wird.“

Wie beschäftigen uns mit allen Formen der zukünftigen Mobilät und können mit Fakten auch gut umgehen. ;-)

Mit freundlichen Grüssen,
Richard Bachinger

Antwort Winfried Wolf:

Das sind vor allem die beiden Studien

  • Mia Romare und Lisbeth Dahllöf, The Life Cercle Energy Consuption and the Greenhouse Gas Emissions from Lithium-Ion-Batteries. A Study with focus on current Technology and Batteries for light-duty vehicles, IVL – Swedish Environmental Research Institute, Stockholm 2017.
  • „Ökologische Folgen von Elektroautos – ist die staatliche Förderung von Elektro- und Hybridautos sinnvoll?“ des Umwelt- und Prognose-Instituts (UPI) in Heidelberg, UPI-Berichte Nr. 79, 2. Aktualisierte Auflage August 2017. Autorinnen und Autoren: Dieter Teufel, Sabine Arnold, Petra Bauer und Thomas Schwarz. (upi-institut.de/UPI79_Elektroautos.pdf).
  • zusammenfassend auch: Christopher Schrader, Die Ökobilanz der E-Mobilität, in: Spektrum der Wissenschaft Nr. 5/2018. Dort heißt es dann sogar:

    „Viele seriöse Ökobilanzen sehen Elektroautos, die normalen deutschen Strom tanken, derzeit ungefähr auf gleicher Höhe mit sparsamen Verbrennern. Die Nationale Plattform Elektromobilität und das Umweltministerium [in Berlin; W.W.] bescheinigen dem Akkuantrieb einen 12- bis 16-prozentigen Vorteil.“

Das Erstgenannte ist eine Studie, die eine große Zahl unterschiedliche Studien zusammenfasst und vergleicht.


Leserbriefe zu „Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden.“ Teil 1+2

8. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

sehr interessiert habe ich ihren Bericht gelesen. Wie sie treffend geschrieben haben wird wie beim Arzt meist auch nicht nach der Ursache gesucht sondern nur die Wirkung gelindert.

In Ihrer Analyse würde ich aber noch einen Schritt weiter zurück gehen.

Punkt 1: Ursache für die Pendler sind meines Erachtens die Einstellungspraktiken der Firmen und Behörden. Ein potenzieller Interessent bewirbt sich natürlich zuerst bei den Firmen im Umland. Man muss aber schon sehr viel Glück haben um hier auch genommen zu werden. Es findet sich dann im Bewerbungsprozess für die Firma sicher immer noch ein besserer, günstigerer oder Jüngerer Bewerber. Hier sollten die Kriterien an einen Bewerber etwas weniger rigoros angesetzt werden.

Punkt 2: Wenn neue Firmen oder Unternehmensteile gegründet werden geschieht dies meist in den Ballungszentren. Wenn die Angestellten aus Punkt 1 natürlich von sonst woher anreisen müssen nützt auch der ganze Mehrwert eine Grossstadt nichts. Hier müsste meines Erachtens von der Politik der Rahmen vorgegeben werden, damit nicht nur in München, Stuttgart oder Frankfurt gebaut wird. Die kleineren Städte mit weniger Steuereinnahmen werden es danken.

Punkt 3: Durch die immer grösser werdenden Entfernungen zur Arbeit ziehen natürlich auch genügend Menschen weg. Folge ist, es gibt keinen Mehrfamilienhaushalt mehr und ältere Leute leben alleine in Ihren Häusern und Wohnungen. Dadurch ergibt sich somit ohne lange nachdenken zu müssen ein Problem, wenn die älteren Personen Hilfe benötigen. Das wurde früher quasi „nebenbei“ erledigt.

Ich schreibe (als Deutscher) aus der Schweiz. Die Probleme sind hier aber die gleichen.

Viele Grüsse aus der Schweiz,
Jan Pietrusky


9. Leserbrief

Liebe Redaktion,

erst mal möchte ich mich für Ihre sehr gute Arbeit bedanken.

Loben Sie für mich ihren Webmaster. Das war schon lange fällig! Mein Urteil: Klasse-Leistung!

Von ca. 30-40 Vergleichsportalen liegen die NDS absolut vorne.

Seit Anbeginn der NDS führe ich das NDS-Archiv auf meinem PC nach.

Redaktion: Mir gefällt der Schreibstil, die Verständlichkeit und das Professionale Ihrer Arbeit.

Leider meiden Sie Englisch, was ich aufgrund Ihrer Klientel verstehen kann.

Ja und der alte Herr A.M.? 

Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten! (bin nur 1 Jahr jünger als er)

Er ist schon eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Presse!

Home-Office!

Ok. Für Profis wie Ihr? Da gibt’s nichts Besseres.

Aber sonst gibt es sehr viel Schrott (Ich beziehe das auf technische Bereiche)

Viel Glück und herzliche Grüße
Der Alte


10. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

die beiden Beiträge von Jens Berger zum Verkehr sind interessant.

Aber, ich vermisse einen wichtigen Gedanken: bei den meisten Politikern fehlt schlicht die Absicht etwas zum Positiven zu verändern. Diese Leute leben in einer Parallelwelt und sind meist nicht gewillt bzw. in der Lage Alltagsprobleme zu verstehen.

Nur so kann ich mir erklären, dass selbst einfache Maßnahmen, die ohne großen Widerspruch aus der Bevölkerung oder gegen unüberschaubare Kosten zur Lösung von Problemen beitragen könnten, nicht durchgeführt werden. Zwei einfache Beispiele hierfür.

In dem vergleichsweise viel ärmeren Ungarn ist die Benutzung von Verkehrsmitteln für Rentner – mit Ausnahme von Sonderzuschlägen – unentgeltlich. Auch für ausländische Rentner. Man kann sich gut vorstellen, dass deutsche Rentner, wenn sie sich aus dem Berufsleben allmählich zurückziehen, ganz auf ihr Auto verzichten würden. Einmal alle zwei Wochen ein Mietwagen zum Erledigen von Einkäufen könnte ausreichen. Der Verkehr – einschließlich des ruhenden Verkehrs – würde enorm entlastet werden. Ein paar Redakteurinnen der Süddeutschen, die den „Alten“ am Liebsten das Wahlrecht entziehen würden, fänden das sicher ungerecht. Nur die meisten Steuerzahler hätten sicher keine Einwände. Die Kosten wären überschaubar und man könnte vielleicht diese Regelung Schritt für Schritt auf andere Bedürftige ausdehnen.

Der Flugverkehr hat einen wachsenden Anteil an der Umweltverschmutzung und wird gleichzeitig durch verschiedene Maßnahmen der Politik subventioniert. Und eine großer Teil des Flugverkehrs ist – im Gegensatz zum ÖPNV – ein reines Luxus-Problem. Warum kann man nicht sagen, dass jedem Bürger pro Jahr X Flug-Kilometer zum Normalpreis zustehen. Alles was diese X km überschreitet wird sehr hoch besteuert. Für private Nutzer könnte man die Ausnahmeregelung festlegen, dass  für eine Traumreise 3 oder meinetwegen 5 Jahre km anspart werden können. Für Personen, die im Auftrage von Unternehmen, Verbänden und der Politik  reisen, entfällt diese Möglichkeit. Die Unternehmen würden sicher manche Zusammenkunft durch Video-Konferenzen einsparen. Der EU-Reisezirkus würde reduziert werden bzw. manche Herrenpartie von Verbandsfunktionären oder Managern nach Brasilien würde wegfallen.

Klar muss an solchen Vorschlägen im Detail gefeilt werden. Klar ist aber auch, dass es wahrscheinlich weitere Möglichkeiten gibt, wie man sozial verträglich etwas für bessere Verkehrslösungen im Interesse der Umwelt tun kann. Den Verantwortlichen fehlt aber hierzu der politische Wille. Man erhöht gerne nach dem Gießkanne-Prinzip die Steuern und Gebühren für Strom, Kraftstoffe etc.  Das hilft zwar der Umwelt nicht ausreichend, hat aber den Vorteil das die Hauptlasten vom „Kleinen Mann“ getragen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Schuberth


11. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren von den NDS,

nur eine kurze Frage oder Anregung im Zusammenhang mit Ihrer „Verkehrs“-Serie: Befasst sich jemand von Ihnen auch einmal mit dem Thema „Vermeidung von Güterverkehr“? Das wäre sicher nicht nur aus meiner Sicht lohnend. Die Lkw-Flut bringt ein gewaltiges Kapazitätsproblem für unser Straßennetz mit sich, ruiniert Straßenbelag und Kunstbauten und ist eine riesengroße Gefahrenquelle für alle Verkehrsteilnehmer. Luftfracht ist eine Energieverschwendung und Umweltschweinerei.

Wer das Thema gründlich behandeln will, wird am Ende wohl unseren ganzen Freihandels-Wahn infrage stellen müssen.

Mit besten Grüßen, und machen Sie weiter so!
Bernhard Edlmann


12. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten-Macher,

Endlich! Gleich drei Beiträge zur Verkehrswende. Und dann lees ick, und ick wundre mir: jetzt muss doch endlich mal das Fahrrad kommen … ?

War das jetzt ein Test, ob alle Leser bis zum Schluss durchhalten?

Oder ein Test, wieviele Leser das Fahrrad überhaupt auf dem Schirm haben?

Bitte belasst es nicht bei der Erwähnung im letzten Absatz im letzten Beitrag. Das Fahrrad hat eine eigene Diskussion verdient.

Hier gleich noch ein paar Stichworte dazu:

  • Breitere Radwege (z.B. Kopenhagen)
  • Ausbau des Radwegnetzes, auch für Pendler, (z.B. Kopenhagen bzw. Ruhrgebiet)
  • Schnellstraßen für den Radverkehr (z.B. Kopenhagen, Radbahn-Konzept Berlin)
  • Sichere Kreuzungen (z.B. grüner Pfeil für Radfahrer)
  • E-Bikes statt E-Autos (Energieverbrauch pro 100km unter 1kWh statt 15 bis 28 kWh, bei Eigenantrieb: ein paar Apfelschorlen)
  • Und was uns besonders am Herzen liegt und in der Diskussion oft vergessen wird:
  • Bezahlbare Mieten auch für Kleingewerbe (z.B. für Fahrradwerkstätten)
  • Senkung der Mehrwertsteuer für Fahrräder

und ganz allgemein:

Steuern hoch für Ressourcenverbrauch, Steuern runter für Arbeit, damit wir es uns auch leisten können, Räder zu reparieren ohne uns dabei selbst auszubeuten!

Schöne Grüße aus dem Radhaus Kreuzberg, und bei der Gelegenheit endlich auch mal einen herzlichen Dank für Eure wichtige Arbeit,
Ridvan Kurum


13. Leserbrief

Zu Lassen Sie uns doch mal über Verkehr reden – Teil 2: Pendlerverkehr vermeiden

Sehr geehrter Herr Berger,

Mehr Homeoffice in den Verwaltungen kann sicherlich ein richtiger Weg sein. Auch wenn es nicht genügt den Laptop am Küchentisch aufzuklappen. Home Offices müssen die inhärente soziale Interaktion eines Präsenzarbeitplatzes “künstlich” kompensieren. Aber generell geht das schon.

> Bei wie vielen Besprechungen, Meetings, Konferenzen, Briefings usw. usf. ist es eigentlich wirklich notwendig, dass alle Beteiligten auch physisch vor Ort sind?

Faktisch notwendig nicht, aber ironischer weise schaffen es produzierende Betriebe leichter ihre Fabriken zu verlagern, als das die Verwaltung und all die Schreibtischarbeiter aus den Zentren weg zu verlegen.

Das die ganze Administration, Steuerung, Planung und Entwicklung in einem großen physischen Hauptquartier sitzt, kommt daher das dort die wichtige Kommunikation stattfindet.

Und eben nicht nur die offizielle, sondern vor allem die informelle und sozial geprägte Kommunikation.

Flurfunk ist anscheinend schwerere zu verlagern als eine 10 Tonnen schwere Stahlpresse.

Natürlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten das Arbeitnehmer von anderen Standorten arbeiten, aber in einer Filiale oder gar im Home Office lebt man auf einem Satelliten und ist von der informellen Kommunikation im Brennpunkt des Hauptquartiers abgeschnitten.

Auch scheinen Mitarbeiter so vom “Karriereradar der Vorgesetzten [zu] verschwinden”. (zeit.de/karriere/2015-04/homeoffice-arbeit-arbeitsrecht).

Eine Möglichkeit wäre es diese Hauptquartiere abzuschaffen: “The only way to not have people in a satellite office is not to have a main office.” (aus remoteonly.org)

Aber die Kommunikation wird im Teleoffice die wichtigen Präsenzkanäle verlieren.

Nicht-ortsimultanes Arbeiten und vor allem die notwendige Verschriftlichung von informellen Wissen wird das Beziehungskapital in Frage stellen.

Je höher die Stufe im Organigramm, je wichtiger ist Beziehungskapital.

Oder sarkastisch ausgedrückt: Für Führungskräfte, und alle die es werden wollen, ist der für die Rangfolge so wichtige headcount nicht mehr sichtbar und niemand hört ihnen mehr in unendlichen Meetings ihrem Referierten zu.

In der Welt von DAX Konzernen ist verteiltes Arbeiten daher vermutlich nicht vorstellbar.

Das gäbe sicherlich neuen Teilnehmern in der Wirtschaft wie Entwicklungsdienstleister, Marketingagenturen, Softwaredienstleister oder Startups die Möglichkeit zur schöpferischen Marktveränderung.

Aber wenn man sich die Adressen von diesen anschaut, drängen ja die noch mehr nach Berlin Mitte oder an den Münchner Marienplatz, als die Allianz oder die Deutsche Bahn.

Ich glaube verteiltes Arbeiten würde so viele Verkehrs-, Wohnraum- und andere Gesellschaftsprobleme lösen können, aber leider ist das mit der real existierenden Wirtschaft nicht gut möglich.

viele Grüße
Klaus Mueller


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden Emailadressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

by Redaktion at April 19, 2019 07:00 AM

Klimareporter

Wir streiten, wir streiken weiter

"Fridays for Future" ist eine komplexe Bewegung geworden, die ihren Platz auf dem politischen Parkett sucht: Soll man die Systemfrage stellen oder sich auf Tagespolitik konzentrieren? Unsere Kolumnistin organisiert die Schulstreiks in München mit und macht sich Gedanken, wie es nach der ersten Erfolgswelle weitergehen soll.

April 19, 2019 05:00 AM

wohnhaft.de

730 Tage Schlagloch — Party!!!

Schlagloch / Kiel schrieb:

 

Wir feiern am 27.04.2019 unseren 2ten Geburtstag!! Es wird Programm ab 15Uhr geben, ab 20Uhr Konzerte und später Auflegerei. Wir hoffen, dass wir bis dahin noch im Meimersdorfer Moor (Koordinaten: 54°17’17.0″N 10°07’21.9″E) sein werden… Da aber wie immer alles unsicher ist, checkt lieber vorher nochmal den neuen Blog: schlagloch.blackblogs.org.

Menschen mit Karren oder aus anderen Städten sind herzlich eingeladen auch das ganze Wochenende zu bleiben! Schreibt uns falls ihr dazu Fragen habt oder einen Pennplatz braucht gerne eine Mail an pruener_schlagloch@riseup.net

Wir freuen uns auf euch!!

eure Wagengruppe Schlagloch

Quelle: schlagloch.blogsport.eu/2019/0…30-tage-schlagloch-party/

by Postbot3 at April 19, 2019 12:34 AM

April 18, 2019

wohnhaft.de

Katzengulasch

Da ja langsam wieder die Zeit kommt wo die Vögel ihren Nachwuchs großziehen möchte ich die Population der herumstreifenden Mördertiere etwas dezimieren.
Hat jemand ein Rezept für Katzengulasch? Das wird sicher lecker im Großen Topf über dem Feuer.

by dörte at April 18, 2019 11:18 PM

Blechkoffer hinterlüften.

Hey Leute,
hat wer von euch schon mal in einen blechkoffer ne hinterlüftung eingebaut ?

mit besten Grüßen,
der Splint

by splint at April 18, 2019 09:52 PM

Für Frieden und Abrüstung

Beobachter[News] schrieb:

Für Frieden und Abrüstung

Ostermarsch 2018 in Stuttgart – Archivbild

Stuttgart. Die Ostermärsche nahen. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz und Spannungen zwischen den Großmächten und der massiven Erhöhung des Rüstungshaushalts durch die Bundesregierung sind sie umso wichtiger. In Stuttgart beginnt der Ostermarsch am Samstag, 20. April, um 11.58 Uhr in der Lautenschlagerstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs. Bundesweit gibt es viele weitere Ostermärsche. Unter dem Motto „Abrüsten statt aufrüsten!“ ruft auch der DGB Baden-Württemberg zur Teilnahme auf.

Der DGB fordert Abrüstung, ein Verbot von Atomwaffen und eine Begrenzung des Verteidigungsetats. In Stuttgart, Ellwangen, Ulm und Müllheim gibt es Kundgebungen von Friedensbündnissen unter Beteiligung des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften statt.

DGB-Landeschef Martin Kunzmann – Archivfoto

Martin Kunzmann, der Vorsitzende des DGB Baden-Württemberg: „Die Welt rüstet weiter auf. Zusammengenommen haben alle Staaten 2017 den Rekordbetrag von 1,74 Billionen Dollar für militärische Zwecke ausgegeben – das entspricht einem Betrag von 230 Dollar pro Person. Das ist vollkommen irrsinnig und himmelschreiend ungerecht. Denn in vielen Teilen der Erde herrscht immer noch extreme Armut. Weltweit verhungern täglich 25 000 Menschen, vor allem Kinder. Und eine Milliarde Menschen muss mit einem Euro am Tag überleben.“

Der DGB lehnt die Ausweitung des deutschen Verteidigungshaushalts auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes, wie sie von den Nato-Staaten beschlossen wurde, ab. Kunzmann weiter: „Der deutsche Verteidigungshaushalt wächst und wächst: Während die Ausgaben im Jahr 2000 noch bei rund 24 Milliarden Euro lagen, werden sie 2019 einen Spitzenwert von 43 Milliarden Euro erreichen. Die Bundesregierung plant, bis 2024 für die Bundeswehr 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auszugeben – das wären dann 60 Milliarden Euro. Dieses Geld kann sinnvoller eingesetzt werden – für Investitionen in Bildung, bezahlbare Wohnungen, eine bessere Infrastruktur, Soziales, Gesundheit, für eine gerechte Entwicklungspolitik und eine faire Handelspolitik.“

Mit Blick auf die Europawahlen fordert der DGB, dass es auf europäischer Ebene eine gemeinsame restriktive Exportpolitik für die Rüstungsbranche geben müsse.

Archivbild

Die Gesellschaft Kultur des Friedens beteiligt sich an dem Ostermarsch und ruft zu einer weiteren Kundgebung unter dem Motto „Von Stuttgart soll Frieden ausgehen…“ auf. Beginn ist am Sonntag, 12. Mai, um 15 Uhr am US-AFRICOM in Stuttgart-Möhringen, Plieningerstraße 289. Von den US- Kommandozentralen AFRICOM (Stuttgart-Möhringen) und US-EUCOM (Stuttgart-Vaihingen) werden weltweit Kriegseinsätze durch Drohnen und „gezielte“ Tötungen koordiniert. Die Folge sind Destabilisierung, Elend, Flucht und Vertreibung.

Des weiteren sind Veranstaltungen rund um den 8. Mai in Stuttgart und Tübingen geplant. Ein Treffen für Interessierte gibt es nach dem Ostermarsch am Samstag in Stuttgart etwa um 16 Uhr an der Bühne.

Quelle: beobachternews.de/2019/04/18/fuer-frieden-und-abruestung/

by Postbot3 at April 18, 2019 09:30 PM